Freitag, 17. Januar 2014
Köpfe kann man gar nicht genug haben
Wenn ich mich einmal entschieden habe etwas unbedingt zu benötigen, dann muss es möglichst sofort sein. Seit der Lüdenscheidaktion stand fest, ich brauche einen Kugelkopf. Unbedingt. Köpfe kann man gar nicht genug haben, gerade ich das sollte das wissen.
Dieses ewige Gedrechsel mit dem Neiger geht gar nicht, da sind auch die Kollegen einer Meinung. Erste Tipps werden eingeholt. Eine dem Preis für solche Spielzeuge angemessene Recherche ist natürlich nötig, aber wenn die Entscheidung dann gefallen ist muss das in die Post, am besten gestern. Also bestelle ich das ausgesuchte Teil und warte. Und warte. Was ich leider zu spät bemerke ist die Lieferzeit von ein bis zwei Wochen, das ist man einfach nicht mehr gewohnt, wo doch heutzutage alles sofort verfügbar ist.
Für die Speicherstadtfotos muss also noch der alte 3-Wege-Neiger herhalten, aber seit kurzer Zeit besitze ich einen schicken Kugelkopf, der die nächsten nächtlichen Aufnahmesessions sehr viel angenehmer gestalten könnte, würde nur das Graunebelnieselfeuchtklammkaltedrecksregenwetter mal eine Pause einlegen. Ersatzweise könnten die dämlichen Piepmätze auch endlich mal das mit reichlich Leckereien gefüllte Millerntorvogelhäuschen auf dem Balkon anfliegen, aber trotz Rosinen und Nüssen tut sich auch da seit einer Woche nichts, was eine aufwändige Stativtarnaktion rechtfertigen würde.
Es gibt echt kaum etwas blöderes als neue Spielzeuge die man nicht ausführlich testen kann.
Kugelkopfmusik: Mahavishnu Orchestra - Birds of Fire
Montag, 13. Januar 2014
Graunebelnieselfeuchtklammkaltesdrecksregenwetter, hau ab!
Mütze "Sankt Pauli" für warme Birne: 19.95 Euro
Reifenwechsel auf Winterschlappen: 50 Euro
Daunenwinterjacke für kalte Fußballspiele: 300 Euro
Echter Winter mit Schnee und Eis: Unbezahlbar.
Graunebelnieselfeuchtklammkaltesdrecksregenwettervertreibungsmusik: Filter - Short Bus / Title of Record
Samstag, 11. Januar 2014
Stadtansichten: Speicherstadt
Wenn es in der Lügenscheider Provinz schon nicht so recht klappt mit der Illuminatenknipserei holt man das halt zu Hause nach. Lohnenswertes Ziel dafür ist die Hamburger Speicherstadt, die ich in den letzten Jahren schon mehrfach mit Kamera und Stativ durchstreift habe. Dabei sind zwar schon einige nette Aufnahmen entstanden, aber so richtig ausgereizt habe ich das noch nicht.
Diesmal nehme ich mir vor reichlich Belichtungsreihen zu schießen, um hinterher ein wenig HDR basteln zu können. Das erste was ich bemerke ist die falsche Jackenwahl. Fünf mal belichten, fünf mal auf die Kamera warten, das ganze aus drei unterschiedlichen Blickrichtungen und schon steht man mehr oder weniger bewegungslos minutenlang herum. Ganz besonders unangenehm ist das auf Brücken, da kann man sich nicht einmal durch Bewegung aufwärmen, weil sich die Schwingungen auf den Boden übertragen könnten. Wind und Kälte kriechen durch jede Ritze, ein idealer Standpunkt um Outdoorjacken zu testen, meine fällt gerade mit Pauken und Trompeten durch.
Trotzdem bietet die Speicherstadt für derlei fotografische Exkursionen sehr viel. Die meisten Motive sind in angenehmer Reichweite für Fußmärsche, und da wo sie es nicht sind fährt man eben mit dem Auto hin. Parkplatzprobleme nach Einbruch der Dunkelheit hatte ich noch nie, von den wenigen Menschen die einem dort ab 20 Uhr noch begegnen ist die Hälfte mit Kamera und Stativ unterwegs.
Das wahrscheinlich bekannteste und meist fotografierte Motiv ist das Wasserschloss zwischen den beiden Hauptfleeten, hier ist immer was los. Auf der Poggenmühlenbrücke stehen zwei Südeuropäer, vom Dialekt her würde ich auf Österreich tippen, und warten auf das Licht. Auf mehr Licht. Ob ich wüsste, wann das angemacht wird. Sowohl das Wasserschloss als auch die Außentreppen der Lagerkomplexe sind beleuchtet, die Frage irritiert mich etwas. Ich hab das Ding bestimmt schon zwanzig mal fotografiert in den letzten Jahren, aber mehr Licht habe ich noch nie gesehen, außer vielleicht bei Vollmond.
Er hätte gehört, auch das Wasser wäre beleuchtet zu bestimmten Zeiten. Von unten, mit so Strahlern, er wüsste nur gern wann, sie stünden dort schon länger. Ich muss ihn leider enttäuschen und so ziehen sie unverrichteter Dinge weiter. Schon erstaunlich was die Leute so glauben, andererseits, ich war auch zweimal in Lüdenscheid, ich sollte ganz still sein...
Mir reicht die Beleuchtung jedoch voll und ganz. Vier Stunden, fünfzehn Fotos, kann ich mit leben. Am Fleetschlösschen verliere ich beinahe die Contenance und kurz darauf meine Augenmuschel, die auch nach intensiver Taschenlampenillumination der letzten Wegstrecke nicht zu entdecken ist, weil diese mistigen Gummidinger wahrscheinlich gleich mindestens einen Meter zur Seite hüpfen wenn sie runterfallen.
Und wie bei eigentlich jeder Fototour habe ich wieder etwas gelernt: Ich brauche unbedingt einen Kugelkopf.
Brauchte ich auch unbedingt: Bruce Springsteen - High Hopes
Labels:
Arschkalt,
Fotosafari,
Hamburg,
Stadtansichten,
Typen
Standort:
Altstadt, Hamburg, Deutschland
Dienstag, 7. Januar 2014
Wo viel Licht ist, ist starker Schatten
Das Motiv des Abends war es nicht gerade, das Fleetschlösschen. Die Hinterseite am Wasser ist wesentlich fotogener, sieht man vom Hafencityhintergrund einmal ab. Leider brennt auf besagter Hinterseite nicht eine einzige Funzel, dafür steht man vorne unter den grellen Straßenlaternen der Brooktorkreuzung. Vierspurig mit reichlich zusätzlicher Beleuchtung, Halogenscheinwerfer aus allen Richtungen. Viel zu viel Illumination hier.
Nach dem ersten Foto stell ich eigentlich schon fest, dass mir das alles nicht gefällt, weder das Motiv noch die Lichtverhältnisse. Trotzdem finde ich es irgendwie rotzfrech, als einfach jemand sein Stativ mit den Worten "Ich stell mich mal ins Bild" nur knappe zwei Meter vor mir aufbaut. Wtf? Mit Ansage? Hat der 'nen Schatten? Ich hab zwar längst zugemacht, aber das weiß der doch nicht, normal fragt man vorher.
Während ich mein Stativ zusammenklappe und schultere habe ich Zeit nach einer passenden Antwort zu suchen. Spontan fällt mir auf solche Frechheiten selten etwas ein, aber der Spacko hantiert mit seiner Kamera lange genug um dieses Manko wett zu machen. Im Gehen bleibe ich einen Meter vor seiner Linse stehen und dreh mich kurz um. "Das finde ich gut, so direkt mit Vorwarnung. Muss ich mir für die Zukunft merken, dann kommt das für die Leute nicht so überraschend wenn auf einmal jemand im Bild steht. Angenehmen Abend noch."
Das Gesicht von dem Vogel in diesem Moment, das wäre das Motiv des Abends gewesen. Auf die richtig guten Schnappschüsse ist man leider nie vorbereitet.
Schussfahrt: The Blues Brothers - Live from Chicago's House of Blues
Labels:
Fotosafari,
Spacken
Standort:
HafenCity, Hamburg, Deutschland
Sonntag, 5. Januar 2014
Maccaroni Poltrone
Den Namen habe ich mir gerade ausgedacht weil er so schön passt, eigentlich ist das ein ganz altes Familienrezept, wahrscheinlich aus einer Zeit, in der meine alten Herrschaften noch mit dem Pfennig rechnen mussten. Hieß damals einfach nur Maccaroniauflauf mit Schinken und war besonders bei den Kindern begehrt. Kostet nicht viel, macht locker vier Personen satt, schmeckt lecker und - Kochlegastheniker aufgepasst - kann sogar von Menschen hergestellt werden, die außer Rühr- oder Spiegeleiern nix gebacken kriegen. Allerdings benötigt man eine sehr große Auflaufform.
Außerdem: 500 g Maccaroni (dass sind die dicken Nudeln, die übrig bleiben wenn man die Spaghetti aus der Mitte gebohrt hat), 300 g gewürfelten Katenschinken, 6 bis 8 Eier und etwas Butter. 400 g Katenschinken sind aber auch nicht verkehrt.
Die Nudeln kocht man 8 Minuten, in einem möglichst großen Topf, weil sich die Mistviecher erst nach ewigen Zeiten verbiegen lassen. Salzwasser latürnich. Danach schichtet man sie abwechselnd mit dem gewürfelten Katenschinken in die Auflaufform und übergießt das ganze flächendeckend mit den verquirlten Eiern, die man bei der Verquirlung selbstredend mit Pfeffer und Salz behandelt.
Obendrauf ein paar Butterflöckchen (kein Plan warum, aber is halt so) und bei 180° zugedeckt in den Ofen. Wenn es anfängt im Nebenzimmer lecker zu riechen (Küchentür auflassen) zur Sicherheit noch eine Viertelstunde warten, dann isses bestimmt fertig.
Oder schon mal anfangen eine chilischarf gewürzte Tomaten-Sahne-Sauce herzustellen wenn man das kann, um den Nudelberg darin zu ertränken. Könnte ich auch noch etwas zu schreiben, aber unglücklicherweise habe ich jetzt gerade tierischen Kohldampf und muss die Reste von gestern aufwärmen. Macht einfach eine, die Euch am besten schmeckt.
Der nächste große Vorteil dieser rustikalen Speise: wenn man keine vier Personen ist, kann man da Tage von leben. Ungemein praktisch, wenn man sich mehrere Stunden lang den A.. abgefroren hat um töfte Illumination in der Hamburger Speicherstadt zu knipsen, doch dazu später mehr.
Küchenschlachtmusik, inspiriert durch Herrn Ärmel: Wirtz - Akustik Voodoo. Demnächst soll es eine Unplugged CD und Tour geben.
Freitag, 3. Januar 2014
Kammerflimmern
Spätestens im Herbst beginnt bei mir die Filmsaison, da sitz ich in der Kammer und lass es flimmern. Intensive Nutzung des Heimkinos bei dauerhaftem Schlechtwetter, manchmal schaffe ich es sogar in den Tempel des teuren Popcorns. Und weil das Wetter immer noch Sch..... ist und ich gerade nichts besseres zu tun habe gibt es jetzt eine kleine Zusammenfassung des Gesehenen. Zur Warnung oder Empfehlung, wie man's nimmt.
Der Hobbit 2: Smaugs Einöde (Kino, 3D)
Handlung bzw. Inhalt: Sie wahandern, sie wahandern, von einem Ort zum ahandern. Durch den Wald (mit bösen Orks) durch das Tal (mit bösen Orks) und über Gipfel (mit.. genau, bösen Orks). Am Ende landen sie in einer Schatzhöhle mit bösem Drachen, ohne Orks.
Sieht schick aus, wie Neuseeland halt so aussieht. Der Drache ist auch ziemlich cool, Legolas surft wieder auf allen möglichen Gerätschaften herum und durchlöchert Orks mit seinem Schnellfeuerbogen und die im Kinderbuch nicht vorhandene Romanze zwischen Zwerg und Elbenfrau hat sich der Regisseur ausgedacht, um die Handlung etwas zu strecken. Ist ja eh freigegeben ab 12, dann kann man auch mal schmusen.
Fazit: Der Zauber ist verflogen, die Verfilmung vom Herrn der Ringe war eine großartige Idee, der Hobbit fängt an mich zu langweilen. Geeignet für Menschen die von Orks noch nicht die Nase voll haben, Auswanderer und Neuseelandreisende.
Flashback (DVD)
Handlung: FBI Greenhorn (Kiefer Sutherland) soll radikalen Althippie (Dennis Hopper) in irgend einen Knast überführen, was natürlich misslingt, denn der Althippie ist einfach zu clever. Oldschool Roadmovie (auf Deutsch: jede Menge Musik für alte Knacker dabei). Seit Jahren gesucht, jetzt endlich auf DVD erhältlich. Sofortsofortkauf.
Fazit: Was hab ich damals gelacht. Wenn ich nur noch wüsste worüber. Was muss ich damals bekifft gewesen sein. Die erste Hälfte ist heute wenigstens noch amüsant, doch irgendwann wird das mit den Klischees zu peinlich und die Geschichte noch unwahrscheinlicher als der Hobbit. Hopper und der Soundtrack reißen das leider auch nicht raus. Geeignet für Menschen die wissen wollen wie der zweite Teil von Easy Rider ausgesehen hätte, wäre Hopper nicht aus dem Sattel geschossen worden.
Paulette (BluRay)
Handlung: Ältere Dame mit massiven Geldsorgen stellt fest, dass man mit dem Handel von Haschisch ganz anständig Geld verdienen kann. Ganz besonders wenn man backen kann, was ältere Damen gerüchtweise wirklich gut draufhaben sollen. Also im Prinzip die französische Keksversion von Grasgeflüster, nur dass die ältere Dame hier eine rassistische alte Schachtel ist, deren
Fazit: England - Frankreich 1:0. Gegen Brenda Blethyns zauberhafte englische Lady muss Paulette (Bernadette Lafont) einfach verlieren. Rassistische alte Schachteln sind nun mal keine Sympathieträger, auch nicht wenn sie tolle Haschkekse backen, die Wandlung kommt etwas zu spät. Trotzdem gönnt man ihr am Ende natürlich das Happy End, denn wo wären wir ohne gute Keksbäcker. Geeignet für Liebhaber französischer Komödien und Sammler von Kifferfilmen.
Ich - Einfach Unverbesserlich 2 (BluRay, 3D)
Handlung: Ex-Superschurke Gru arbeitet jetzt als Agent für die Anti Verbrecher Liga, seine drei Adoptivtöchter haben mit alterstypischen Problemen zu kämpfen und dann wäre da noch diese hübsche Geheimagentin...aber eigentlich ist das alles unwichtig. Hauptsache: Minions!
Fazit: Die einzigen Superverbrecherfilme die für kleine Kinder und Erwachsene gleich gut geeignet sind. Der zweite Teil so gut wie der erste, nur ohne den näselnden Jan Delay, dafür mit fiesen violetten Fressmaschinen und gefährlichen Hühnern. Und: Minions! Geeignet für Menschen, die mindestens einmal im Monat einen Kurzfilm der Minions bei juhutube ansehen und immer noch darüber lachen können.
Iron Man 3 (BluRay, 3D)
Handlung: Der Eisenmann (Robert Downey) hat es diesmal mit einem fiesen Terroristen (Ben Kingsley) zu tun, dessen menschliche Bomben im Umkreis von weißnichgenau Metern nahezu vollständig alles menschliche Fleisch in Asche verwandeln. Außerdem jagt er die schicke Eisenmannvilla in die Luft und tötet dabei fast die süße Pepper Potts, deswegen gibbet zu Recht was aufs Maul.
Fazit: Ohne Robert Downey wäre ich nie auf die Idee gekommen mir Iron Man anzusehen, denn alle Superhelden außer Batman sind doof. Doch der Typ ist einfach göttlich, die idealste Idealbesetzung die man sich überhaupt vorstellen kann - und er darf Gwyneth Paltrow küssen. Hammer, oder?
In der Besetzung Downey/Paltrow können die von mir aus noch zehn weitere Teile drehen, die Qualität hat bisher jedenfalls nicht nachgelassen. Kingsley zeigt mal wieder was er für ein Schauspieler ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Geeignet für alle Batmangutfinder und Supermandooffinder.
Die Croods (BluRay, 3D)
Handlung: Steinzeitfamilie mit erzkonservativem Höhlenmenschenpapa muss den Naturgewalten weichen und wandert aus. Die Flucht wird erschwert durch die pubertäre Tochter, die schwerhörige alte Schwiegermutter und allerlei buntes Urzeitgetier mit großen Zähnen. Glücklicherweise hat sich die pubertäre Tochter gerade einen jungen Mann mit kreativen Einfällen angelacht, der sich in der Wildnis etwas besser auskennt.
Fazit: Was hab ich gelacht. Diesmal kann ich mich sogar erinnern worüber. Definitiv der unterhaltsamste und lustigste Animationsfilm im letzten Jahr und der erste, bei dem man sich laufend irgendwelche fliegenden Gegenstände aus dem Gesicht wischen muss. Geeignet für Eltern und Kinder ab 6, weil selbst die bösen Viecher zu bunt oder zu doof zum fürchten sind.
Star Trek Into Darkness (BluRay, 3D)
Handlung: Kirk baut mal wieder Scheixxe und wird natürlich degradiert. Spock auch, der den Blödsinn mitgemacht hat, weil es darum ging eine Welt zu retten (nicht unsere), ist aber halt per dusseligem Dekret (Oberste Direktive) verboten. Danach sterben alle anderen Guten durch einen Anschlag eines Superschurken und dann müssen die beiden doch wieder zusammen die Welt (diesmal unsere) retten, ist ja sonst keiner mehr da der es machen kann. Weil der Superschurke scheinbar unverwundbar ist will man gleich massig Torpedos auf sein Appartement abfeuern, das blöderweise auf dem Klingonenplaneten Kronos liegt. Scotty hat moralische Bedenken und verzichtet vorerst auf die Teilnahme.
Fazit: Film des Jahres, echt mal. Auf jeden Fall im Bereich SciFi. Chris Pine und Zachary Pinto als Kirk und Spock waren schon im ersten Film das perfekte Paar und Benedict Cumberbatch als Oberbösewicht ist der Hammer. Intelligent erzählte Geschichte, reichlich spannende Wendungen, grandiose Action. 127 Minuten, und nicht eine zu lang. Geeignet für Trekkies und alle anderen Menschen, die schon mal von unendlichen Weiten geträumt haben, weil dieser Planet so piefig ist.
Musikflimmern: Honey Is Cool - Focky Focky No Pay
Mittwoch, 1. Januar 2014
Päng!
Liest man sich vorher durch ein paar Seiten zum Thema "Feuerwerkfotografie" ist man ähnlich schlau wie vorher. Stativ und Fernauslöser benutzen natürlich alle, aber damit hört es auch schon auf bei den Gemeinsamkeiten. Der eine bevorzugt eine lange Brennweite um das Geböller formatfüllend abzulichten, der nächste eine kurze um möglichst viele Explosionen auf den Chip zu kriegen. Empfehlungen für die richtige Blende, je nach Farbe der Explosionen, konnte man woanders bekommen. Es empfiehlt sich also vorher zu fragen, was da gleich abgefeuert wird. Vielleicht konnte der Autor aber auch nur gut raten.
Ein paar wertvolle Tipps habe ich jedoch vermisst, deswegen gibt es die jetzt von mir, aus eigenem Erfahrungsschatz.
1. Es ist zwar bequem, aber fotografiert nicht vom Balkon. Der direkte Blick in den Himmel wird doch sehr stark eingeschränkt. Wenn man nicht gerade im zehnten Stock mit unverbautem Blick wohnt, ist man auf die unmittelbare Nachbarschaft angewiesen.
2. Rechnet nicht damit, dass einer der Nachbarn zu den Bekloppten gehört, die mehrere hundert Euro in semiprofessionelles Silvesterfeuerwerk investieren. Seid entweder selber bekloppt, oder lebt mit dem was ihr zu sehen kriegt :-D
3. Mittelhoher Standpunkt (Balkon) und mittelhohes Feuerwerk (Nachbarn) ermöglichen prächtige Bodennebelfotografie, wenn man drauf steht. Nur Feuerwerk ist irgendwie so.. mittel.
4. Wenn ihr so etwas praktisches wie Adobe Lightroom habt, unbedingt in RAW fotografieren, dann kann man trotz Balkon und Nachbarn noch etwas daraus machen. Wenn nicht, tut es auch RawTherapee.
5. Punkt 4 war eigentlich nur ein Wink mit dem Zaunpfahl.
Allen Lesern ein frohes neues Jahr, möge es 2014 viel Sonnenschein geben und wenig Bodennebel, in jeglicher Hinsicht.
Winkmitdemzaunpfahlmusik: Rage Against The Machine - Renegades
Abonnieren
Posts (Atom)
















