Sonntag, 9. September 2012

Gelddruckmaschine















Bei der #GEMA hatte mal wieder jemand eine grandiose Idee, nachdem mit Kindergärten wohl nicht das große Geld zu machen war sind jetzt die Clubs an der Reihe. Bis zum zehnfachen der bisherigen Gebühr sollen die jährlich an diesen dubiosen Verein abführen, der einen großen Batzen der Kohle einstreicht und den Rest an die ganzen Humbatäteräkomponisten und Chartstürmerproduzenten verteilt.

Natürlich gibt es dagegen Protest, und dem kann man sich anschließen unter gemastoppen.de, was ich bereits getan habe.

Keine öffentliche Vorführung und daher (noch) gebührenfrei in meinem Player: Seasick Steve - I Started Out With Nothin And I Still Got Most Of It Left. Würde mich interessieren was Steve von der GEMA bekommen hat im letzten Jahr. Mehr als einsfuffzig?

Samstag, 8. September 2012

Rin in die Kartoffeln














Beschämend geradezu, dass ich in drei Wochen Urlaub nicht einen Tag mit der Prinzessin verbringen konnte.Wenigstens am letzten Wochenende vor der drohenden Maloche musste ich einen Tag haben, denn das erhellt mein Gemüt jedes mal auf unglaubliche Weise.

Dafür war ich sogar bereit mich bei verhangenem Himmel und drohendem Regen auf einen Kartoffelacker zu begeben, um Bio-Kartoffeln selber auszugraben. Solche Aktionen finden wohl mehr oder weniger regelmäßig auf dem nahen Gut Wulfsdorf statt, dem Versorger für bewusste Konsumenten, und gerade Kindern wird da einiges geboten.

Kartoffeln ausgraben ist für die Kleinen allerdings nur recht kurzfristig interessant, denn auf so einem Acker ist reichlich Getier zu entdecken, Kartoffelkäfer, Mistkäfer, Riiiiiesenregenwürmer der Sorte "Mamamamamamaguckmal", der immer gern gesehene Freund mit den schwarzen Punkten und bunte Blumen, die alle viel mehr hergeben als diese komische Knolle. Wenigstens wissen sie jetzt, dass Kartoffeln nicht im Supermarkt wachsen, das war das Ziel.

Verschwiegen hab ich ihr aber, dass das unglaublich leckere Bio-Schnitzel heute Abend von einem der Vorfahren der vielen niedlichen Schweine stammt, die ebenso wie Pferde, Rindviecher und Heidschnucken in diesem Paradies aufwachsen dürfen, bis der Tag gekommen ist. Das lernt sie noch früh genug.

Nicht nur für Kinder ein traumhafter Platz. Die Prinzessin braucht ohnehin nur Bäume und Felsen zum glücklich sein, aber wenn dazu noch ein großer Streichelzoo geboten wird ist das eine feine Sache. Ab sofort kauf ich Fleisch ausschließlich dort, die Nähe hab ich viel zu selten ausgenutzt. Bio-Rosmarin für die Kartoffeln war selbstverständlich ebenfalls erhältlich, und falls ich das demnächst noch einmal machen sollte kann man die Knollen dort auch bekommen ohne selber graben zu müssen.

Im Musikarchiv gegraben und gefunden: Fairport Convention - Liege & Lief/Unhalfbricking mit der unsterblichen Sandy Denny.










Donnerstag, 6. September 2012

Selbstironie?














Es ist sicherlich sehr lobenswert wenn man seine eigene Preisgestaltung kritisch hinterfragt, wie zum Beispiel das Café Elbterrassen mit seinem "Angebot" zur Happy Hour. Wenn die selber das schon in Anführungszeichen setzen, weil sie sich augenscheinlich nicht sicher sind ob fünfeinhalb Euro für einen Cocktail gerechtfertigt sind, dann sollte man vorher mal einen Blick riskieren was da ins Glas kommt.

Zu meiner Überraschung kam mir das sehr bekannt vor, denn diese Cocktails habe ich schon einmal testen können. Für relativ teure drei Euro pro 0.2 Liter in der Pappdose, allerdings musste ich für das Eis sorgen, das Glas stellen, später selber abwaschen, sowie die Dose schütteln und aufreißen. Zugegeben, ich hatte nur meinen Balkon, und der bietet nicht die traumhafte Aussicht auf den Museumshafen.

Nennt mich geizig, aber ich war nicht bereit dafür den beinahe doppelten Aufschlag zu bezahlen, denn wenn ich das Schild daneben ähnlich interpretiere, dann muss man das wahrscheinlich auch noch selber machen. Wir haben dann zwei Ecken weiter bei ähnlich guter Aussicht ein Alsterwasser genommen. Nicht aus der Dose.

Alsterwassermusik: Paul Simon - Graceland


Montag, 3. September 2012

Sprayer, Clowns und viel Jongleure















Am siebten Tage sollst du ruhen, sagt das alte Testament jedenfalls, und nach dem anstrengenden Fußballsamstag hatte ich das eigentlich vor. Auf dem Balkon war es allerdings vor Hitze nicht auszuhalten, und wer weiß wie viele gute Tage der Sommer noch übrig hat, also hab ich mich Nachmittags wieder aufgerafft und bin nach Altona gefahren. In der letzten Woche waren mir diverse STAMP Plakate aufgefallen die mein Interesse weckten. Nicht etwa eine Veranstaltung von Philatelisten, sondern die Abkürzung von Street Arts Melting Pot, das versprach viele bunte Motive und Unterhaltung mit Anspruch, immerhin geht es um Straßenkunst
Wohl um die Gassen von Altona und Ottensen etwas zu entlasten beschränkte sich der Bereich auf die Fußgängerzone der Großen Bergstraße, der einzig hässlichen Ecke in der ganzen Gegend. Ein heruntergekommenes Einkaufszentrum, Bausünde der siebziger Jahre, demnächst "aufgewertet" durch eine neue Filiale des schwedischen Möbelriesen, letzte Hoffnung der verbliebenen Einzelhändler auf eine Belebung der Straße. Früher sind wir da höchstens hin um bei Filippi Eis zu essen, aber der wird von der Eisliebe inzwischen um Längen geschlagen, auch wenn man da manchmal zwanzig Minuten anstehen muss.

Die ersten Klänge die an mein Ohr drangen waren eindeutig in Richtung Balkan zu verorten. Bandaradàn, Straßenmusiker aus Italien, nicht nur musikalisch sehr ansprechend, auch die Show war recht witzig. Ich war nur froh die Kamera um den Hals zu haben, damit fiel ich als Kombattant des Bananenduells aus, für das unter den Zuschauern ein Opfer gesucht wurde. Am ungewöhnlichsten aber: sie kamen ganz ohne Jonglage aus. Das gelang ansonsten nur den Sprayern, denen man bei der Arbeit zusehen konnte, und den Kindertanzschulen mit ihren Breakdancedarbietungen.

Vielleicht war Sonntag ja der Tag der Jongleure, ich hab das Programm nicht so genau studiert. Möglicherweise hat Straßenkunst mehr zu bieten als bunte oder lustige Jongleure, vielleicht versuche ich im nächsten Jahr mehr herauszufinden. Aber nur wenn an dem Wochenende kein Heimspiel ist, am Sonntag haben die drei Stunden Kampf im Gedränge um einen halbwegs vernünftigen Standort meinen letzten Nerv geraubt, und ein nervtötendes blaues Basecap mindestens vier hervorragende Aufnahmen versaut. Man sollte immer einen Klapphocker dabei haben.  

Musik: The Juliana Theory -  Deadbeat Sweetheartbeat




























Sonntag, 2. September 2012

Im Norden zeitweilig trübe














Vorspiel
Bevor mich der Wecker heute früh aus dem Schlaf holen kann klingelt mein Handy. Da es auf die fünf Minuten Schlaf mehr oder weniger nicht ankommt geh ich ran und hätte fast im Lotto gewonnen, die Gegengeradendauerkarte ist dank Schwangerschaft immer noch verfügbar solange es da keine Sitzplätze gibt. Diesmal konnte ich selber vorsorgen, ich hab Steh Nord, drei Karten aus der Mitgliedertelefonlotterie.
Eine halbe Stunde später klingelt das Telefon erneut, der dritte Mann ist nicht aufzufinden, jetzt habe ich sogar eine Karte zu viel. Da reißt man sich den Arsch auf um Karten zu bekommen und dann sowas.

Zum Frühstück ein paar schnelle Scheiben Toast mit Thunfischsalat als kleine Grundlage, kein Orakelblödsinn heute. Alles was ich aus Sandhausen hätte besorgen können wäre Bier aus Sandhäuser Hopfen gewesen, und ich trinke kein Bier zum Frühstück. Schlimm genug, dass ich schon mittags im Stadion Bier trinken muss, auch nicht wirklich meine Zeit.

In der U-Bahn treffe ich Herrn L., eigentlich wollte ich eine Stunde vor Anpfiff auf dem Platz sein, im Norden ist es immer so eng. Daraus wird natürlich nichts, weil ich noch im AFM Büro meine überflüssige Karte abgeben will. Da stehen schon eine Menge Leute an, und ich müsste meinen Namen oder irgendwas hinterlassen, damit mir das Geld ausgezahlt werden kann wenn die Karte weggeht sagt die junge Dame. Das ist mir zu viel Bürokratie, dauert alles zu lange, ich überlass ihr die Karte, soll sie irgend jemand damit glücklich machen oder die Kohle der AFM spenden, ich will jetzt ins Stadion.

Das gelingt zwar relativ zügig, wird aber sofort wieder von Herrn L. eingebremst, der vor dem ersten Bier noch schnell eine Bratwurst futtern will. Genau aus diesem Grund hab ich gestern noch schnell Thunfischsalat gemacht, damit ich zu Hause die Grundlage schaffen kann. Schnell noch ein Bier geholt und los, die besten Plätze sind natürlich besetzt, aber ich hab schon schlimmer gestanden.

Gestanden hat wohl auch das Bier, in der Sonne des Vortages vielleicht, heute ist es ja nicht so heiß. Trotzdem würde ich mich gerne erfrischen, von einer anständigen Trinktemperatur ist das Zeugs aber leider meilenweit entfernt, da hab ich die Nordkurve besser in Erinnerung.

Ich bewunder die Kinder, die über Stunden durch einen Schal gesichert am Zaun hängen und frag mich, wie die das aushalten so lange auf einem Stück Draht zu stehen. Mache ein paar Fotos und warte auf Hells Bells, schließlich soll die Gegengerade heute in Konfetti versinken, nachdem beim ersten Spiel noch darum gebeten wurde die Baustelle zu verschonen. Herr L. hat seine Kamera ebenfalls mit und zeigt mir grinsend das Display, auf dem Millerntor-Stadion steht. GPS ist schon ne tolle Erfindung, aber in der Regel weiß ich wo ich bin.

Die Konfettiwerfer entpuppen sich dann als die üblichen Verdächtigen, also die Ecken in denen auch auf der alten Gegengerade immer Konfetti geworfen wurde, viel mehr ist das heute auch nicht. Dafür hat Ultrà Sankt Pauli wieder eine schöne Choreo zusammengebastelt für das Spiel, was schicke Fotomotive angeht ist auf die Jungs und Deerns echt Verlass. Leider kann man sich auch immer auf dumme Kommentare verlassen bei solchen Gelegenheiten, hinter mir ledert einer los gegen USP was das Zeug hält, Dauerlala, Vorsänger, Kinderkram, Fußball is auf'm Platz, der übliche Schmonz, den ich einfach nicht mehr hören kann. Nach einer Weile wird's mir zu blöd und ich frag, "Alder, was is'n eigentlich Dein Problem?"

Darauf folgt der übliche Dünnsinn von dreizehnjährigen Kindern in der U-Bahn, die alle Lieder auswendig kennen, aber die Mannschaftsaufstellung nicht wissen, weil sie sich überhaupt nicht für Fußball interessieren, die gucken ja nicht mal auf den Platz wenn sie auf dem Zaun sitzen, und blablabla.  Unglaubliche Geschichten, ich glaub sie auch nicht und hau ihm den Blödsinn um die Ohren, bis er versucht einzulenken. Er wär ja eigentlich auch liberal. Das sind die größten Vollpfosten sag ich, die Liberalen haben uns alle ins Unglück gestürzt. Damit ist die Diskussion vorerst beendet, wichtig ist auf'm Platz.

Spiel (1)
Die Jungs haben was gutzumachen nach dem Trauerspiel in Cottbus. Daher ist das Mindeste was ich heute erwarte Einsatz, Kampf und Leidenschaft. Der Wille muss da sein, die drei Punkte zu holen. Im Ansatz sieht das auch vielversprechend aus, aber nach 5 Minuten wackelt die Abwehr, Sandhausen kommt frei vor dem Tor zum Kopfball, das sah sehr knapp aus. Kurz darauf fällt Daube im Strafraum, die rechte Ecke der Nordkurve schreit Elfmeter, die ist näher dran. Der Schiedsrichter ist wohl noch näher dran, es gibt leider keinen. Es dauert fünfzehn Minuten bis die Jungs das Spiel halbwegs im Griff haben, ganz besonders Avevor gefällt mir, wenn seine Bälle irgendwann auch noch einen Abnehmer finden würden...
Sandhausen steht dicht gestaffelt und sehr tief, genau so muss man gegen St.Pauli spielen, es gibt kein Durchkommen, dafür eine Mordschance auf der anderen Seite die Tschauner gerade noch beseitigen kann. Danach spielen fast nur noch wir, aber viel zu verkrampft. Die Angst des Spielers vor dem Torschuss, im 16er geht gar nichts und die wenigen Distanzschüsse gehen vorbei. Kurz vor der Halbzeit kommt noch einmal Druck durch zwei Ecken und Druck von den Rängen, eine Führung zur Pause wäre die willkommene Erleichterung, klappt aber leider nicht. 0:0, trotzdem zeitweilig recht unterhaltsam.

Zwischenspiel
Der Pfosten hinter mir hat sich schon zehn Minuten vor der Halbzeit auf den Weg in Richtung Zapfanlage begeben, zehn Minuten vor Spielende wird er es wieder tun. Zwischenzeitlich gibt es spannende Erzählungen vom Nachwuchs einer Bekannten, der schon Sankt Pauli sagen kann, wenn auch noch etwas undeutlich, aber die Eltern wären unglaublich stolz. Für solche Geschichten kann man auch mal mit dem Rücken zum Spielfeld stehen. Von wegen Fußball ist auf'm Platz. Auf mein "erzähl Du mir bloß nichts mehr über Support" reagiert er nur mit debilem Grinsen. Gegen Aalen werd ich mir eine andere Ecke aussuchen, mal gucken wo Nord-Support so steht. Ich brauch es lauter, diese Ecke ist eher lau was das angeht. Ebenso lau wie das Pausenbier, müssen wir Strom sparen oder warum läuft die Kühlanlage nicht richtig?
Bier holen in der Nordkurve ist anstrengend, in der Gegengerade weiß ich wo es schnell geht, hier schaff ich es grad zum Anpfiff. USP hatte scheinbar eine bunte Halbzeitchoreo zu bieten, die Herr L. selbstverständlich nicht mit seiner extra mitgeschleppten GPS Kamera fotografiert hat, schade eigentlich.

Spiel (2)
Die Mannschaften kommen unverändert auf den Platz, bisher hab ich auch keinen Grund gesehen für einen Wechsel. Die Jungs legen los wie die Feuerwehr, irgendwann läuft das Spiel nur noch auf ein Tor. Das verdammte Runde will nicht ins verdammte Eckige, verdammt. Trotzdem mach ich mir keine allzu großen Sorgen, der Knoten muss einfach mal platzen, wenn die so weiterspielen muss einfach ein Tor fallen. Der Einsatz muss belohnt werden, aber er wird nicht, was zum einen dem gelben Mann im Tor der Sandhäuser zu verdanken ist, zum anderen den Nerven unserer Stürmer.
 Bis zur 70. Minute, als ausgerechnet Fin Chancentod Bartels den Ball mit der Brust annimmt und die Pille volley aus 16 Metern in den Knick hämmert. Woohoo, was für ein geiles Tor. Das guck ich mir in der Flimmerkiste garantiert noch ein paar mal an.
Kurz darauf der schockierende Ausgleich, der keiner ist, was man aber nicht wissen kann weil der Linienrichter unglaublich spät die Fahne oben hat, der Mann richtet die Linien heute in Zeitlupe. Abseits, puuh. Kaum hab ich mir den Schweiß von der Stirn gewischt klingelt es erneut, dieses mal auf der richtigen Seite. Erneut ist Bartels beteiligt, der flankt auf Ebbe und wenn da nur noch ein Torwart zu überwinden ist, dann ist Ebbe genau der richtige Mann für die Aufgabe.
Wie gut dass ich nicht der Trainer bin, sonst hätte Ginczek schon seit zehn Minuten für ihn gespielt.

Der beruhigende Vorsprung beruhigt keine zehn Minuten, dann machen sie es wieder spannend, der 2:1 Gegentreffer war nicht unbedingt nötig, aber als Endstand ist das in Ordnung. Verdienter Arbeitssieg ohne großen Glanz, aber mit Fortschritten. Sandhausen dürfte allerdings auch nicht der Maßstab sein.

Meist gefeierter Mann des Tages ist Ex-Capitano Morena, der am Ende seine verdiente Würdigung für neun Jahre Sankt Pauli erhält, und sich mit Kindern auf die Ehrenrunde begibt. Sehr ungewohnt ihn auf der anderen Seite spielen zu sehen, aber der wird für mich immer ein Sankt Paulianer bleiben.

Nachspiel
Nicht alles am Norden ist trübe, nette Leute wie die Pauliane und den Quotenrocker trifft man dort auf der Treppe, verliert sie aber spätestens nach zehn Minuten im Gedränge wieder aus den Augen. Eine Massenpanik in der Ecke möchte ich mir nicht vorstellen, von Fluchtwegen hab ich andere Vorstellungen.
Herrn L. zieht es auf die Couch, Stehplätze sind zu anstrengend, ich mach mich auf den Weg zum AFM Container, da wartet ein Sitzplatz auf mich. Keine Ahnung wie Koschi und Herr B. es immer schaffen dort Platz auf den Bänken zu kriegen, aber sehr angenehm für die alten Knochen. Das Bier ist auch deutlich kälter als im Norden. Herr B. kann sich nicht so recht für den Weg nach Hause begeistern, seine Gattin will ihn noch auf den Stellinger Wasserturm schleppen, 222 Stufen oder so, und ihm ist mehr nach Couch und Sportschau. Daher schlägt er noch ein Bier im Jolly vor, so etwas nennt man im Fußball Zeit schinden, kann man ne Karte für kassieren. 
Unterwegs quatscht mich eine Tante von der Fernsehlotterie an, ist ja immerhin unser Sponsor gerade, also hör ich halbwegs offenen Ohres zu. "Hätten Sie vielleicht Interesse an einem Los der Fernsehlotterie?" Ich überlege kurz, da fängt mein Magen an zu knurren. Toastbrot hält nicht lange vor. "Wenn ich ehrlich sein soll," entgegne ich ihr, "hätte ich gerade mehr Interesse an einer Bratwurst."  Das stürzt sie sichtlich in Verwirrung, aber ich habe keine große Lust ihr die Gründe zu erörtern und lasse sie stehen, nicht ohne ein freundliches Lächeln zum Abschied.

Entspannte 3-Punkte-Musik: Peter Gabriel - So (klicken macht Bilder groß)