Montag, 18. Januar 2010

Outdoor Bettenhandel?

Und wieder ein Wochenende viel zu schnell vorbei, ich hätte es in Köln durchaus noch ein paar Tage ausgehalten, was mir die Gelegenheit gegeben hätte noch ein paar nette Leute zu treffen. Das war aber bestimmt nicht das letzte mal in diesem Jahr, hat ja auch erst angefangen. Trotz teilweise heftigem Schneetreiben zwischen Bremen und Hamburg verlief auch die Rückfahrt relativ ereignislos. Einzig mein Magen hat sich in der letzten Stunde doch recht heftig gemeldet, so ein Snickers Riegel hat zwar sicherlich heftig viele Kalorien, aber 5 Stunden hält der trotzdem nicht vor.
Das Wetter hat mich aber dazu bewogen das Knurren zu ignorieren, ich wollte nur noch runter von der Autobahn. Da mein Kühlschrank gähnende Leere aufweist, sah ich mich gezwungen doch noch kurz in Farmsen beim WürgerKing zu halten, mir zwei Extra Long Chili Cheese ins Auto reichen zu lassen und die 100 Meter weiter in einer Parkbucht zu verzehren. Mir ist übrigens jetzt noch schlecht, zwei mal WürgerKing an einem Wochenende sind eindeutig zu viel. Ich frag mich gerade wie es Morgan Spurlock 30 Tage lang geschafft hat sich ausschließlich von McDonalds zu ernähren, ohne das ihm das Zeugs gleich wieder hochgekommen ist. Nach ein paar Tagen sollte allein der Geruch schon heftige Übelkeit hervorrufen.
Da der Parkplatz am Friedrich-Ebert-Damm zu 90% von fressenden Fast Food Junkies benutzt wird, schenkte ich dem in Sichtweite parkenden S-Klasse Coupé zuerst keine Beachtung. Nach ein paar Minuten hielt in der Nähe ein Ford Kombi und es kam auf einmal Leben in den Abend. Aus der S-Klasse stieg ein kurzgeschorener Bomberjackenmensch, Typ Türsteher, aus dem Ford ein Adidasbehoster Kapuzenträger. Den Blicken und Gesten beim kurzen Smalltalk entnahm ich, das meine Anwesenheit auf dem Parkplatz kurz ein Thema war. Evtl. wäre die Kappe der Hamburger Polizei auf meinem Kopf ja ein längeres Thema wert gewesen, aber die war in dem Licht sicher nicht zu erkennen, und da alte Toyota Corollas generell wohl eher unverdächtig sind, beschloss man mich zu ignorieren.

Wahrscheinlich bilde ich mir das alles nur ein und die Jungs waren Söhne eines Hamburger Bettenhändlers. Dann waren die überdimensionalen, in Plastik eingeschweißten weißen Kopfkissen die vom Kombi in Kofferraum und Rückbank der S-Klasse wanderten einfach nur...

sehr große Kopfkissen.

Wenn ich mir allerdings vorstelle das der Inhalt der überdimensionierten Kopfkissen Grün und stark riechend war, dann sind in knapp 20 Metern Entfernung ein paar hunderttausend Euro an mir vorbei gewandert. Aber bestimmt war das nur meine wieder mal überbordende Phantasie, man kann bestimmt auch im Bettenhandel genug verdienen.
Ein Foto dazu gibt es aus nahe liegenden Gründen heute nicht.

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