Freitag, 18. September 2015
Leere Zimmer, hohle Birnen
Das Gästezimmer erinnert mich an Kai Diekmann, so ungefähr muss es in seinem Kopf aussehen. Nicht viel drin außer etwas Restmüll, der unbedingt raus muss.
Zumindest beim Zimmer besteht baldige Aussicht auf Besserung.Sollte von der Tapete noch etwas übrig bleiben, kann ich bis Mittwoch vielleicht sogar noch eine Grußkarte schreiben. FCK BLD benötigt ja nicht so viel Platz.
Fettes Dankeschön an meine "Renovierhelden" für die Hilfe
Bier: BrauKunstKeller Amarsi IPA, 7.1%
Mucke: Public Image Ltd. - What the World Needs Now...
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Dienstag, 15. September 2015
Fabelhafte Geschenke
Bring your Duschgel. Fabelhafte Aktion unserer
Kauf your Duschgel. Gerade rechtzeitig liegt ein Flyer vor dem Briefkasten, von einer dieser Weltklassedrogerien mit den vielen günstigen Angeboten. Duschgel in Dreierpacks ist genau das, was ich heute benötige. Bei Edeka räume ich die Haken mit den Kinderzahnbürsten leer und überlege mir schon eine haushaltsübliche Ausrede für die Kasse, es wundert sich aber niemand über meine 10 Enkelkinder, die Berichte über sich verweigernde Einzelhändler scheinen übertrieben. Kindershampoo haben sie leider nicht, da muss der Weltklassedrogist helfen. Dort im Haarpflegeregal stehen drölftausend Shampoos, von allen möglichen Herstellern in allen möglichen Farben, für dünnes, dickes, kaputtes, fettiges, stumpfes oder glänzendes Haar, nur nix für Kinder. Auf Nachfrage schickt mich die Dame in die Kinderabteilung, wo außer Shampoo noch ein paar Zahnbürsten und Kinderzahnpasta eingesackt werden. Sogar buntes Kinderduschgel haben die, demnächst dürften da ein paar Kiddies nach Himbeeren und Ananas riechen. Hoffentlich beißt niemand rein.
Schlepp your Duschgel. Das Zeug wiegt doch nicht so wenig wenn man alle Einkäufe zusammenpackt, daran hat wieder keiner gedacht. Meine Hoffnung, in der U-Bahn würden sich noch mehr Leute mit Seife im Gepäck einfinden, erfüllt sich nicht. In Barmbek linst mir einer ständig in die Tüten, bevor er sich traut zu fragen was ich vorhabe. Von der Aktion hat er nichts gehört, Forum und F*c*book haben wohl doch nicht so die erhoffte Reichweite wenn es um Körperpflege geht. Oder an dem "wir waschen uns nie" ist wirklich etwas dran.
Fanräume. Ja super, wo werde ich das Zeugs jetzt los? Keiner weiß irgendwas, ich denk vor den Fanräumen ist ein Stand oder sowat? Alles abgelatscht, inzwischen sind hier sieben Bierstände vor der Gegengerade, aber keiner der Duschgel sortieren will. Von hinten klopft mir irgendwann KleinerTod auf die Schulter, den kann man fragen, der kennt sich bestimmt aus mit solchen Aktionen. IN den Fanräumen. Dafür haben die Platz? Na dann, rein, abgeben, Stadion entern, Bier holen, endlich die Hände frei. Und gleich mal um die Ecke gucken was mein Becherhalter macht, den ich von der Südtribüne aus nicht sehen konnte. Hängt. Nur der Sticker ist weg, wer zum Geier entfernt meinen St.Pauli Lieblingssticker aus diesem Stadion? Davon hab ich nur noch zwei.
Eine Stunde bis Anpfiff. Vor Block 2 sind nur zwei Mann zum quatschen verfügbar, hat nicht jeder seinen Urlaub so geschickt geplant wie ich. Der Dartmeister wird erst kurz vor Anpfiff erwartet, der übliche Montagabendstress. Die Erwartungen sind recht hoch, ungefährdeter Heimsieg, 3:0. In der Richtung etwa. Seit wann genau sind wir nicht mehr Punktelieferant für den Tabellenletzten? "Seit dieser Saison!" Das ist neu, daran muss ich mich erst gewöhnen. Normalerweise haben wir immer ein Geschenk für die.
Hymnen und all das Zeug. Die Zebrahymne habe ich wie lange nicht gehört? Zwei oder drei Jahre? Haut auch heute niemanden vom Hocker, außer dem Gästeblock vielleicht, aber irgendwie finde ich es schön, dass die wieder da sind. Das ist so Urgestein der Liga, die hatte ich schon in Sammelbildheften als sie noch Meidericher SV hießen und Bernhard Dietz Nationalspieler war. Dagegen kackt so etwas wie der Brauseklub schon zwangsläufig ab. Bernhard Dietz war auch noch ein Name, den jeder Stadionsprecher fehlerfrei über die Lippen brachte, bei Onuegbo verhaut Rainer das leider völlig. Er hätte es beim Vornamen belassen sollen, der Gästeblock ist, trotz der für Montage üblichen kleinen Ecke, laut genug für den Rest.
Ewalds erste Wahl und die Tücken der Technik. Jaha, Jeremy Dudziak ist in der Startelf und Fafa im Kader, das hatte ich nach Dortmund schon gehofft. Schön. Maier dafür nur auf der Bank, Hornschuh in der Abwehrkette für Nehrig. Buchti auf der Zehn und Lenny wieder der Alleinunterhalter vorne, alles wie erwartet eigentlich. Unerwartet viele Pannen flimmern dafür über die Anzeigetafel, hier kein Bild, da kein Bild oder auch gerne mal verspätet, die Technik hat nicht den besten Tag erwischt heute. Der Name Dudziak ist bei vielen noch nicht abgespeichert, dafür ist das Herz von Sankt Pauli wenigstens Montagabendlaut, sogar meine Nachbarn singen heute mit. Bei Flutlicht kann man ja mal aus sich raus gehen. Hells Bells, Konfetti, ab dafür..
Erste furchtbare Hälfte. Uff. Das ist nach zehn Minuten schon relativ anstrengend anzusehen. Dass Duisburg sich hinten reinstellt hab ich erwartet, aber sooo tief ist das nicht gerade, unsere Defensive wird jedenfalls gut beschäftigt. Vorne sind die Räume zu eng, da kommt keiner durch ohne ein gute Idee. Die sind jedoch rar gesät bei uns, da ist zu wenig Bewegung im Spiel. Buballa liefert seinen schnellsten Sprint erst ab, als ihm ein Duisburger die Kugel vom Fuß klaut und damit einen Konter einleitet. Dass er für das anschließende Foul keine gelbe Karte bekommt kann ich kaum glauben. Gott sei Dank sind die Duisburger bei Standards wirklich schlecht, weder Freistöße noch Ecken stellen uns vor große Probleme. Ein Spiel zum auf die Uhr gucken. Bei einem Zweikampf fliegt Lenny im Strafraum leider umsonst, kein Pfiff und von hier aus nicht zu erkennen ob es hätte pfeifen müssen. Wenn überhaupt nach vorne etwas geht ist meistens Dudziak beteiligt, wie gegen Dortmund einer der Auffälligeren. Der kann mit der Pille umgehen, das macht Spaß beim Zusehen, nur Tore schießen klappt leider noch nicht.
Bei den Duisburgern ein ähnliches Problem, aber die sind näher dran. Ganz plötzlich ein gaaanz langer Ball und - die Latte. Bäng! Da wirste wach, egal wie scheixxe das Spiel vorher war. Die Jungs hat es scheinbar auch wachgerüttelt, sie versuchen die eine oder andere schöne Kombination, aber anders als bei Bayern oder Dortmund muss bei uns der Zufall öfter helfen wenn das klappen soll. Der ist jedoch nicht auf unserer Seite heute, der letzte Ball kommt nicht an, es bleibt beim 0:0.
Halbzeitpausengedöns. Hab ich schon mal erwähnt, wie geil das ist hier oben Bier zu holen? Zwei Minuten nach dem Halbzeitpfiff hab ich ein neues, weil alle erst auf die Toilette rennen. Die Kamera kann in der Tasche bleiben, Montags gibt es eh nicht viel zu knipsen. Dafür lerne ich jetzt endlich meine Nachbarn links näher kennen, das sind tatsächlich Dauerkartenplätze, obwohl da gefühlt bei jedem Spiel jemand anders saß. Die beiden erkennen mich angeblich jedoch wieder, also bin ich der mit dem schlechten Personengedächtnis. Da die Jungs von meinem Becherhalter so begeistert sind nutze ich die Gelegenheit und verschenke den zweiten, den ich für Notfälle in der Tasche habe, nu muss Maxe noch einen dritten dengeln. Noch so ein fabelhaftes Geschenk heute. Karma Baby! Dafür will ich nen Heimsieg. Das wird noch richtig gemütlich hier oben, die Rentnergang hat sich an meine Sportzigaretten gewöhnt, bis Ende der Saison krieg ich die vielleicht zum mitsingen.
Zweite nicht ganz so furchtbare Hälfte aber nur wegen der Tore . Das Spiel animiert nicht gerade zum Mitsingen. Mein Nachbar murmelt etwas von einem guten Drittligaspiel, das kommt hin. Not gegen Elend. Der scheinbar auf ewig unerfüllt bleibende Traum, einen tief stehenden aber technisch eher limitierten Gegner spielerisch zu beherrschen. Dazu ein Schiedsrichter mit Würfelpfeife und fallende Duisburger, einer liegt immer, laaangweiliges Kackspiel. Wenn die sofort attackieren fällt uns nichts ein außer Querpass und Rückpass, er kommt einfach nicht, der Zuckerpass, der die ganze Abwehr aushebelt. Weder Alushi noch Buchtmann finde ich gerade überzeugend und Jeremy hat sein Pulver scheinbar verschossen, da kommt nicht mehr viel.
Ewald sieht das wohl ähnlich, ein Doppelwechel gleich. Buchti und Dudziak gehen für Maier und Fafa Picault. Jajajajajaja. Fafafafafafa. Der sieht auf dem Rasen aus wie ein 15jähriges Kind mit seinen dürren Beinen und den rosa Schuhen, aber gegen Dortmund fand ich den geil. Der macht sehr unorthodoxe Dinge manchmal, das hilft vielleicht den Gegner mehr zu verwirren als ihn selber. Wenn der mal Taktik lernt wird das richtig spaßig, ich bin jedenfalls jetzt schon Fan. Mit der anderen Einwechslung ist nicht jeder glücklich. "Von dem hab ich noch nicht ein gutes Spiel gesehen" muss aber von jemandem kommen, der nicht alle Spiele gesehen hat. Forza Basti! Zeig's ihm, wer immer das war.
Allez! Attacke! Elfmeter! Muahahhhaha. Was war das denn? Ein Duisburger geht mit Lenny in den Luftkampf und der Schiri pfeift. War das überhaupt ein Foul und wenn ja, war das überhaupt im Strafraum? Meine Nachbarn fühlen sich spontan an Bayern erinnert, aber hey, wenn die Bayern solche fabelhaften Geschenke annehmen können, dann können wir das auch. Aber gibt es überhaupt Elfmeter oder was diskutieren die da unten stundenlang? Hat jemand ein Einsehen? Lasse vielleicht, der sich den Ball schon lange zurechtgelegt hat? "Wenn er fair ist haut er ihn auf die Tribüne" sag ich. Andererseits, man muss auch mal Schwein sein können. Ist ohnehin die Frage, ob der was wird. Wieso schießt Lasse jetzt die Elfmeter? Weil er Kapitän ist heute? Weil Lenny den letzten an die Latte genagelt hat? Wenn man Elfmeter köpfen könnte, jederzeit, aber Lasse mit seinen Stelzen? Was dauert das so lange da unten? Ah, der Duisburger Trainer kassiert rot, der fand den Elfer nicht so doll.
Anlauf, drin das Ding. Eiskalt. 1:0. WOOHOO! Was für ein scheiß Glück kann man haben. Hat sich voll gelohnt diese Duschgelsache, man bekommt tatsächlich fabelhafte Geschenke zurück. Karma Baby!
Richtig schwungvoll wird es dadurch zwar nicht, aber angesichts der kaum zu überbietenden Duisburger Harmlosigkeit ist das ein netter Vorsprung. Die fallen weiterhin derart häufig, dass ich mich frage ob Norbert Meier da Trainer geworden ist, da muss ich das auch schon revidieren. Der MSV muss die letzten zehn Minuten mit 10 Mann überstehen, das ist bitter. Für uns auch, denn wir gegen zehn war noch nie so dolle, von wegen Zuckerpass und Abwehr aushebeln...
Vielleicht sollte man die Spieler mal zum Augenarzt schicken, möglicherweise liegt es daran. Ratsche wedelt bei einem Einwurf wie blöd mit den Armen, aber bevor das jemand registriert sind auch schon zwei Duisburger darauf aufmerksam geworden, da wird es dann schwierig den Ball noch zu verarbeiten.
Doch dann kommt Fafafafafafa, macht unorthodoxe Dinge mit dem Ball, legt das Ding ab auf Basti Maier und BÄM! Woohoo! 2:0. Geiles Ding, jetzt haben wir wenigstens nicht das ganze Spiel geschenkt bekommen, war etwas Eigenleistung dabei.
Die Nachspielzeit müsste eigentlich gute zehn Minuten dauern, doch der Schiri hat ein Einsehen, die angesagten zwei gehen relativ rasch zu Ende. Es gibt Spiele, die müssen nicht wirklich länger als 90 Minuten sein. Ein Bier trinke ich noch mit der Tresenkurve vor den Fanräumen, die dort demnächst das zwanzigste Fanclubjubiläum feiert, mit Livebands und allem Pipapo. Termin ist notiert, das werde ich mir ganz sicher nicht entgehen lassen. Zumal dort die legenderben Skinny Bitch auftreten, die mir Herr B. schon seit Jahren als ein der besten Livebands ever verkaufen will.
Dabinschjamalgespannt, nech.
Fotogeschenk: Gegengerade Millerntor, Konfetti, Kerzen, FCK IOC, Waldi verschenkt ein Trikot, RIP Lasse, Ewald freut sich
Biergeschenk: Meckatzer Weiss-Gold, 5.2%
Musikgeschenk: Frank Zappa - You Can't Do That On Stage Anymore Vol.1 & 2
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Standort:
St. Pauli, Hamburg, Deutschland
Montag, 14. September 2015
Vietnamesische Überraschung
Einer der Gründe, warum ich Samstags so gern in der Rindermarkthalle St.Pauli einkaufe, ist der Markt auf dem Vorplatz. Für den Einkauf taugt der zwar nichts, aber es stehen immer ein paar neue Imbisswagen herum an denen man frühstücken kann. Keine ordinären Currywurstkisten natürlich, sondern diese neudeutsch "Food Trucks" genannten rollenden Spezialitätenrestaurants. Meistens so viele, dass man Mühe hat sich zu entscheiden.
Das Wetter entschied letztens zugunsten der Bao Brothers, denn ein vietnamesischer Eiskaffee schien bei der Hitze die richtige Begleitung zum Bao-Burger. Der mutet auf den ersten Blick ähnlich seltsam an wie das helle Brötchen aus dem Dampfgartopf, ist aber sehr erfrischend und fast so lecker wie der Burger.
Der ist, trotz des seltsamen Brötchens, eine Offenbarung. Saftiges Fleisch, dazu Salat, Tomaten und irgendwelches karamelisierte Gedöns mit Möhrchen, das ganze lecker süßlich-scharf in genau meiner Geschmacksrichtung, passt alles wie die Faust aufs Auge. Damit setzt der sich vorerst ganz locker an die Spitze im Burgertest.
Blöde an diesen Imbisskisten ist nur, dass man sich meistens bei F*c*book erkundigen muss wo die sich gerade rumtreiben und dann stundenlang durch die Gegend fährt, nur weil man mal seinen Lieblingsburger essen will.
Burgerfotos: Rindermarkthalle St.Pauli
Burgerbier: Buddelship Dr. Schnabel, Imperial Stout, 8.0%
Burgermusik: Van Morrison - 1982 - Beautiful Vision/Inarticulate Speech Of The Heart/Avalon Sunset
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Burgertest,
Lecker Futter
Standort:
St. Pauli, Hamburg, Deutschland
Samstag, 12. September 2015
Keen Platz för Nazis
Auch das Ohnsorg-Theater bezieht klar Stellung gegen das braune Gesocks. Hier bin ich richtig, Hachmannplatz 10 Uhr, ein Treffen mit Leuten aus der Tresenkurve und ein paar tausend anderen Demonstranten. Alles noch ziemlich entspannt, sogar die Cops, bis erste Nachrichten die Runde machen: Die Patridioten weichen aus nach Bremen. Der nächste Zug geht in 15 Minuten und viele strömen spontan in den Bahnhof um den zu erreichen, was die Helmchen scheinbar überfordert. Uns ebenfalls, auf Rundreise war niemand vorbereitet, wir bleiben hier und hören uns die Ansprache von St.Pauli Präsident Oke Göttlich an, der irgendwas über Schrei nach Liebe von Die Ärzte erzählt, von dem ich maximal die Hälfte verstehen kann. Mikrofonlautsprecherwagengedöns halt, wird schon stimmen, ist ja Oke.
Wie immer heißt 'Demo' erst einmal viel rumstehen und warten. Wir vertreiben uns die Zeit mit einem Ausflug durch die Wandelhalle, auch hier ist noch alles ruhig. Wenn die Kackbratzen jetzt wirklich alle nach Bremen abgezogen sind warten wir auf die wenigstens umsonst und es ist schon mal befriedigend, dass die hier wieder kein Bein auf den Boden bekommen.
Eine knappe Stunde später dürfen wir uns bewegen, vorbei an Wasserwerfern unserer Schutzmacht, die mit den Dingern besser nach Bremen fahren sollte. Ein Bekleidungsunternehmen stattet den Demozug nebenbei mit bunten Werbeluftballons aus, was eine richtig tolle Aktion sein könnte, hätten die da ein fettes FCK NZS auf die Ballons gedruckt, aber auf solche Ideen kommen Bekleidungsunternehmen natürlich nicht.
Vor dem Rathausmarkt werden wir umgeleitet, da ist es wahrscheinlich vorher schon voll gewesen und es ist sehr zweifelhaft, dass da noch ein paar tausend Menschen mehr Platz finden. Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht was ich da soll, auf das Geseier des Scholzomaten oder irgendeines anderen Politkaspers hab ich null Bock und dem Rest geht es ähnlich. Während wir noch beratschlagen was zu tun ist, stürmen sportliche junge Leute an uns vorbei, in die Gegenrichtung. Wenige Minuten später drehen auch Teile der Cops um und auf Twitter muss ich lesen, dass im Bahnhof Refugees von den braunen Bildungsverweigerern angegriffen wurden und Support benötigt wird. Daher also die Eile. Herr B. hat eigentlich keine große Lust auf Stress, schiebt dem allerdings ein unvollendetes "andererseits..." hinterher. Wir kehren ebenfalls um, auch wenn er noch keinen Siegelring hat der das Fanclubwappen auf Glatzen hinterlässt.
Denn einerseits ist es zwar sinnvoll gegen den faschistischen Mob zu demonstrieren, andererseits ist es aber noch viel sinnvoller sich dem entgegenzustellen. Zehn Minuten später sind wir wieder in der Wandelhalle, es ist rappelvoll und die Aufgänge scheinbar völlig blockiert, gegenüber auf dem Südsteg marschiert ein ganzer Zug Cops auf und besetzt Bahnsteig 14. Warum weiß kein Mensch, es bewegt sich eh nichts. Kein Zug fährt rein, keiner raus. Genug Zeit für ein Frühstücksbaguette vom Bahnhofsbäcker, bei einer Zigarettenpause kommen wir an der Anzeigetafel vorbei: Verkehr eingestellt. Nichts geht mehr, auf keinem Gleis fährt einer ab, alle ankommenden Züge mit Verspätung.
Aus Bremen kommen inzwischen Infos, die wollen das Pack dort auch nicht haben. Da unten steht ein Zug nach Cuxhaven, ich hätte da einen Vorschlag. Alle rein da und an der Küste kriegt jeder ein Gummiboot und ein paar Paddel fürs Patridiotenrudern. Wer Helgoland erreicht darf einen Antrag auf Rückreise stellen.
Twitter liefert nur spärliche Infos, auf der anderen Seite droht die Schutzmacht scheinbar mit Wasserwerfern die Kirchenallee zu räumen, hier drüben kriegen ihre Kollegen ein Showprogramm geboten. Wir beschließen die Seiten zu wechseln, doch eine Polizeikette am Ausgang hält den Laden lange genug auf, die Situation hat sich wieder beruhigt als wir am Hachmannplatz angekommen sind. Hektisch wird es nur kurz, als eine Gruppe Refugees von einer schützenden Menschenkette durch den Ausgang geleitet wird, einige davon mit kleinen Kindern auf den Schultern. Ich habe selten so viele angsterfüllte Gesichter gesehen, nicht nur bei den Kindern, es ist eine Schande.
Was für ne Scheiße, da stehste da und kannst nix machen. Am liebsten würd man die alle in den Arm nehmen und beruhigen und denen erzählen alles wird gut, aber in dem Umfeld? Meins beruhigt sich hier immer mehr und strebt nach und nach dem heimischen Sofa zu, die letzte halbe Stunde verbringe ich alleine auf dem Südsteg. Eine Durchsage verkündet, dass "alle rechten Straftäter" inzwischen aus den Zügen entfernt wurden und keine mehr erwartet werden, da fällt mir ein dass meine kleine Schwester in einem dem der Züge sitzen könnte, die wollte heute Mittag nach Hause.
Sie sitzt tatsächlich in dem Ding an Bahnsteig 14, was eigentlich der falsche Zug ist, weil der schon vor einer Stunde hätte fahren sollen und was der ganze Blödsinn überhaupt soll, man müsste die Nazis einfach nur nicht beachten..
Kaum zu glauben, dass man heutzutage noch solche Grundsatzdiskussionen führen muss.
Hier is keen Platz för Nazis. Un dat blievt ok so.
Standort:
St. Georg, Hamburg, Deutschland
Donnerstag, 10. September 2015
Spätsommerabendfreundschaftskick
Ein Freundschaftsspiel mitten in der Woche um 18:30 ist eigentlich völlig bescheuert, aber ich hab da eh Urlaub und außerdem wäre ein ideales Geburtstagsgeschenk für den Exilwestfalen, kann er endlich mal wieder seine Dortmunder sehen. Zwar ohne Nationalspieler, also quasi die Bankdrücker plus Jugendabteilung, aber besser als nix. Gegengerade Sitz gibt es noch reichlich Karten, leider ohne meinen Block, nur die halbe Tribüne ist im Verkauf. Klar, Testspiel mitten in der Woche, da kommt doch kein Schwein.
Trotzdem frag ich am Wochenende lieber erst Herrn H. ob das was wäre mit dem Geschenk, schließlich müssen andere Menschen arbeiten. Der hält das für eine sehr gute Idee und wenn ich mir das recht überlege kann er auch gleich mitkommen, an jedem Spieltag AFM Radio hören und noch nie im Leben am Millerntor gewesen sein, das ist kein Zustand. Seine Angst, spontan zu sehr angefixt zu sein, kann er bei einem Testspiel eh vergessen. Dat is wie Vorgruppe, halbes Licht, halber Sound und keiner kennt die Songs.
Dummerweise gibt es inzwischen keine drei zusammenhängenden Plätze mehr auf der Gegengerade, nur auf der Südtribüne werde ich noch fündig, dreimal zweite Reihe und klick...
Drei Tage später sagt die Homepage was von 18.000 verkauften Tickets und ich gucke nochmal. Jetzt ist auch die restliche Gegengerade im Verkauf, leider gibt es keine Möglichkeit zum Tausch, aber mein Stammplatz ist eh schon weg. Was ist hier los?
Wenige Tage später sind 21.000 Tickets verkauft, dazu hat der Verein 1000 Refugees und viele der ehrenamtlichen Helfer eingeladen und im Forum fragen schon Leute nach Karten für den Gästeblock. Gästeblock? Da kommen Leute aus Dortmund? Für einen Freundschaftskick ohne ihre Stars, an einem Dienstag? Tatsächlich, sogar für die Nordtribüne gibt es inzwischen Karten.
Die Südtribüne ist jedenfalls voll, die Bierversorgung entsprechend zäh und die wabbeligen Plastiksitze ein Graus wie der Exilwestfale anmerkt. Stimmt eigentlich, das ist die älteste Tribüne hier. Man sollte das Ding mal renovieren, mit neuen Klappsitzen ließe sich farblich noch einiges machen, für eine großes FCSP reicht es bestimmt. Herrn H. sind die Sitze völlig Wurscht, der turnt jetzt schon ganz aufgeregt am Geländer herum. Den würde ich ja zu gerne mal mitnehmen wenn es hier um was geht und richtig die Luzie tobt...
Heute ist die Bolzerei eh nur Nebensache, ich freu mich wie Bolle über ein paar Bierchen mit Freunden, an einem schönen Spätsommerabend am Millerntor. Mindestens ebenso freue ich mich über die ganzen Aktionen für die Refugees, über den schönen Spruch auf der Gegengerade und am allermeisten über die Gesichter der Einlaufkinder aus dem Camp. Als diese kleinen Stöpsel da unten erst schüchtern in die Runde winken und dann unter dem Beifall von 25.000 Menschen glücklich lachend über den Platz toben, fliegt mir doch tatsächlich was ins Auge. Man muss nur Kinder oder Enkel in dem Alter haben und sich vorstellen was wäre wenn, dann geht das ganz schnell. Dabei kann sich wahrscheinlich niemand in diesem Luxussanatorium Deutschland auch nur annähernd vorstellen, was die hinter sich haben. Will ich in diesem Moment auch nicht, bei dem Thema bekomm ich eh schnell schlechte Laune, einfach mal freuen, dass die sich gerade freuen können.
Mein Platz auf der Gegengerade ist Luxusklasse, sitzen im Süden ist echt für'n Arsch. Von den Stehern bekommt man hier nichts mit, für den Strafraum im Norden bräuchte man ein Opernglas und eine neue Erfrischung dauert fast 15 Minuten, jedenfalls wenn man Exilwestfalen das Bier holen lässt. Herr H. macht sich nach 5 Minuten auf die Suche und ich kann ganze zehn Minuten in Ruhe Fußball gucken...:))
Das ist teilweise wirklich nett anzusehen auf dem Rasen, auch wenn die Lücken in der Abwehr beim 0:1 doch sehr groß sind, Lenny den an ihm verursachten Elfmeter höchstpersönlich nur an die Latte setzt und damit den eigentlich verdienten Ausgleich kläglich vergibt und man einen derart abgefälschten Ball wie beim 0:2 einfach nicht halten kann. Es gibt ne Menge schöne Spielzüge zu sehen und einen noch viel schöneren Anschlusstreffer zum 1:2 durch Fafa Picault, dem irgendjemand Sprungfedern statt Stollen unter die Buffer gebastelt haben muss. Wat für'n Satz war das denn ey. Herr H. ist völlig enthusiastisch, Woohoo, Song 2. Endlich. Damit hat er schon den ganzen Tag die Kollegen in der Firma genervt und nu darf er mal richtig. Was für ein Glück dass das geklappt hat, nicht auszudenken...
Überhaupt gefällt mir der Fafa ziemlich gut, fixer Junge. Den hab ich ganz leichtfertig schon in die Ecke "wir brauchen noch einen und der kost nix" gesteckt, aber Ebbe hat gesagt der kann Fußball spielen und wenn ein Fußballgott sowat sacht, dann muss da was dran sein.
In der Halbzeitpause knipst Herr H. wie wild Selfies mit seinem Handy, ich komme mir vor wie ein Millerntourist. Der Exilwestfale erklärt mir derweil, dass man diese neumodischen Selfie Sticks nur ganz konsequent als Deppenzepter bezeichnen müsse, dann würden die so schnell verschwinden wie das Arschgeweih, damit hätte es ganz vorzüglich geklappt.
Die zweite Halbzeit ist das übliche Wechselspiel, man kann Bier holen ohne was zu verpassen, sich über Gonzalo Castro unterhalten und sich fragen, warum der heute dabei ist und wo der überhaupt herkommt, dass der kein Nationalspieler von irgendwas ist, denn der ist schon ziemlich gut. Herr H. erfährt nebenbei vom Exilwestfalen, dass der Schmelzer mit den dunklen Haaren eigentlich Subotic heißt und der richtige Schmelzer auf der anderen Seite zu finden ist, aber der ist dann aber auch bald weg, wie Ramos und die drei anderen Namen die ich bei Dortmund kenne. Selbst bei unseren Jungs hab ich den Überblick verloren wer da gerade rumturnt. Wenn mir jemand auffällt ist es meistens Jeremy Dudziak oder Fafa Picault, die machen Lust auf mehr und ich freu mich auf Montag mit richtigem Fußball.
Tore gibt es keine mehr, dafür nach dem Abpfiff ein schönes Statement beider Mannschaften und das ist viel wichtiger heute, auch wenn es bei den ganzen Idioten nicht abkommen wird, den Adressaten wird es hoffentlich ein wenig Mut machen.
Kickfotos: Südkurve Millerntor
Kickbier: Propeller Nachtflug Imperial Stout, 9.1%
Kickmucke: Ramones - Hey! Ho! Let's Go - The Anthology
Standort:
Sankt Pauli, Hamburg, Deutschland
Montag, 7. September 2015
Was Billy Gibbons in seiner Freizeit macht
Er spielt den Dudelsackboogie auf Mittelalterfestivals - und das gar nicht mal so übel.
Dudelfoto: Saor Patrol, Mittelalterlich Spectaculum Öjendorfer Park
Dudelbier: The Brale, Brown Ale 5.0%, Braufactum
Dudelmucke: ZZ Top - Tres Hombres (2006 Remaster)
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Fotosafari,
Konzerte,
Musik
Standort:
Billstedt, Hamburg, Deutschland
Samstag, 5. September 2015
Essen auf Rädern
Früher™ waren Imbisswagen weiße Klappschachteln, ausgestattet mit Fritteuse, Grill und Spüle, mit viel Glück war noch ein Kühlschrank für kalte Getränke an Bord. Es gab Bratwurst und Bratwurst mit Ketchup, die sich dann Currywurst nannte. Schaschlik, Frikadelle, Pommes und Kartoffelsalat rundeten das Angebot ab, fertig war die Laube. Essen konnte man das Zeug eigentlich nur, wenn man kurz vor dem Hungertod stand und nichts anderes mehr verfügbar war. Last Exit Wochenmarkt.
Am schlimmsten waren meist die Frikadellen, seltsamerweise ganz besonders häufig, wenn ein Schild auf der Klappschachtel stolz "Hausgemacht!"verkündete. Überhaupt habe ich in meinem ganzen Leben nur zweimal anständige Frikadellen an einem Imbisswagen bekommen, der eine stand immer Sonntag Abend vor der Kaserne wenn man wieder antanzen musste und ist über 40 Jahre später sicher längst den Imbisswagentod gestorben, der andere steht bei Heimspielen am Millerntor vor der Südkurve und hat es bei den vielen Vegetariern im Stadion wahrscheinlich auch nicht leicht.
In den letzten Monaten erlebt der Imbisswagen jedoch eine Renaissance ungeahnten Ausmaßes, weil jemand auf die glänzende Idee gekommen ist die Dinger bunt anzumalen und "Food Truck" zu nennen. Ganz fantasievolle Menschen bauen Schulbusse oder silbern glänzende Wohnwagen zum Imbiss um, je auffälliger, desto besser. Fehlt nur noch ein möglichst hipper Name für die mobile Futterkrippe und eine Idee, was man den Leuten anbieten könnte. Denn wenn jetzt alle bunt und lustig sind muss am Ende das Angebot überzeugen, was wiederum eine Imbisswagenqualitätsoffensive ungeahnten Ausmaßes nach sich ziehen könnte. Bratwurst und Pommes reichen da nicht mehr, es müssen schon vietnamesische Sandwiches, Bio-Burger oder irgend etwas mit Pulled Pork sein.
Um das zu überprüfen begebe ich mich zur Altonaer Fischauktionshalle, in und an der ein Street Food Festival veranstaltet wird, bei dem eine große Auswahl an hippen bunten Food Trucks für fotografische Motive und vollen Magen herhalten sollen. Und weil ein Mensch alleine nicht so viel essen kann, habe ich die Othmarscher Gourmetfraktion als Verstärkung angefordert. Zu dritt kann man einfach mehr probieren, jedenfalls ist das die Hoffnung.
Um potentielle Kunden abzuschrecken wird am Eingang ein Obolus von 3 Euro erhoben, die leider nicht auf Essen oder Getränke angerechnet werden können. Möglicherweise sorgt das für ein relativ entspanntes Flanieren sowohl in der Halle, als auch zwischen den Wagen auf dem Außengelände. Sehr voll ist es nicht, außer vor dem Wagen des Hackbarons, über den wohl nicht nur ich schon positive Berichte lesen konnte, wenn ich mir die wartende Menge ansehe. Die Spezialität des Hauses sind eigentlich Meatballs mit Topping oder Dip, aber den Burgertest fortzuführen ist einfach zu verlockend, also bestelle ich einen New York Style Cheeseburger und verkürze mir die Wartezeit mit einem Erdbeershake vom Nachbarstand, während N. verzweifelt versucht mit seinem neuen Teleobjektiv fliegende Möwen einzufangen.
So etwas funktioniert am besten wenn man jemanden hat, der ein wenig Futter in die Luft wirft, aber zum Leidwesen des Möwenfotografen bin ich nicht bereit für solch schnöde Zwecke einen Teil meines Burgers zu opfern. Das Freilandrinderhack ist zwar etwas zu lange auf dem Grill gewesen, aber der Rest mit Zwiebelmarmelade, Cheddar, Gurken, grobem Senf und was noch alles dazugehört passt. Leckeres Teil, wenn es auch knapp die Spitzengruppe verpasst.
Für ein erstes Frühstück war das völlig ausreichend, also rumlaufen und Fotos machen, vor allem in der Halle, so leer wie heute wird die nie wieder. Während N. und ich uns mit Hallenknipserei beschäftigen schleppt Meike exotische Horsd’œuvre an unseren Tisch, Dim Sum mit Garnelen und Chili. Garnelen! Lecker! Und viel zu exotisch für ihren Mann, weshalb ich die Hälfte davon verspachteln darf. Ähnlich läuft es bei ihrem nächsten Gang, Jerk Chicken aus Pelicans Jamaican Food Ecke ist einfach nichts für Leute, die Currywurst für eine indische Spezialität halten. Die andere Hälfte des Tellers darf ich wieder leeren, jetzt bin ich satt. Tolles Festival, dabei wollte ich heute wenigstens zwei Burger testen.
Raus aus der Halle, Verdauungszigarette rauchen, bunte Imbisswagen fotografieren und dabei feststellen, was man eigentlich alles noch essen müsste. Pankowalskis Pirogi zum Beispiel, endlich hätte ich mal Gelegenheit Pirogi zu futtern, aber gleich eine ganze Box? Und welche? Classic oder doch wat mit Fleisch? Oder Tacos beim Mexikaner, für 11 Euro kann man gleich alle vier Varianten bestellen, für die man allerdings auch vier hungrige Leute bräuchte. Wir können uns nicht einigen, dem Möwenfotografen ist das alles viel zu exotisch, der will eine Currywurst und ausgerechnet die gibt es auf dem ganzen Festival nicht.
Bevor wir hier abhauen muss ich noch einen zweiten Burger testen, aber was? Meike entscheidet sich für Obelix Leibspeise bei Wild & Eber, die ich nicht genauer ins Auge fassen kann, weil das schon auf den Mädels ruht die bei den Peruvian Bros. an der Theke stehen. Die Bros. sind nicht zu sehen, aber die Sis. machen einen sehr kompetenten Eindruck und außerdem.. peruanische Burger! Peru! Weiter weg geht kaum noch, da komme ich nie hin, muss ich probieren, auch wenn ich null Ahnung habe was an dem Ding peruanisch sein soll. Vielleicht ja die Sauce?
Wenn die nicht jemand vergessen hat. Möglicherweise ist es ja der säuerliche Salat, der sich zwischen den steinharten Brötchenhälften und dem nicht weniger festen Trockenfleisch befindet, das sich sämtlichen Kauversuchen erfolgreich widersetzt. Nicht kleinzukriegen das Schwein. Haben die mir aus Versehen das Ausstellungsstück gegeben, das schon seit Stunden auf dem Tresen liegt, oder muss das so? Für so etwas bin ich jetzt echt zu satt. Weil die Peruvian Sisters so nett waren suche ich verzweifelt nach einem Mülleimer außerhalb ihrer Sichtweite, was viel zu lange dauert und mich um den kläglichen Rest des angeblich ganz fantastischen Wildschweinburgers mit Portweinzwiebeln bringt. Wenn keine Portweinzwiebeln mehr drauf sind, hat es wenig Sinn den noch zu probieren.
Essen auf Rädern ist jedenfalls deutlich interessanter geworden. Sucht man sich die richtigen Räder aus, kann es möglicherweise sogar ein kulinarisches Vergnügen sein. Wenn ich dafür aber jedes Mal zu einem Straßenfutterfest fahren und Eintritt zahlen muss nehm ich doch lieber ein Restaurant, auf Speisekarten liege ich meistens richtig.
Räderfotos: Street Food Festival, Fischauktionshalle Hamburg Altona
Räderbier: Maisel & Friends Pale Ale, 5.2%
Rädermusik: Boozoo Bayou - Dust My Broom
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