Bei
Bildblog haben sie mal wieder ein augenscheinlich nützliches Tool verlinkt, den
BlaBlaMeter, mit dem man testen kann wie viel Bullshit in seinem Text steckt. Oder in den Texten anderer Leute.
Da musste ich natürlich spontan meine eigenen Texte mit überprüfen, ohne auch nur einen Gedanken an ein eventuell niederschmetterndes Ergebnis zu verschwenden. Hätte natürlich gewaltig ins Auge gehen können, aber mit einem Bullshit Index von
0.09 (Ihr Text zeigt keine oder nur sehr geringe Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch) kann ich gut leben, damit liege ich immerhin noch unter dem Eingangstext der BlaBlaMeter Webseite. Ich werd das Blog also nicht einstellen, auch wenn mal ein paar Ausreißer bis 0.2 dabei sind.
Als nächstes musste ich meine Lieblingswortakrobaten mal auf Bullshit abklopfen.
Matt Wagner liegt bei 0.15, es sei denn er will das
revolutionäre Schnurtelefon™ an den Mann bringen, die Tücken der Werbung schlagen dann gleich mit 0.58 zu Buche. Die Qualität der Texte scheint also schon mal kein Kriterium zu sein.Frl. Krise hätte ich eine deutlich höhere Wertung zugetraut, allein schon das Vokabular, vallah! Ich lese also überwiegend hochwertige Blogs mit sehr geringem Bullshitanteil, was mir wohl bewusst war, daher würde ich den ersten Test des BlaBlaMeters als gelungen bezeichnen.
Fehlt die Gegenprobe. Als erstes Negativbeispiel fällt mir Franz Josef Wagner ein, der sollte die 1.0 doch locker knacken können. Sein Brief an das liebe Ehepaar Guttenberg erzielt magere 0.14, nur geringe Hinweise auf Bullshit Deutsch. Sein Brief an die liebe Gorch Fock sogar nur unfassbare 0.04.
Womit eine These sich immerhin erhärtet hat, die Qualität der Texte ist kein Kriterium.
Von Norbert KotzKörzdörfer finden sich nicht genug zusammenhängende Sätze, und für Kai Diekmann hab ich irgendwie nicht mehr die Nerven.
Die Rettung naht in Gestalt unseres Außenministers. Guido Westerwelles Rede vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats riecht schon deutlich nach heißer Luft, 0.44 auf dem Bullshit Index.
Da hier gerade der Wahlkampf tobt nehme ich mir die beiden SPD Abgeordneten vor, deren Wahlhelfer kackfrech das "Keine Werbung" Schild auf meinem Briefkasten ignorierten.
Ekkehard Wysocki ist ähnlich untestbar wie Körzdörfer, zu wenig Inhalte. Seine erstmals kandidierende Kollegin Ulrike Hanneken-Deckert weiß schon etwas mehr über sich zu erzählen, schneidet dabei mit 0.44 aber exakt so schlecht ab wie Guido.
Ich hab keine Ahnung in welche Untiefen man hinabsteigen muss, um mal ein richtig deutliches Ergebnis zu bekommen. Vielleicht sollte ich einfach mal ein paar Passagen aus
meinem SAP Handbuch abschreiben.
Schreibmusik:
R.E.M. - New Adventures In Hi-Fi