Samstag, 4. Juli 2015

Die Festung
















Mit Enkelkind im Urlaub ist eine schöne Sache, aber ab und zu brauch ich doch etwas Zeit für das andere Hobby. Draußen scheint die Sonne und alle zieht es ins Schwimmbad, außer mir. Super Fotowetter, das muss ich ausnutzen. Nur, wo? Außer ausgedehnten Vogelschutzgebieten und Stromspargel scheint es in der Umgebung nichts zu geben. Früher hab ich bei solchen Gelegenheiten gerne die Karten bemüht, aber wer hat im Navizeitalter noch Karten? Mein Laptop!

Mit dem Finger auf der Landkarte Mauszeiger auf der Map suche ich die Umgebung nach irgendwelchen Dörfern oder kleinen Städten ab. Feld, Wald und Wasser. Drei Häuser, eine Tankstelle. Wasser, Wald und Feld. Autobahn rauf, Autobahn runter. Wald, Wasser, Feld und... halt. Was ist das für ein seltsam zackiger Umriss da? Naarden heißt das Kaff, es ist keine 30 Minuten entfernt in Nordholland und eine alte Festung, wenn die nicht nur aus der Vogelperspektive gut aussieht lohnt sich das möglicherweise. Also hin da.

Auf dem Weg dorthin zwingt mich eine Autobahnbaustelle durch Naarderbos, wo ich mir im Schritttempo modernste Ferienanlagen ansehen kann, mit Jachthafen, Golfbahn und teuer aussehenden Restaurants, die Grünanlagen mit der Heckenschere so akkurat geschnitten, dass sogar die Bäume künstlich wirken. Wohlfühlfaktor Null. Keine Ahnung was der Spaß hier kostet, wenn ich unsere Kleinvilla im Centerparc zum Maßstab nehme ist die Karibik hier ganz sicher nicht mehr teurer. Aber vielleicht können die Holländer so viel Sonne einfach nicht ab, wer weiß das schon.

Nur wenige Kilometer weiter ist Naarden der krasse Gegensatz, schon vor den Stadttoren zwingt mich eine alte Holländerbrücke zur Parkplatzsuche. Den gefundenen Platz behalte ich auch gleich vorsorglich, denn unter dem Ortsschild prangt eine unübersehbare Warnung, die eventuell für das ganze Stadtgebiet gelten könnte. Wegsleepregeling van kracht. Bevor irgendwas kracht geh ich lieber gleich zu Fuß.

Das wäre nicht einmal nötig gewesen, es gibt auch innerhalb der Mauern genug legale Parkplätze. Leider, denn kaum habe ich den Oudelindeboom gefunden, immerhin eine der Naarder Sehenswürdigkeiten neben Kirche, Rathaus und Festung, steht auch schon ein Auto davor. Viel schöner wären solche Dörfer völlig ohne Autoverkehr, man sollte nur Anwohner und Oldtimer zulassen, der Rest kann gefälligst ebenfalls die zwei Kilometer latschen, alles halb so wild.

Nachdem ich die gesamte ab 1350 erbaute Festungsanlage umrundet und dabei das Dorf mehrfach durchquert habe, ändere ich meine Meinung. Man sollte immer so nahe wie möglich rankommen ans Ziel, das hat sich bisher bewährt. Der dichte Rasenteppich auf den alten Festungsmauern liegt in der prallen Mittagshitze, kein Schatten weit und breit, es sei denn man zahlt Eintritt für das Museum in den Katakomben. Dort würde ich eventuell mehr erfahren über das im Haken-und-Kabeljau-Krieg zerstörte frühe Naarden, den Wiederaufbau 1350, den 80jährigen Krieg und den Holländischen Krieg und alle anderen Kriege, die Naarden und seine Bewohner im Laufe der Geschichte über sich ergehen lassen mussten.

Doch ich muss noch zum Rathaus, zum Arsenaal und zu diesem Klotz von Kirche, vor der sich außer einem Denkmal des Pädagogen und Philosophen Johann Amos Comenius noch ein seltsames "Nationaal Donor Monument" befindet, auf dem sich der dafür spendende Pharmakonzern auch gleich verewigen durfte. Der Rest des Dorfes ist typisch holländisch, sieht man einmal davon ab, dass nicht in jedem holländischen Dorf die Häuser mit Gedichten oder Bibelzitaten bemalt werden.

Blöderweise hat ausgerechnet heute das Geschäft mit den Bierspezialitäten aus aller Herren Länder geschlossen, aber so spare ich für die zwei Kilometer zurück wenigstens Extragepäck. Hätte schwer werden können.
  
Festungsfotos: Festungsanlage Waarden, Waarden/Nordholland, St. Vitus Kirche, Nationaaldingens, Comeniusdenkmal, Rathaus
Festungsbier: Alsterwasser mit Eiswürfeln
Festungsmusik: Neil Young & Crazy Horse - Weld
























Dienstag, 30. Juni 2015

Hollands fiese Fallen

















Boaa, ey das Zeugs is furztrocken.
Jo.
Klebt aba trotzdem anne Finger ohne Ende.
Kommt mir irgendwie bekannt vor der Geschmack.
Jo. Mir auch. Das isn Amerikaner. Nur ohne Zuckerguss drauf.
Amerikaner fand ich schon immer Scheiße.
Und ohne Zuckerguss sind die echt noch übler.
Klebt aber auch ohne den Guss wie Hulle.
Pappensüßes Zeugs, echt ma.
Willznochwas? Einer is noch übrig.
Hm. Jo, gib rüber.

Es gibt so einige Dinge, die würde man zu Hause niemals machen. Die macht man einfach nur in Holland, zum Beispiel Schokoladenstreusel auf Weißbrot essen. Zum Frühstück oder überhaupt. Das ist fast zwanghaft, das erste was im Einkaufskorb landet ist Chocoladehagel. Dann will meistens jemand noch eine andere Sorte, in diesem Fall hätte die Prinzessin lieber das Vlokfeest, die dicken Chocoladevlokken in puur, melk en wit, die dann doch nicht aufgegessen werden, weil der Hagel besser schmeckt. Am letzten Tag in Almere entdecke ich noch eine kleine teure Packung mit Goldaufdruck. Specials Intens Puur, mit 60% meer cacaobestanddelen. Muss auch mit, steht jetzt im Schrank und wird vermutlich niemals gegessen.

Die nächste Entdeckung machen wir auf der Suche nach Chocomel, dem Standardfrühstücksnebenbeigetränk neben Kaffee und Karnemelk mit Sirup: es gibt inzwischen eine dunkle Variante. Meer cacaobestanddelen schätze ich, muss mit. Überraschung zwei folgt im Kühlregal: Chocomel gibt es nun auch in Vers, was wohl frisch heißen soll, denn umgekehrt macht keinen Sinn. Muss selbstverständlich alles ausprobiert werden, muss alles mit.

Die Supermärkte in den Niederlanden sind tückische Fallen, ein Paradies für Menschen die auf unbekannte oder für deutsche Verhältnisse exotische Dinge abfahren, die dort meistens sehr kalorienreich, bunt, fett oder sonstwie gesundheitsschädlich sind, meistens alles zusammen. In jedem Supermarkt fällt man schon am Eingang über Kuchen, Torten und Gebäck, von der versen Appeltaart aus dem oven bis zur bunt dekorierten Sahnetorte im eingeschweißten Karton. Gefühlt ist hier jedes zweite Regal mit irgendwelchen Süßigkeiten gefüllt, der Rest ist Hilfe für das perfekte holländische Fastfoodmenü. Satésaucen für Mikrowelle oder Kochtopf von mindestens zehn verschiedenen Herstellern in zig Varianten und Schärfegraden und dazu Biersorten, bei denen Verfechter des Reinheitsgebotes in bittere Tränen ausbrechen würden. Don't read the fucking label.  

Trotz des üppigen Angebots bunter Dickmacher sieht man erstaunlicherweise recht wenig übergewichtige Niederländer und dafür kann es eigentlich nur einen Grund geben. Sie fahren unglaublich viel Fahrrad.

Fallenfoto: Souvenirshop in Amsterdam + Serviervorschlag / Abendlicht auf Terrassien
Fallenbier: Riedenburger Dolden Dark Bio, Porter 6.9%
Fallenmusik: Lester Young with the Oscar Peterson Trio / Verve 1952

Sonntag, 28. Juni 2015

Ein Park am Arsch der Heide
















Eine um 20° höhere Außentemperatur, dann kommt man sich vor wie in der Karibik, jedenfalls im Center des Centerparcs. Alles sehr südländisch aufgemacht hier, sogar Palmen haben sie angepflanzt. Karibische Innentemperaturen herrschen dafür im großen Hallenbad, mit Rutschen und allem Pipapo. Schon ein ganz anderes Kaliber als das winzige Becken im letzten Ferienpark.

Diese seltsamen Urlaubsenklaven scheinen eine typische Spezialität der Niederländer zu sein, wer hier keine Anhängerkupplung hat mietet sich für den Urlaub eben ein wohnwagengroßes Haus. Denn mit Ausnahme des festen Daches über dem Kopf und der eigenen Dusche unterscheiden sich diese Parks nicht sehr von luxuriösen Campingplätzen. Das Maß der Privatsphäre wird durch die Auslastung bestimmt, sind die angrenzenden Stellplätze leer hat man niemanden, der einem die Brötchen vom Tisch gucken kann. Ansonsten ist alles vorhanden was man im Urlaub braucht, man muss den Platz nicht verlassen. Wozu auch, man ist eh schon am Arsch der Heide hier, der nächste Bauernhof 10 Kilometer weg, die nächste Stadt 30.

Gibt ja genug Einkaufsmöglichkeiten im großen Supermarkt, dazu Strand für den schönen Sommer, Hallenbad für den normalen Sommer und jede Menge Restaurants, die Pizzeria sogar mit Lieferservice. Für Unterhaltung wird ebenfalls gesorgt, Sportmöglichkeiten ohne Ende, Tennisplätze, Golf und Minigolf, Bolzplätze, Bowling, Ruder und Tretboote und an jeder zweiten Ecke Spielkram für den Nachwuchs, vom Hochseilklettergarten bis zum Streichelzoo mit Ziegen und Eseln, mit Kindern wird es nie langweilig und wer Abenteuer sucht kann sich in der Marina ein Boot mieten und auf dem Eemmeer segeln.

Man kann sich sogar die Brötchen zum Frühstück liefern lassen, wenn man keine Lust hat den zehnminütigen Fußmarsch am Morgen auf sich zu nehmen. Oder man leiht sich für die Woche halt ein Fahrrad oder Tandem, eine Rikscha oder sogar ein Elektromobil, denn das eigene Auto darf hier nur an zwei Wochentagen bewegt werden, das sind die An- und Abreisetage. Wenn man erst einmal begriffen hat, dass die großen Symbole für den Autoverkehr und die kleinen für die Fußgänger gedacht sind, halten sich die Entfernungen aber in erträglichen Grenzen. Immerhin gehört ein Hackenporsche zur Hausgrundausstattung, damit kann man schon eine Kiste Grolsch über den Platz bewegen.

Die sollte man sich jedoch besser im Supermarkt des nächsten Ortes besorgen, denn wenn man tatsächlich alle Annehmlichkeiten des Parks ausnutzt kommt man der Karibik auch preislich langsam näher. Außer dem normalen Campingplatzsupermarktaufschlag sind die Preise mehr als abgehoben, bei knapp 30 Euro pro Person für ein Frühstücksbuffet muss man als Mensch mit Familie nicht lange rechnen, da dürfte zumindest die türkische Karibik um einige Taler günstiger werden.

Parkfotos: Centerparc De Eeemhof, Zeewolde
Parkbier: Crew Republic Roundhouse Kick, Imperial Stout, 9.2%
Parkmusik: The Rolling Stones - Exile On Main Street, Remastered Special Ed. 2010












Freitag, 26. Juni 2015

Flachland mit Stromspargel
















Die Niederlande waren einmal berühmt für zahlreiche alte Windmühlen, von denen ich in diesem Urlaub nicht eine entdecken konnte. Windmühlen haben sie zwar immer noch, aber leider nur die moderne Version. Davon allerdings reichlich, wo es schön flach und windig ist (also nahezu überall, sonst wären es ja nicht die Niederlande) werden Parks errichtet. Energieparks. Kann man schön finden oder nicht, im Zweifelsfalle finde ich die schöner als ein Atom- oder Kohlekraftwerk, im Windpark Eemmeerdijk wechseln die Dinger sogar wie von Zauberhand ihre Farbe. Das macht sie zwar immer noch nicht halb so attraktiv wie ihre mittelalterlichen Vorgänger, doch was soll man machen, wenn die hier so rar gesät sind.

Auf einem ersten kurzen fotografischen Ausflug in die nähere Nachbarschaft finde ich jedenfalls nur Flachland mit oder ohne Stromspargel und dazu sehr viele Felder, auf denen möglicherweise irgendwann einmal Millionen bunter Tulpen blühen werden. Noch so eine angeblich holländische Spezialität, die ich hier bisher noch nie gesehen habe.

Dass es hier so unglaublich flach ist hat einen Grund, ebenso die vielen fruchtbaren Felder und der Mangel an alten Windmühlen, denn die Provinz Flevoland stand zur Blütezeit der Windmühlen noch vollständig unter Wasser, fast das gesamte Gebiet wurde erst im 19. Jahrhundert trockengelegt und befindet sich im Durchschnitt 5 Meter unter dem Meeresspiegel.

Angesichts möglicherweise doch irgendwann schmelzender Polkappen nicht das idealste Einwanderungsland, aber Urlaub machen kann man da ganz gut, solange es noch existiert.

Flachlandfotos: Eemmeerdijk, Hulkesteinse Bos, Eeemmeer, Klick + F11 erweitert Horizonte
Flachlandbier: Ratsherrn Backyard Beach Summer Ale 4.5%
Flachlandmusik: The Delta Saints






Mittwoch, 24. Juni 2015

Frühstücksärmelei
















Mit leerem Magen soll man nicht einkaufen gehen, dann landet nur lauter unnützes Zeug im Einkaufswagen. Mit leerem Magen sollte man auch keine Blogs lesen, jedenfalls nicht wenn es da ums Essen geht. Oder die Zubereitung desselben. Meistens sind das ganz dolle Sachen, die einem schlagartig das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen und die man unbedingt mal nachkochen oder backen sollte, weil das höchstwahrscheinlich die einzige Chance ist, jemals in den Genuss dieser Leckereien zu kommen.

Meistens mach ich das dann doch nicht, entweder weil mir die Zeit fehlt, oder das Vertrauen in meine handwerkliche Geschicklichkeit bei der Zubereitung von feinen Backwaren oder gefüllten Teigtaschen. Manchmal fehlt auch das nötige Equipment, für eigentlich ganz simple Dinge. Für Eier im Glas zum Beispiel, auf die mich der Herr Ärmel vor ein paar Monaten neugierig machte. Ein Ei schon vor der Zubereitung zu würzen reizt mich, außerdem klingt das extrem simpel. Aber dafür extra Gläser kaufen?

Der Zufall will es, dass gerade solche Gläser im Kühlregal des Discounters stehen, der uns all die schönen Sachen bringt. Gefüllt mit Pfefferbutter, wodurch man sogar einen Arbeitsgang spart, man muss das Glas nicht vorher ausbuttern, einfach Pfefferbutter futtern. Passen sogar locker zwei Eier rein in das Glas, die sich prompt um die Gewürze balgen, wodurch sich Pfeffer und Salz auf wenigen Stellen wiederfinden, dafür aber geballt.

Hm. Was tun? Man könnte das ganze verquirlen, allerdings wäre das dann Rührei im Glas. Dazu würde der Schnittlauch passen, den ich vergessen habe zu besorgen. Also Deckel druff und kochen. Mit Deckel auch auf dem Topf, falls sich das Glas als doch nicht so widerstandsfähig erweisen sollte und irgendwie explodiert. Muddern hat immer gesagt, wenn das nicht Jenaer Glas ist, dann taugt das nix und für Aldi Pfefferbutter nehmen die garantiert kein Jenaer Glas.

Eier drin kochen kann man aber. Ungefähr so gut wie in der Schale, nur dass ich die Zeiten für 1 Ei in der Schale im Kopp habe, die für 2 Eier im Glas nicht. Weshalb ich die Versuche nach zwei Neudefinitionen von "hart" jetzt aufgebe, zumal ich keine geschmackliche Verbesserung zur traditionellen Methode feststellen konnte.

Vielleicht teste ich mal Glasrührei mit Nordseekrabben an, ein Glas Pfefferbutter ist noch da. Von der hab ich die Schnauze allerdings inzwischen gestrichen voll, von daher ist die Testreihe eh gestorben *g*.

Frühstücksfoto: Canon SX 280
Frühstücksbier: Astra Arschkalt
Frühstücksmusik: Ryan Adams - Heartbreaker / Gold

Freitag, 19. Juni 2015

Burger mit Besteck


















Ist das eigentlich noch Fast Food, wenn es auf einem Porzellanteller serviert und der Gebrauch von Messer und Gabel explizit empfohlen wird? Bei einem Hamburger? Ich esse den Double Cheese in der Kleinen Pause unfallfrei aus der Hand (ok, unfallfrei bisher nur einmal, aber wer den kennt..)
"Du kannst es ja versuchen" grinst mich der nette Tresenmann an, "aber dann nimm besser ein paar Servietten mehr mit an den Tisch." Das überzeugt zumindest soweit, dass ich das Besteck mitnehme nach draußen.

Frühstück im Burger Lab, Max Brauer Allee, damit der morgendliche Kaffee endlich feste Gesellschaft bekommt. Auf der Mittagskarte steht ein Fishburger mit Garnelen und Limonenaioli, das klingt verlockend, aber da ich mit der Burgertesterei erst am Anfang stehe wird es doch der Classic Burger. Mit 100% Schleswig Holstein Rind medium gegrillt, Burger Lab Sauce, Cheddar, Eisbergsalat, Tomate, Spreewaldgurke und süß-sauer eingelegten Zwiebeln, verpackt in einem recht stabilen Brötchen, nach eigenem Rezept vom Bäcker des Vertrauens gebacken. Fast Food mag das noch sein, Junkfood definitiv nicht mehr. Damit der ganze Turm nicht auseinanderfällt wird das Konstrukt von einem langen Holzspieß in Form gehalten.

Schon klar, der geht aus der Hand nur mit segeltuchgroßem Lätzchen. Trotzdem ist Burger mit Besteck irgendwie nervend, spätestens wenn man die untere Brötchenhälfte erreicht hat fällt entweder das medium gegrillte Fleisch auseinander, oder das Stück Tomate oder Gurke flutscht von der Gabel. Am Ende bleibt ein Stück Brötchen auf den Zinken und man stopft den Rest an Fleischtomatengurkenmischmasch irgendwie hinterher. Burger gehören anständig verpackt und aus der Hand gegessen, alles andere ist albern.

In dieser Hinsicht könnte das Burger Lab von den Goldburgermädels lernen, das ist allerdings auch alles, denn geschmacklich ist das Teil perfekt, genau so muss ein Classic Burger schmecken. Auf den Punkt gegrilltes äußerst schmackhaftes Fleisch, die Sauce nicht zu dominant, das Brötchen stabil und lecker, Gurken und Zwiebeln perfekt und sogar die Tomate hat Geschmack. Der Eisbergsalat wie bei fast jedem Burger der Rede nicht wert, aber wer spricht schon über den Salat bei einem Fleischgericht.

Beim nächsten Besuch könnte ich ja mal wieder eine Kuh retten, die haben immerhin auch zwei vegetarische Burger im Angebot. Das gepulte Schwein tät mich allerdings mehr reizen...

Burgertestbier: Firestone Walker Double Jack, 9.5% Double IPA
Burgertestmusik: Little Axe - The Wolf That House Built / Bought For A Dollar. Sold For A Dime / Slow Fuse


Mittwoch, 17. Juni 2015

Fertig!
















Wer auch immer für das Design der neuen Dauerkarte verantwortlich zeichnet, viele Freunde hat er/sie sich damit nicht gemacht, oder wie es jemand woanders schrieb: Von mir aus bräuchten sie auch gar nichts drauf schreiben, solange ich damit ins Stadion komme. Immerhin kann man sich einen von vier mehr oder weniger sinnigen Sprüchen aussuchen, jedenfalls wenn man sich das Ding übers Internet bestellt, im Kartencenter gibt es nur den Standard.

Andernfalls hätte ich wahrscheinlich "Für Werte stehen, auch im Sitzen" gewählt und das aus gutem Grund: Sitzen ist in Zukunft angesagt. In der ersten Reihe. Habe fertig!

Denn wirklich wichtig bei Dauerkarten ist eigentlich nur das, was auf der Rückseite steht.

Sitzplatzfeierbier: Firestone Walker Union Jack IPA, 7.5%
Sitzplatzfeiermusik: Leo Kottke - Mudlark