Dienstag, 25. Mai 2010

Three Small Burgers
















So stand es auf der Karte, mit French Fries, Ketchup, Mayo. Dazu passt gut eine Portion Cole Slaw. Als erstes Frühstück des Tages um 16 Uhr, wenn der Magen schon lauter knurrt als der Diesel, kann das nicht ganz verkehrt sein.
Kamen Centrum ist seit Jahren auf der Nord-West Route unsere bevorzugte Ausfahrt, ideal für eine schnelle Nahrungsaufnahme. Ein McDonalds und genau gegenüber ein Burger King, freie Auswahl also, wenn man nicht gerade eine Currywurst bevorzugt. Diese seltsamen Gusto Autobahngaststätten kommen jedenfalls nach zwei Versuchen nicht mehr in Frage.
Wenn man zu dritt gemütlich rumzuckelt kann man sich da auch mal gemütlich hinsetzen, nebenan. Denn neben Burger King, direkt gegenüber von McDonalds,  gibt es auch noch Connie's Diner. Tatsächlich gibt es da auch mehr als nur Burger, die Bezeichnung "Restaurant" ist also durchaus angebracht, die Preise entsprechend hoch, und ein Schnellrestaurant ist es auch nicht gerade. Aber testen wollte ich den Laden immer schon mal, wenn sich so etwas seit Jahren neben der Kettenkonkurrenz halten kann, dann muss da was dran sein.
Die Speisekarte offenbarte dann auch Steaks, Wraps, Tortillas, Chili, Spare Ribs und ähnliches, also alles was sich der durchschnittliche Mitteleuropäer so unter U.S. Küche vorstellt.  
So ein Giant Burger mit 340 Gramm Rindfleisch wäre mal ein interessantes Anschauungsobjekt gewesen, aber ich habe mal einen 250er in Norwegen gegessen, seither weiß ich, mehr geht bei mir nicht.

Der Herr xs4all als Burgerverweigerer musste natürlich aus der Reihe fallen und kaute zur Strafe eher lustlos an einer Quesadilla Jamon herum, von der sich 3/4 jetzt noch eingepackt in meiner Küche befinden, aber garantiert im Laufe der Nacht seinem nagenden Hunger anheim fallen werden.
Die drei schmalen Burger, ich hätte rechnen sollen,  waren natürlich auch überdimensioniert. 3 mal 100 Gramm sind 50 zu viel, also hab ich die Pommes mehr oder weniger liegen gelassen, den Cole Slaw probiert und zweikommafünf Small Burgers gegessen. Päng.

So ein echter Westfale hingegen schafft auch alle drei. Als zweites Frühstück. Und xs4all hat Cola getrunken, ich bin sogar im Besitz eines Beweisphotos.

Schreibmusik: Tom Waits - Nighthawks At The Diner

Montag, 24. Mai 2010

Maifeiern Teil 5: 20 Jahre Immecke Open Air
















Das iRock (eat this, Steve Jobs) ist wahrscheinlich eines der kleinsten Festivals der Republik und dürfte außerhalb des Sauerlands kaum größere Bekanntschaft erlangt haben. Wie wir aber alle wissen, hat schiere Größe nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun. Angesichts des Line-ups war ich, zugegeben, recht skeptisch, ich kannte vom Headliner Waikiki Beach Bombers gerade mal ein Stück, von einem früheren iRock Sampler, der Rest war mir vollkommen unbekannt.
Zum Jubiläum hatte man sich haufenweise Gäste aus Schottland eingeladen, auch immer eine sehr gute Idee, gerade St.Pauli Fans können da ein paar Lieder von singen. Die Skapunker More From Jim aus Annan haben die Menge im und vorm Sägewerk dann auch ordentlich hüpfen lassen, die Local Heroes der Immecke Allstars, verstärkt durch B.Loud und Purp Druple, setzten das nahtlos fort, die Allstarversion von Purples 'Lazy' war fetziger als das Original. Die Beach Bombers hatten dann zu fortgeschrittener Stunde schon etwas Mühe, die alkoholisierte Menge zu bewegen. Klappte aber noch.
Bei der familiären Atmosphäre, der Preisgestaltung (2 Euro für ein Bier, 1.50 für ne Wurst) und der guten Musik lohnt ein Besuch dieses Festivals auf jeden Fall. Ich komme garantiert wieder.














Sonntag, 23. Mai 2010

Maifeiern Teil 4: Chefparty
















Sauerländer Werkzeugmacher sind geeicht bis 2400 Grad, kurzfristig. Deswegen können sie auch glühende Holzscheite händisch wieder in den Feuerkorb werfen, wenn mal etwas herunterfällt. Sauerländer Partys beginnen schon um 15 Uhr, damit man früher zusammenbrechen kann. Das gewährleistet eine längere Erholungsphase bis zur nächsten Feier, in diesem Fall das morgige heutige Immecke Open Air. Es ist schon ein etwas merkwürdiges, aber äußerst liebenswertes Bergvolk, und die Partys beim Dorfscheff sind einfach legendär. Jedes Jahr wundere ich mich wieder, dass ich immer noch genug Kondition dafür aufbringe.

Die Fässer Vormann Alt waren aber auch wirklich süffig, es gibt tatsächlich trinkbares Altbier. Man lernt hier nie aus.

Samstag, 22. Mai 2010

Reisende soll man nicht aufhalten
















Nachdem sich das Wetter, pünktlich zu Urlaubsbeginn, von seiner besten Seite zeigt, konnte auch dieser Stau uns nicht lange aufhalten. War auch der einzige, jedenfalls in unserer Richtung.
Die Gegenseite war dafür, eigentlich wie immer in den letzten Jahren, richtig beschissen dran. Was die These erhärtet, dass es besser ist im Norden zu wohnen als im Norden Urlaub zu machen. 

Hier gibts jetzt das letzte Vormann Pils, um die morgige Party durchzustehen ist noch etwas Augenpflege nötig.

Freitag, 21. Mai 2010

Ist das jetzt pink, oder tut das nur so?
















Dank meiner angeborenen Farbschwäche bin ich mir nicht sicher, ob die Fahrerin dieses Wagens konsequenter ist, als der Besitzer des neulich vom Herrn Wagner entdeckten VW in froschf****ngrün. Für mich siehts jedenfalls aus wie pink. Ein erschreckende Vorstellung so etwas zu fahren, sowohl die Farbe als auch das Kennzeichen.
Wahrscheinlich aber immer noch besser als konsequent in Gel(b)senkirchen.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Endlich einmal in der ersten Reihe
















Da muss mich erst eine Freundin aus Köln drauf bringen. "Ach übrigens im Juni spielt Jan Plewka (von Selig) in Hamburg Rio Reiser, der ist am 24.4. auch hier in Bonn, aber ich kann nicht hin." Gelesen hatte ich das zwar, aber ich war natürlich davon überzeugt, das kann nur ausverkauft sein, nach den letzten Kritiken. Glücklicherweise hab ich dann doch mal geguckt und jetzt hab ich tatsächlich zwei Karten fürs Deutsche Schauspielhaus am 8.Juni. In der ersten Reihe.  
Als Bands wie Led Zeppelin oder Grateful Dead hier noch in bestuhlten Sälen spielten konnte ich mir die erste Reihe nie leisten, was mich im Falle des Zeppelins immerhin vor einem bleischweren Hörschaden bewahrt hat. Heute kann ich mir Konzerte mit Sitzplatz kaum noch vorstellen, aber an das Schauspielhaus hab ich sehr gute Erinnerungen. Dort spielte einst der legendäre Champion Jack Dupree, der während des Konzerts mit den Hamburg Allstars recht häufig in die Kiste Holsten Edel neben seinem Klavier griff, bis zum Ende des Konzerts aber trotzdem keinerlei Ausfallerscheinungen zeigte. Anders als die pummelige Diva, die gerade unter dem Namen Whitney Houston tourt.

Holsten wäre da aber wohl auch keine Lösung.

Schreibmusik: N8exzess auf DBWG Radio

Sonntag, 16. Mai 2010

Maifeiern Teil 3: 100 Jahre FC St.Pauli
















St.Pauli ist wahrscheinlich einzige Verein weltweit, der gut 10.000 Menschen ins Stadion zieht, um sich ein Spiel älterer Herren in historischer Fußballkleidung gegen einen englischen Siebtligisten anzusehen. Dem Anlass geschuldet, denn gestern hatte der FC seinen 100sten Geburtstag, die 'Alten Herren' waren ein mit Legenden bestückter Kader und überhaupt war das wohl das letzte Spiel in diesem Jahr, für das man noch problemlos Karten bekommen konnte. Den Altersdurchschnitt allenfalls geringfügig nach unten drücken konnten Benny Adrion (Kommentar eines Zuschauers nachdem ihm ein Ball versprang: Der hat auch nur noch Wasser im Kopp) und Ivan Klasnić, der alle drei Buden beim 3:3 gegen den FC United of Manchester machte. Der Schnitt dürfte sich aber trotzdem bei über 40 eingependelt haben, die Jungs von der Insel haben mit ihrer Schnelligkeit häufig für Gefahr gesorgt. Die alten Recken hatten aber auch einige starke Szenen, ganz besonders Thomforde, der anfangs zweimal stark auf der Linie parierte. Klaus Ottens versuchte tatsächlich einmal seinen gefürchteten Übersteiger und das Gespann Stani/Truller versteht sich auch auf dem Platz noch ganz gut. Sogar Bernd Hochverrat Hollerbach wurde heute freundlich empfangen.
Insgesamt ein unterhaltsames Spielchen, ich hätte natürlich auch gerne gesehen, wie die vom Ballermann gezeichnete Erstligatruppe am Dienstag gegen Celtic Glasgow den Restalkohol rausschwitzt, aber da muss ich natürlich arbeiten.

Die Schweinekälte hat nach dem Spiel dann, bei der wie immer viel zu dünn gekleideten Damenwelt, eine Änderung in Umgebung und Getränkeauswahl erforderlich gemacht. Also weg vom kalten Astra hin zu Kakao mit Rum, so etwas habe ich im Mai glaube ich noch nie getrunken. Ich würde lieblings EisBar in der Detlev-Bremer-Straße allerdings empfehlen, den Kakao mit Rum einen Euro teurer zu machen und mit der entsprechenden Menge Rum zu verfeinern. Die 60 Cent, die der momentan mehr kostet als die Kinderversion, sind nur mit viel gutem Willen rauszuschmecken.           

Heute bleib ich aber alkoholfrei, das nächste Wochenende wird hart genug.
 
Schreibmusik: The Subdudes - Behind The Levee