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Donnerstag, 23. Oktober 2025

Kühlschrank to go

 













So manch einer wird das Problem kennen: Man sitzt bei sommerlichen Temperaturen im Garten und hat sich gerade ein kaltes Bier eingeschenkt, da fällt einem ein, dass man ja noch den Rasen mähen wollte. Eine Stunde später ist der Rasen gemäht – und das Bier pisswarm und ungenießbar. Oder man sitzt vor dem Rechner und hat beim Zocken alle Hände voll zu tun, sich der Monsterhorden zu erwehren, während die Eiswürfel im Gin Tonic fröhlich vor sich hinschmelzen und das Getränk verwässern.

Für Liebhaber eiskalter Erfrischungen ein untragbarer Zustand. So kam ich schon auf die Idee, den doch eher selten genutzten Flachbettscanner gegen einen Tischkühlschrank einzutauschen. Aber mal ganz abgesehen vom zusätzlichen Stromverbrauch – will man wirklich am laufenden Band einen Kühlschrank öffnen und schließen, nur um einen Schluck zu nehmen?

Hätte ich mich letztes Jahr auf Teneriffa stärker für die stylischen Trinkflaschen der Mädels interessiert, in denen die Eiswürfel auch nach zwei Stunden am Pool kaum an Masse eingebüßt hatten, wäre ich wohl schon früher auf die Lösung gekommen. Denn die Firma Stanley stellt neben diesen schicken Trinkflaschen auch allerlei andere Gefäße her, die Getränke zuverlässig kühl halten.

Unter anderem den Stanley Adventure Vacuum Stein Bierkrug mit einem idealen Fassungsvermögen von 0,7 Litern – darin bleibt das Bier auch nach einer Stunde Rasenmähen eiskalt, und die Eiswürfel überstehen sogar den zweiten Gin Tonic.

Ob das bei sommerlicher Hitze ebenso gut funktioniert, werde ich leider erst nächstes Jahr testen können. Aber da kein vernünftiger Mensch sein Trinkgefäß in die pralle Sonne stellt, bin ich da durchaus optimistisch.

 

Foto dazu: Stanley Beer Stone / Samsung A33

Musik dazu: Frightened Rabbit -  Painting Of A Panic Attack

Mittwoch, 23. Juli 2025

Stabil bleiben

 









 

Jährliche Vertragsverlängerungen von Fans sind nicht außergewöhnlich und daher keine Schlagzeile wert – handelt es sich doch meist um eher kleine, dreistellige Investitionen. Für knapp 500 Euronen bekomme ich dieses Jahr zusätzlich noch eine Karte für das „Auswärtsspiel“ im DFB-Pokal bei mit Eintracht Norderstedt – also insgesamt 18-mal die Möglichkeit zum Stadionbesuch.

Damit konnte ich immerhin ein klein wenig dazu beitragen, dass Spieler wie Andréas Hountondji, Mathias Pereira Lage, Ricky-Jade Jones oder Joel Chima Fujita verpflichtet werden konnten. Lauter klangvolle Namen, die vorher niemand gehört hatte – außer Andreas Bornemann, dieser Fuchs. Zusammen, so die Hoffnung, sollen diese Jungs mehr Tore schießen als Philipp Treu, Elias Saad und Morgan Guilavogui, die wohl selbst zum doppelten Dauerkartenpreis nicht zu finanzieren gewesen wären. Das tut weh, gehört aber in dieser Liga zu den nicht behandelbaren chronischen Schmerzen, die man als Fan ertragen muss.

Ob das alles so klappt, wie es sich der ausgefuchste Sportchef und der nicht minder ausgefuchste Trainer vorgestellt haben, wird auch davon abhängen, ob unsere im letzten Jahr so stabile Defensive in der kommenden Saison stabil genug bleibt, um am Ende wieder über dem Strich zu landen. Das wäre äußerst wünschenswert, denn allein der Gedanke an die Anstoßzeiten der zweiten Liga lässt mich schaudern.

Also: stabil bleiben! Klasse halten! Fußballgötter werden!

 

Foto dazu: Dauerkarte FC St.Pauli Saison 25/26 und Eintrittskarte gegen Eintracht Norderstedt 

Musik dazu: Black Sabbath - Black Sabbath / Paranoid / Masters Of Reality RIP Ozzy 

Montag, 19. August 2024

Fette Beute

 










Man muss nicht zwangsläufig jemanden als Gauner bezeichnen, nur weil er keine Lust hat jede Woche seine Waren neu auszuzeichnen. Schließlich ist ein Apfel auch nur ein Apfel, ganz egal ob Granny Smith, Golden Delicious oder etwas tatsächlich essbares. Nach den miserablen Erfahrungen mit Hamburger Obsthändlern im letzten Jahr bin ich allerdings sehr empfindlich bei Zwetschgensorten und sehr früh im Monat schon investigativ unterwegs.

Glückes Geschick beschert mir tatsächlich die ersten zwei Kilo echter Bühler im Ahrensburger Früchtestübchen, vier Tage später hat sich laut Auszeichnung weder Preis noch Sorte geändert. Was da in der Auslage liegt weist aber nicht mal im Entferntesten eine Ähnlichkeit mit Bühlern auf, ich vermute eher Čačaks Schöne und daraus sollte man meiner Meinung nach allerhöchstens schönen Slivovic brennen

Statt erbost den Laden zu verlassen beginne ich ein ernsthaftes Gespräch mit dem Inhaber und das trägt tatsächlich Früchte, im wahrsten Sinne des Wortes. Nachfragen beim Großhandel ergeben zwar vorerst ein trauriges Bild, aber es sollen wieder welche reinkommen in der nächsten Woche und er würde mir dann welche besorgen.

Nun, heute ist nächste Woche und die nächsten zwei Kilo warten auf die Verarbeitung, mit der ich sogleich beginnen werde. Möglicherweise habe ich wieder einen Obsthändler des Vertrauens, wir werden sehen.

Foto dazu: Bühler Zwetschgen - Samsung A33

Musik dazu: Shirley Holmes - Die Krone der Erschöpfung

Montag, 17. Juni 2024

Darmstadt für Fortgeschrittene Teil 3: Das Bierparadies

 









 

Dauerregen im Urlaub kann auf das Gemüt schlagen und zwingt zu überdachten Aktivitäten wie z.B. Museumsbesuchen. Im Hessischen Landesmuseum läuft noch bis Anfang Juni eine Sonderausstellung zum Thema Tod & Teufel und steht dabei in direkter Konkurrenz zur Dauerausstellung "Finde Dein Bier zwischen 1500 Sorten" im (ehemals) größten Biermarkt der Welt und die Interessenlage ist eindeutig, denn der Pappenheimer hat alkoholfreies Kehrwieder Coconut Grove auf der Webseite gefunden. 

Das muss unbedingt in unseren Kühlschrank und schließlich ist auch ein (ehemals) größter Biermarkt der Welt so etwas wie eine örtliche Sehenswürdigkeit. Alkoholfreie Bierspezialitäten finden sich reichlich in den Regalen und Gängen, bleifrei ist schwer angesagt, Flasche auf Flasche wandert in den Wagen, so dass ich bald um den Platz für meine wenigen Pullen kämpfen muss.

Das ist einer dieser verfluchten Läden, bei denen ein genauerer Blick auf das Sortiment an nur einem Tag die Urlaubskasse sprengen kann, weshalb ich die wirklich gefährlichen Gassen lieber gar nicht erst betrete. Statt einfach einen Sixpack Grohe Pils einzupacken wende ich mich, von der Vielfalt etwas überfordert, exotischem Gebräu aus England und Belgien zu. Dabei kann ich mich nicht entscheiden und such das irgendwann nach Farbe aus.

Wird spätestens dann bestraft, wenn man das Zeug auch alleine trinken muss.


Fotos dazu: Samsung A33

Musik dazu: Pearl Jam - Yield / Binaural

 


 

Freitag, 24. Mai 2024

Heute hier, morgen fort: Die große Lebensmittelverschwindung

 









Der neue Edeka Supermarkt an der Ecke ist voll super, deswegen heißt er ja auch Supermarkt. Neben den Grundnahrungsmitteln überrascht er immer wieder mit außergewöhnlichen Angeboten, von exotischen Früchten in der Obstabteilung bis hin zu kreischend bunten amerikanischen Süßigkeiten im XXL Family Pack. Da außer mir anscheinend keiner bereit ist 5 Euro für eine Amalfi Zitrone hinzulegen oder drei verschiedene Sorten Drachenfrucht zu probieren, hat sich das meist nach kurzer Zeit wieder erledigt mit dem Angebot, was man bei frischer Ware schon verstehen kann, bei vielen anderen Produkten aber ein ausgesprochenes Ärgernis ist.

Steht da doch seit Monaten ein schickes kleines klappriges Holzregal mit italienischen Nudeln und die scharfen roten Tagliatelle Peperoncino sind exakt das, was zu meinen Gambas in Portweinsahne passt. Natürlich sind diese Tagliatelle auch als erstes weg, was nicht an mir alleine liegen kann, bei den lächerlichen zwei Paketen die ich noch erwischt habe. 

Man ahnt es schon, hier wird niemals nachgefüllt, erst wenn die letzten drei Packungen Fettuccine Seppia und Tagliolini al limone genug Staub angesetzt haben fliegt der Rest inklusive Regal in den Müll und man kann sehen woher man in Zukunft seine roten Tagliatelle bekommt.

Ähnlich bescheiden sieht es in der Getränkeabteilung aus, in der ein Hannoveraner Startup seine "Limomente" vorgestellt hat, von denen die Sorte Kirsche-Waldmeister wohl nicht nur bei mir auf viel Zuspruch stieß, in drei Tagen komplett weg - und ich war es nicht. Nach Wochen des vergeblichen Wartens auf Nachschub entdeckte ich das Zeug bei einem anderen Edeka, der noch drei Pullen im Kühlregal hatte, wo sie wohl niemand entdeckt hat.

Im Regal selber verstauben die Reste an Apfel-Minze und Kirsche-Rose, was mich nicht weiter wundert, das eine ist zu gewöhnlich, das andere nix für Aleman. Aleman wolle keine Rose kaufe.

Der Ersatzsupermarkt erwies sich dann als weiterer Quell der Inspiration, die haben nicht nur die sauteure englische Gartenerdbeermarmelade im Regal, für die ich Idiot im Internet 5 Euro mehr bezahlt habe, die haben auch Mrs. Darlington's Legendary Orange Curd, von dessen Existenz ich bisher nichts ahnte. Ein legendäres Lemon Curd von Mrs.Darlington war leider nicht zu finden, also nahm ich das letzte Glas Orange mit. 

Leider ist das Zeug der Hammer, weshalb ich latürnich sofort das zitronige Gegenstück haben will, doch auch auf Nachfrage konnte mir niemand sagen, wann und von wem das nachgefüllt wird, weil die zwei Reihen der Mrs. Darlington im Regal nicht von Edeka bestückt werden.

Nach sechs Wochen haben sie es endlich geschafft und wahrscheinlich war es ein Fehler, nur ein Glas mitzunehmen. Sollte das Zeug ähnlich gut sein wie das Orange Curd, sind die Regale inzwischen garantiert wieder leer.

Nicht länger suchen muss ich jedenfalls nach Lychee im Fruchtsaftgetränkeregal. Nachdem es die Firma Zentis schon vor vielen Jahren geschafft hat, ihre einzige richtig gute Sorte aus dem Programm zu nehmen und mich damit zum Zentistotalverweigerer zu machen, hat die Firma Rauch jetzt nachgelegt und den einzig trinkbaren "Saft" aus ihrer Happy Day Serie aus dem Programm genommen. Man kann sich weiter mit Blaubeer, Himbeer, Erdbeer und Honigmelone überzuckern, aber eiskalter Lychee ist vorbei. 

Hatte nicht mehr so viele Fans sagt die Firma. Die müssen alle bei mir um die Ecke wohnen, denn wenn mal wieder eine Reihe Lychee im Regal stand war sie schnell auch wieder weg.  

Wahrscheinlich eher unfreiwillig aus den Kühltruhen verschwunden ist Häagen-Dazs - und zwar ziemlich zeitgleich aus sämtlichen Kühltruhen die man so kennt, Rewe, Edeka, Famila, Kaufland, sogar die lokalen Pizzalieferanten haben nur noch B&J im Programm. Bei Rewe soll das durch Mälzer & Fu ersetzt werden, ausgerechnet der kleine Timmi, dessen Produkte oft eine Halbwertszeit von einem Jahr nur mühsam erreichen, soll jetzt meine Lieblingssorten ersetzen.

Eis wird dann wohl in Zukunft auch nur noch vom Fachhandel bezogen. 

Foto dazu: Samsung A33

Musik dazu: Sea Level - Sea Level / Cats On The Coast


G
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Dienstag, 12. September 2023

Ein Alptraum in Blau

 









 

Wenn ich in den letzten Wochen etwas gelernt habe, dann dies: Der Beschiss lauert vielleicht an jeder Straßenecke, noch viel mehr lauert er aber im sogenannten Fachhandel, denn heutzutage ist es scheinbar ausreichend, wenn man den Unterschied zwischen Kartoffel und Ananas kennt, um einen Fachhandel für Obst und Gemüse zu eröffnen. So etwas wie Waren- oder gar Sortenkunde ist dafür augenscheinlich nicht nötig.

Rechtzeitig vor Beginn der Zwetschgensaison geht meine einzigartige und wunderbare Fachhändlerin in Rente und übergibt ihr seit 40 Jahren existierendes und florierendes Geschäft an ihre Nachfolger. Ein Drama in mehreren Akten, denn die Nachfolger haben momentan überhaupt keine Zwetschgen im Angebot, wissen auch nicht wann oder ob sie überhaupt welche bekommen und schon gar nichts von irgendwelchen Sorten. Wenn die Existenzgründung so anfängt seh ich schwarz.

Folglich geht die Suche nach einem zuverlässigen Fachhändler wieder los, der außer bei Kartoffeln und Ananas auch auf dem Gebiet des deutschen Kernobstes die nötige Expertise besitzt und das ist, zumindest im Norden dieser Republik, ein Ding der Unmöglichkeit.

Fachhändler*in Nummer 1 erklärt mir, die Zeit für Bühler wäre längst vorbei. Auf meinen Einwand, ich würde schon seit 40 Jahren im August Bühler Zwetschgen kaufen, weil die Dinger halt im August reif sind, kommt nur ein schnippisches "wir bekommen jedenfalls keine mehr" und das ist immerhin eine Aussage, mit der ich etwas anfangen kann. Hier muss ich in Zukunft nicht mehr nachfragen und das erspart Zeit.

Fachhändler Nummer 2 berichtet strahlend, sie hätten NUR Bühler im Angebot und wühlt dabei demonstrativ mit beiden Händen in der Zwetschgenauslegeware herum, die auf den ersten Blick weder von der Farbe noch von der Größe auch nur die kleinste Ähnlichkeit mit Bühlern hat. Dabei fällt mir ein, dass der vor drei Jahren schon mit beiden Händen in seinen Fakezwetschgen gewühlt hat und ich damals schon keinen Bock auf eine falsche Sorte Corona-Obst hatte.  

Fachhändler Nummer 3 ist im Netz eine große Nummer bei den Bewertungen, hat zwei Filialen in teuren Einkaufszentren mit entsprechendem Publikumsverkehr aber NOCH keine Bühler wobei das nächste Woche schon anders aussehen könnte, schließlich hätte die Saison gerade erst begonnen. Leider klingt das in der nächsten und auch in der übernächsten Woche ähnlich, Cheffes im Hintergrund genölter Kommentar "wir haben sehr aromatische Sorten im Angebot" klingt für mich wie "such woanders." Ja, mach ich.

Fachhändler Nummer 4 entpuppt sich als Hauptfiliale der Nachfolger, muss seinen Großhändler fragen ob Bühler eine Sorte wäre und ob er diese besorgen könnte. Die Antwort ist zwar äußerst unbefriedigend für mich, aber immerhin hat der Fachhändler etwas dazugelernt. Better luck next year?

Fachhändler Nummer 5 muss ich kurz in einem Kund*innengespräch unterbrechen. Er fragt, freundlich lächelnd, ob das denn keine Bühler wären in seiner Auslage, worauf ihm die Kundin detailliert den Unterschied in Aussehen, Geschmack etc erörtert und ich wünschte, diese Kundin würde irgendwo ein Fachgeschäft eröffnen. Endlich jemand mit Ahnung, aber leider ohne Obstladen.

Fachhändler Nummer 6, 7 und 8 befinden sich auf dem Wochenmarkt, mit eigenen Erzeugnissen aus dem Alten Land. Damit kann ich leider nichts anfangen und ja, die muss ich nicht probieren, ich weiß dass die schmecken, aber für meine Zwecke halt nicht geeignet sind. Ich wünschte es wäre anders, das würde viel erleichtern.

Fachhändler Nummer 9 ist der letzte auf dem Markt und hat tatsächlich Bühler, jedenfalls steht das auf dem Schild, auch wenn die nicht so aussehen und nach Wochen verzweifelter Suche bin ich so blöde und fall darauf rein. Ich hätte nicht gleich auf 4 Kilo hereinfallen müssen, aber so lernt halt jeder ein wenig dazu, zum Beispiel wem man trauen kann. Vielleicht ja dem Internet?

Seit Jahren weigere ich mich standhaft, Bücher im Internet zu bestellen und soll jetzt Obst online kaufen? Das wäre sogar möglich, nur müsste ich zehn Kilo abnehmen um den Mindestbestellwert zu erreichen, oder ein paar sündhaft teure exotische Früchte dazulegen, was dem ohnehin nicht unerheblichen CO2-Fußabdruck noch einen gigantischen Boost hinzufügen würde.

Eine weitere Recherche zeigt das ganze Drama: Bühler sterben langsam aus, die Sorte ist nicht so gefragt. Der Trend geht mehr zu großen, in Bodennähe wachsenden Früchten, die einfacher und billiger geerntet werden können, meist in Ländern mit billigeren Arbeitskräften und der scheiß Trend kann mich mal am Arsch lecken weil ich kein ungarisches Trockenobst kaufen werde.

Eher baller mir ein paar Kühlboxen in den Kofferraum und fahr nächstes Jahr persönlich nach Baden-Württemberg.   

Foto dazu: Keine Bühler

Musik dazu: Nightmares on Wax - Smoker's Delight / Carboot Soul




Donnerstag, 22. Juni 2023

Die wunderbare Aufstiegsfeiermitmachkarte

 









Einmal im Jahr darf ich ein paar große Geldscheine gegen ein kleines Plastikkärtchen eintauschen, mit dem man immerhin 17 Mal richtig viel Spaß haben kann. Oder auch nicht, je nachdem. Dieses Jahr ist der Spaß aber garantiert und wird in einer großartigen Aufstiegsfeier enden, das sagen zumindest die Experten in meinem Umfeld, die sich in ebendieser Hoffnung ebenfalls so ein Ding leisten. Jedes Jahr wieder, seit Jahrzehnten schon.

Immer in der Hoffnung, dass diese wirklich zuletzt stirbt, was in unserem Alter halt nicht immer gegeben ist. Deshalb: Aufstieg jetzt! Forza Sankt Pauli!

 

Foto dazu: FCSP DK 23/24 - Samsung A33

Musik dazu: Nightmares On Wax - Smoker's Delight / Carboot Soul


Samstag, 11. Februar 2023

Grapparadiesische Zustände

 










Auf der Suche nach aromatischen Amalfizitronen war ich schon kurz davor die Dinger im Internet zu bestellen, inklusive sündhaft teurem Amalfizitronenfruchtaufstrich. Man gönnt sich ja sonst nichts. Da mir das aber zu lange dauern würde und ich die Zitronen JETZT haben will, strenge ich tatsächlich mal meinen Grips an und versuche logische Schlüsse zu ziehen. Amalfizitronen kommen aus Italien, folglich sollte wenigstens der italienische Fachhandel so etwas vorrätig haben und prompt fällt mir auch das Grapparadies ein, das ich viel zu lange nicht aufgesucht habe. Wenn es in Hamburg irgendwo Amalfizitronen gibt, dann garantiert im Grande Mercato von Vincenzo Andronaco.

Der erste Blick fällt auf die übliche saure Netzware, die es in jedem Supermarkt gibt. Nachdem ich den Schreck überwunden habe, entdecke ich die wahrhaft edlen Teile auf der gegenüberliegenden Seite, selbstverständlich mit Ästen und Blättern, weil das so schön dekorativ ist. Für etwas über 5 Euro pro Kilo geradezu ein Schnäppchen, dafür hab ich bei meinem Edeka im letzten Jahr gerade einmal zwei Stück bekommen. 

Natürlich wäre es vollkommen blödsinnig, nur für ein paar Zitronen durch die halbe Stadt zu gurken, den Ausflug muss man schon merken auf dem Girokonto. Mein Lieblingsgrappa ist allerdings mal wieder ausverkauft, die so eingesparten 210 Euro versuche ich sinnvoll an der Frischetheke umzusetzen, was mir trotz 3P (Parmaschinken, Pecorino, Provolone) nicht ganz gelingt, aber im Einkaufskorb ist ja noch Platz. Man könnte vielleicht mal handgeschmirgelte Pasta di Bronzo für sagenhafte 9 Euro kaufen, nur um zu gucken ob der Unterschied zu Barilla und Co. den Preisunterschied rechtfertigt. Für nur 5 Euro mehr gibt es die Pasta aber auch schon gefüllt im Kühlregal, die Tortelloni Garnele/Zitrone wandern in den Korb. Heimspielnachmittagsessen, in 10 Minuten fertig, keine Arbeit und auf irgendwas muss der Pecorino ja auch drauf.

Den Provolone werde ich mir dann als Dessert gönnen, mit etwas Ciliegie e Peperoncino. Das Zeug hatte ich schon fast wieder vergessen, wie günstig dass Vincenzo das in Augenhöhe neben der sizilianischen Mandarinenmarmelade platziert hat, so konnte ich das gar nicht verfehlen. Olivenöl könnte man noch mitnehmen, wenn man nur wüsste, welches von den unzähligen Olivenölen italienische Restaurantbesitzer für ihr Restaurant und welches sie privat benutzen. Ich muss bei den dreißig Sorten im Supermarkt schon grübeln, das hier überfordert etwas.

Richtig guten Limoncello würde ich gerne mal probieren, am besten natürlich einen aus Amalfizitronen, die bisher eher schrecklichen Erfahrungen mit dem Zeug und die Unkenntnis, welche der zahlreichen Sorten ein richtig guter Limoncello sein könnte lassen mich zurückschrecken, dafür finde ich noch etwas für die schnelle Küche. Eigentlich ist Pesto aus dem Glas meist die Pest ohne o, aber wenn das Zeug aus Catania kommt, dreimal so viel kostet wie der Kram von Bertolli und einen Pistazienanteil von immerhin 60% aufweist könnte das einen Versuch wert sein.

Am besten mit teuren Bronzenudeln. Wenn nur eine der Zutaten wirklich etwas taugt wird's schon schmecken.


Fotos dazu: Grappa-Zitronen-Olivenöl / Samsung A33

Musik dazu: Bab L'Bluz - Najda!

 



 

 

 



 

Sonntag, 2. Januar 2022

Fettes neues Jahr

 









Während sich in Deutschland noch Menschen darüber streiten, ob es nun richtig Berliner, Krapfen, Kreppel oder Pfannkuchen heißt, macht sich langsam eine invasive Art im Lande breit, die man bisher nur in den Händen übergewichtiger amerikanischer TV-Cops sah: Donuts.

Heute steht in fast jedem Supermarkt inzwischen eine Vitrine mit in allen Warnfarben schillerndem Fettgebäck, dass jeden Berliner vor Neid erblassen lassen müsste. Dabei hatte man sich mit der Vielfalt doch so viel Mühe gegeben in den letzten Jahren.

Unnötigerweise, wie ich finde. Fiel die Auswahl früher noch relativ leicht, weil man sich nur zwischen klebrigen Fingern oder vollgekrümelten Klamotten entscheiden musste, steht man heutzutage vor der Frage, welche der knapp zwanzig Sorten man überhaupt essen kann. 

Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Puddingfüllung weder mit Eierlikör- noch Baileysgeschmack zu überzeugen vermag, neben ekelerregender Nutellapampe bleiben da nur die traditionellen Füllungen, Apfelmus, Erbeer- oder Himbeermarmelade. Also wieder die Wahl zwischen Zucker und Guss.

Wer sich für die Silvesterfettgebäckverschnabulierung aber mal richtig 'nen Kopp machen will, steuert einen der schicken neuen Donutläden an, die gerade von Franchiseunternehmen in die Obhut hoch motivierter und sehr optimistischer Jungunternehmer gegeben werden. Allein für den Marmorfußboden werden die schon sehr viele Donuts verkaufen müssen.

In der leeren Empfangshalle darf man sich dann bei einem Gratisheißgetränk in den Sessel lümmeln und die umfangreiche Karte studieren. Wer in den über 80 Varianten nichts findet, kann sich kreativ austoben, mit zahlreichen Glasuren, Toppings, Soßen und Füllungen selber etwas zusammenstellen, denn hier wird ohnehin alles frisch zubereitet.

Mein Blick in die Karte fällt, angesichts des eigentlich erschlagenden Angebots, relativ kurz aus. Geschätzt ein Drittel der Donuts ist mit Ferreros Palmölfettcreme bestrichen oder gefüllt und damit sofort von der Liste. Der Standardkringel für zwei Euro ist zwar in weit mehr Farben zu haben als der gemeine Berlinerkrapfenkreppelpfannkuchen, aber geschmacklich garantiert auch nicht beeindruckender.

Optisch beeindruckend hingegen ist die Luxusklasse, für fünf Euro bekommt man sogar frische Himbeeren oder Blaubeeren auf seinen Donut, Hasel- und Erdnüsse, Mandelsplitter, Salzkaramellperlen, Kokosraspeln oder Pistazienkrümel. Selbstverständlich auch allerhand bedenklichen Stuss wie Oreos, Yogurette, Toblerone und Toffifee, nahezu jede Art von Geschmacksknospenschädigung ist machbar, statt Erdnüsse geht auch ein ganzes Snickers.

Mit Ausnahme eines eher traditionellen Apfel-Zimt Gebäcks wird die Auswahl letztendlich mehr durch die Optik bestimmt, denn egal wie die Dinger nachher schmecken, als Motiv für ein sehr buntes Foto müssen die auf jeden Fall herhalten.

Sollte der Laden nächstes Jahr Silvester noch existieren hol ich da wieder welche. Fünf Euro für eine bessere Apfeltasche ist zwar ein stolzer Preis, aber gegen einen Blue Lemon Cross oder einen Raspberry-Pistachio ist ein Berliner kein würdiger Gegner. Nicht einmal mit Himbeer-Prosecco Füllung.

Foto dazu: Royal Donuts / Nikon D7200, Tokina 100mm Makro

Musik dazu: Frank Zappa - Zappa in New York 40th Anniversary Edition   




Sonntag, 22. August 2021

Meine vegetarische Woche

 









Montag: Pflaumenpfannkuchen

Dienstag: Pflaumenpfannkuchen

Mittwoch: Pflaumenpfannkuchen

Donnerstag: Bratkartoffeln, Spiegelei und Sweet Chili Gurken, wegen der Abwechslung. Oder weil ich keine Bühler mehr hatte, was wahrscheinlicher ist.

Freitag: Pflaumenpfannkuchen

Samstag: Pflaumenpfannkuchen

Sonntag: Pflaumenpfannkuchen

 

Was will man machen, wenn man maximal ein bis zwei Wochen im Jahr hat, an denen man sein seit-der-Kindheit-Leibgericht zubereiten kann. Falls man den Zeitpunkt für Bühler Frühzwetschgen nicht verpasst, wie ich im letzten Jahr. Zwei Jahre der Entbehrung, da kann man schon mal überkompensieren, oder?

Hab ich jetzt die Schnauze voll? Kommt das nach einer Woche zu den Ohren raus? Jaaaain, also jetzt gerade schon, darum gibt es ab morgen wohl Spaghetti mit Garnelen und Erdnuss-Pesto und irgendwas leckeres mit Rosenkohl und Birnen, aber nach  zwei Tagen kann das natürlich schon wieder ganz anders aussehen. Eventuell fahre dann noch einmal bei der weltbesten Obst- und Gemüsehändlerin Susanne Jegotka vorbei.

Nur mal gucken. Vielleicht sind ja noch welche da.


Samstag, 14. August 2021

Die Duschen des Jahres










Die Duschen des Jahres 2021, präsentiert vom FC St.Pauli. Dusche Nummer 1, eiskalt, von Daniel-Kofi Kyereh, Dusche Nummer 2, mit Hamburger Coolness, von Finn Ole Becker, Duschen Nummer 3 & 4, dänisch kühl temperiert, von Simon Makienok und nicht zuletzt die Duschen Nummer 5 bis 10, individuell einstellbar, vom Fanshop.

Die vielleicht letzten ihrer Art, zumindest die letzten sechs im Regal des Fanshops, aber eventuell ist ja noch etwas auf Lager. Bei Budni sind die leider nicht mehr erthältlich, weil die Serie wohl ausläuft, der Vertrag mit Budni nicht verlängert wurde oder was weiß ich. Vielleicht auch nur, weil ich es toll gefunden habe, ein veganes zertifiziertes Naturkosmetikprodukt mit tollem Design zu nutzen, das beim Duschen angenehm dezent nach Zitronengras riecht und nachdem man hinterher nicht stinkt, als hätte man sich einen halben Liter billiges Rasierwasser über den Schädel gekippt.

Jetzt sollte man schleunigst herausfinden, was die Profis des magischen FC so benutzen. Sollten die zufällig alle dieses geile Zeugs in der Dusche stehen haben, könnte das eventuell ein Hinweis auf die brutal geile Leistung in den Derbys sein UND DANN MUSS DIE PRODUKTION UNVERZÜGLICH WIEDER AUFGENOMMEN WERDEN!

Wovon ich dann natürlich auch profitieren würde, weil ich nicht glaube, dass sechs Duschgels so lange reichen wie die neue Dauerkarte.

Foto dazu: Lieb doch wen Du willst/DK21/22 - Nikon D7200

Musik dazu: Sølyst - Lead

 

 






Sonntag, 4. Juli 2021

Ein Königreich für Kirschen, zwei für Käse









 

Dass man im Alten Land meist sehr viel frischeres und besseres Obst bekommt, als im durchschnittlichen Hamburger Supermarkt, dürfte so ziemlich jeder Hamburger wissen. Dass man sich dafür unter Umständen zwei Stunden durch den Elbtunnel stauen muss allerdings auch, deshalb käme kein vernünftiger Mensch auf den Gedanken. Also wahrscheinlich keiner, außer mir. Dabei habe ich überhaupt kein gesteigertes Interesse an Obst und Freitagnachmittag die Elbseite wechseln, egal wo, ist die wahrscheinlich dümmste Idee ever, wenn man es nicht unbedingt muss. 

Zu der ich mich allerdings gezwungen sehe, weil mein REWE Supermarkt seit vier Wochen nicht in der Lage ist Hamburger Pfeffersack zu besorgen, diesen unglaublich aromatischen und fantastisch pfeffrigen Käse der Jithofer Käserei, der nur ganz selten mal lieblos in einer Truhenecke lag und natürlich sofort von mir aus dieser misslichen Lage befreit wurde. Restlos, selbstverständlich. Weshalb die Aussage "verkauft sich vielleicht nicht so gut" der blanke Unsinn sein muss, für etwas, das wochenlang überhaupt nicht zu bekommen ist.

Leider befindet sich der Ursprung dieses fantastischen festen Milcherzeugnisses in Bargstedt und das liegt nunmal auf der anderen Elbseite, irgendwo westlich zwischen Buxtehude und Stade. Glücklicherweise sind die Jithofer auch auf Wochenmärkten der Umgebung vertreten, Cadenberge, Hemmoor, Himmelpforten. Für die meisten Hamburger wahrscheinlich der Arsch der Heide, für mich Kindheitserinnerungen an die Fahrten zu Oma und Opa. Elend lange Fahrten allerdings, die ich selbst für den besten Käse der Welt nur ungern in Kauf nehmen würde.

Für den Pfeffersack muss ich Gott sei Dank nur ins Alte Land, nach Jork, was durch die Elbtunnelbaustelle dennoch zu einer äußerst zähen Angelegenheit wird. Dafür fährt man hinterher durch idyllische Örtchen wie Estebrügge (mit einer Brücke über die Este) und Königreich, was auch eine Brücke über die Este hat, aber dazu noch ein Gasthaus und wer immer mal in einem Königreich nächtigen wollte, der könnte das hier tun.   

Auf dem Obstmarschenweg und eigentlich auch auf allen folgenden Wegen, reiht sich ein Obsthof an den anderen. Bis ich am Ziel in Jork ankomme, habe ich bestimmt dreißig Möglichkeiten direkt beim Erzeuger zu kaufen, momentan natürlich sehr viel Kirschen. Knubberkirschen, Dachkirschen, was immer der Unterschied ist, dazu Erdbeeren, Birnen, Stachelbeeren, Kartoffeln, Eier und wie ich die Leute hier kenne gibt es fast alles auch in flüssiger und alkoholischer Form.

Da ich bei Alkoholika eher Wacholder und Hopfen zugeneigt bin, lasse ich das alles liegen und investiere auf dem Jorker Wochenmarkt mein gesamtes Geld in Käse, denn dafür bin ich schließlich hier. Angesichts der großen Auswahl höchst vielversprechender Sorten muss ich mich schwer beherrschen, was nur in Teilen gelingt, weil man scheinbar gar keine Berge benötigt um einen herrlich aromatischen Bergkäse herzustellen, der sofort mein Interesse weckt. Und ja, der ist bestimmt ganz hervorragend geeignet irgend etwas zu überbacken, aber dafür nehme ich doch lieber den Berg-Bergkäse aus dem Supermarkt, um den ist es nicht schade. 

Die restliche Ausbeute reiht sich nahtlos ein, alles oberleckerer Stoff. Dank mangelnder Selbstbeherrschung gibt es jetzt allerdings zwei Wochen lang Käse zu allen möglichen Gelegenheiten, so schnell sieht mich der Elbtunnel also nicht wieder.

Erdbeeren hab ich am Ende natürlich trotzdem noch mitgenommen, wenn man schon mal da ist...Waren dann auch die besten bisher in diesem Jahr.

Fotos dazu: Altes Land, Obstmarschenweg, Rathaus, Hochzeitsbank, Jork, Este, Neuenfelde - Nikon D7200

Musik dazu: Mari Boine - Remixed/Odda Hámis    

 

 

























Mittwoch, 12. Mai 2021

Pandemiebelohnung

 










Seit einem halben Jahr treffe ich mich mit (fast) niemandem, gehe nur für das Nötigste außer Haus, halte Abstand und trage Maske. Überall? Nein, nicht überall, nicht in virtuellen Welten, solange niemand Ansteckungsgefahr bei der Headsetkommunikation nachweisen kann.

Um sich jedoch in zehn Jahre alten virtuellen Welten so richtig gerne aufzuhalten benötigt man inzwischen zahlreiche Hilfsmittel, sogenannte Grafikmods, hochauflösende Texturen, Shader und ähnlichen Klimbim, bei dem einem acht Jahre alten Rechner irgendwann die Puste ausgeht. Wenn ich nicht alle Optionen auf Max stellen kann ist das meistens der Zeitpunkt, an dem ich an eine neue Maschine denke.

Zwei Punkte haben das bisher verhindert, zum einen die Bitcoin-Idioten, die für völlig idiotische Preise bei Grafikkarten verantwortlich sind. Die Dinger kosten in der angepeilten Version nicht nur fast so viel wie der ganze restliche Rotz, sie sind auch noch schwerer zu bekommen als Klopapier in der ersten Welle. Zum anderen der Gedanke an die Bastelorgie, die mir vor zwanzig Jahren noch richtig Spaß gemacht hat, aber da ist halt noch keine Brille auf der Nase herumgerutscht und den Prozessorkühler konnte man zwischen zwei Fingern halten.

Der erste Punkt lässt sich allerdings leicht vernachlässigen, wenn es um reine Rechenleistung geht, indem man einfach die alte Grafikkarte verbaut. Bis die Bitcoinblase platzt muss ich auf aktuelle Hochglanzgames halt verzichten, aber das war eh nicht meine Intention.

Das zweite Problem hab ich ganz geschickt schon vor über 30 Jahren gelöst, indem ich ein Kind in die Welt gesetzt habe (zumindest war ich in geringem Maße beteiligt) und diesem irgendwann beigebracht habe, dass man die eigenen Rechner am besten selber bauen sollte, wenn man lange Spaß daran haben will.

Zu meinem Glück macht ihm das immer noch Spaß und zum Glück für meinen Kontostand findet er auch Aktionen, Angebote, Cashbacks und ähnlichen Kram, auf den ich ganz sicher nicht geachtet hätte, weshalb mein Speicher jetzt hinter 5mm dicken Glasscheiben fröhlich in RGB Farben vor sich hin leuchtet, was niemand jemals sehen wird, falls ich den dicken Klotz nicht doch irgendwann neben, statt unter den Schreibtisch stelle.

Endlich alles auf Max stellen, jetzt wird es nur noch Zeit die Pandemie auf Min und das Wetter auf Max zu stellen, damit man sich auch in der realen Welt wieder aufhalten mag.     


Foto dazu: Thermaltake Level 20 HT, Asus ROG Strix Z-590-E, i7 11700K, 32GB RAM, 500GB Samsung 970 EVO Plus

Musik dazu: Absolute Beginner - Bambule


 


Dienstag, 2. Februar 2021

Wie man Kunden gewinnt (und sofort wieder verliert)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich geht das alles noch und eigentlich ist es auch nur die Lockdownlangeweile, die mich über einen neuen Rechner grübeln ließ. Acht Jahre sind zudem ein stolzes Alter für einen Computer, der auch ab und zu mit Spielen gefüttert werden will. Fällt zwar bei zehn Jahre alten Spielen meist nicht auf, aber wer weiß ob ich nicht auch irgendwann als Cyberpunk durch die Straßen laufen will und dann wird's doch langsam eng.

Eine mehrtägige Informationssammlung ergab allerdings recht schnell, dass alleine die angepeilte Grafikkarte ungefähr halb so viel kosten würde wie mein kompletter letzter Rechner. Wenn man denn eine bekommen könnte, denn durch die ganze Bitcoinfarmerei sind nicht nur die Preise in idiotischen Höhen, es gibt schlicht kaum Karten auf dem Markt.

Eine neue Tastatur könnte man dennoch ins Auge fassen, eine möglichst präzise arbeitende mit präzisen Tasten für meine unpräzisen Finger, weil die alte inzwischen so verranzt ist, dass man einen Liter Waschbenzin und zwei Stunden Arbeit gegenrechnen kann, aber was nimmt man da? Jemanden fragen der sich auskennt, wenn man sich Jahre nicht mit der Thematik beschäftigt hat, beste Idee.

Also das Kind angerufen und einen Lachflash ausgelöst, weil der zu Weihnachten auch nur einen Gutschein bekommen hat, es gibt zur Zeit keine Tastaturen. Zumindest keine mit taktilen Switches, was für Gamer unheimlich wichtig ist und eventuell auch für Menschen mit weniger präzisen Fingern wie mich. Vielleicht auch für Bitfarmer, wer weiß das schon, jedenfalls hab ich einen Ansatzpunkt und der Favorit ist schnell gefunden.

Mein Objekt der Begierde sieht nicht nur schick aus, es hat auch genau alles was ich brauche und nicht eine unnötige Taste mehr, dazu noch einen richtigen Regler für die Lautstärke, den man flugs nach rechts drehen kann wenn die Sleaford Mods laufen und auch schnell wieder nach links wenn der Nachbar klopft, perfekt. Lieferbar in 2 bis 3 Monaten bei Jeff Bezos seinem Kramladen.

Monate scheint zu stimmen, denn auf der Seite des Herstellers steht der gleiche unangenehme Satz: Zur Zeit nicht lieferbar. Dummerweise bin ich einer dieser nervigen Typen, die immer alles sofort haben müssen, wenn sie sich erst mal entschieden haben - und aufgeben ist keine Option. Also alle Platinenhöker und Netzteilversender in Deutschland abgesucht, die Hoffnung stirbt zuletzt - und schließlich ist es ein traditionelles kleines Versandhaus im Norden der Republik, das allen anderen eine Nase voraus ist, weil Nerds da wahrscheinlich niemals nach Hardware suchen: OTTO Versand Hamburg. Auf Lager, lieferbar bis morgen. Strike!

Als Gast bestellen kann man da leider nicht aber, naja, ein Kundenkonto mehr oder weniger ist nun auch egal. Mein von KeePass generiertes 20stelliges Passwort findet Otto zwar nur mittelgut, teilt mir aber immerhin mit, ich hätte erfolgreich ein Kundenkonto eröffnet und könne mich nun einloggen. Bis zur Kundendatenbank scheint sich das noch nicht herumgesprochen zu haben, denn das Passwort ist trotz copy&paste falsch und ein neues schicken können sie auch nicht, weil die Mailadresse im System nicht vorhanden ist. 

Wenigstens auf Twitter ist OTTO fix und verspricht Abhilfe, würde man eine Mail an xxx@ otto.de schicken und das Problem schildern. Ähnlich schnell ist der Autoresponder bei otto.de, der mir Hilfe in etwa 7 bis 10 Tagen verspricht, da man aktuell etwas überlastet wäre und ich kann mir gerade sehr gut vorstellen woran das liegt. Auf Twitter ist man zwar überzeugt, dass es ganz bestimmt auch schneller geht, aber das war vor zwei Wochen und deren Rechner ist wohl noch sehr viel älter als meiner.

Der nächste Kandidat ist ein ganzes Computeruniversum, das immerhin kurzfristig liefern kann, in 3 bis 5 Tagen und dazu noch angenehmere Zahlungsarten zulässt als Paypal. Allerdings werde ich sofort skeptisch, als nach 5 Tagen ein Statusupdate kommt, in dem der alsbaldige Wareneingang verkündet wird. Der Warenausgang in meine Richtung hätte mich mehr interessiert, der findet allerdings auch in den nächsten zwei Tagen nicht statt, dafür ist das Teil laut Webseite tatsächlich gerade lieferbar. Stückzahl:1.

Meins war das wohl nicht, also ruf ich da jetzt an, in Frankfurt. Dort spricht man englisch, jedenfalls der Computer und wenn ich auf die two pressen tu kriege ich jemanden an die Strippe. Der freundliche Mensch guckt sich meine Kundennummer an und weiß zu berichten, dass mir die Tastatur am Montag zugeschickt werden soll. Scheinbar können die nur eine maximale Anzahl an Paketen pro Tag verschicken, aber wenn man am Montag halt in der Liste steht..

Ganz sicher ist die bis dahin auch wieder auf Lager. Ganz sicher bin ich nicht, entdecke aber gleichzeitig, dass Bezos sein Kramladen die inzwischen wieder liefern kann - bis morgen. Das ist gleichzeitig das Ende meiner Geschäftsbeziehungen zum Computeruniversum und wenn DHL das Paket nicht dreimal ums Auto getragen hätte, wäre es auch am nächsten Tag hier gewesen. 

Genau das ist der Grund, warum das Arschloch Bezos jedes Jahr Milliarden verdient und der Rest einfach keine Kunden mehr locken kann. Falls Otto sich tatsächlich irgendwann meldet kann ich denen immerhin jetzt einen Link schicken und muss nichts weiter schreiben.


Foto dazu: Roccat Vulcan 120 / Nikon D7200

Musik dazu: Sleaford Mods - Key Market / English Tapas / Spare Ribs


 

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Kaufrausch im Nerdshop









Graphic Novels heißen heutzutage diese Bücher mit bunten Bildern, die man vorher mal als Comics und in noch früheren Zeiten sogar als kinderverderbende Schundliteratur bezeichnet hat, weil man fürchtete es könne negative Auswirkungen auf den erlernten Wortschatz haben, wenn Kinder mit Zack, Päng und Woooosh anfangen, statt mit Hegel und Kant. Was die deutsche Superman Erstausgabe von 1966 auf dem Markt heute bringt will ich besser gar nicht wissen, die wurde vom Familienoberhaupt ebenso entsorgt, wie meine restliche Sammlung an bunten Heftchen.

Im Nachhinein betrachtet nicht weiter tragisch, ein zerfleddertes Konglomerat aus Fix und Foxi, Micky Maus, Superman, Falk, Sigurd, Prinz Eisenherz und Zorro, von denen ich einzig Don Diego de la Vega vermisse. Das schmale Taschengeld meist mehr in Masse statt Klasse investiert. Ob Fix und Foxi schon als "Graphic Novel" durchgeht, da habe ich leise Zweifel, bei Prinz Eisenherz ist das ganz sicher anders, denn der ist inzwischen 83 Jahre alt und so etwas wie Kulturgut. Teures Kulturgut nebenbei, denn für die komplette Hal Foster Gesamtausgabe in 18 Bänden darf man um die 450 Euro latzen und hat dann immer noch nicht alles vom Prinzen aus Thule, weshalb Asterix wohl die einzige größere Gesamtausgabe in meinem Bücherregal bleiben wird.

Seit ich vor etlichen Jahren François Bourgeons Gefährten der Dämmerung in die Hände bekam, habe ich nicht mehr in bunte Bücher investiert. Zu teuer einfach, wenn die Preise auch angemessen sind, aber eine komplette Serie aus mehreren Bänden kostet schnell mal über 100 Euro, dafür bekommt man eine ganze Menge Text in vielen Büchern und die Bilder dazu entstehen im Kopf wenn's was taugt.

Dummerweise habe ich mich von einer Rezension im Spiegel verführen lassen und gedacht, ich könnte mich mal wieder mit etwas belohnen, macht ja sonst keiner. Der große Indienschwindel, ein Gaunerstück von Alain Ayroles und Juanjo Guarnido, wohl so etwas wie die Graphic Novel des Jahres und der Stil gefällt mir auch, will ich haben.

So etwas bestellt man nicht bei Amazon, dazu sucht man den Fachhandel auf und der ist tatsächlich ganz großartig, auch wenn die beiden Typen, die am Tisch in den dünnen Heftchen blättern, nicht Sheldon und Leonard heißen und die Frau hinter dem Tresen auch mit Schutzmaske sehr viel hübscher ist als Stuart, aber der Laden ist ein wahres Nerdparadies. Lauter Dinge, die ich vielleicht noch unbedingt haben müsste, würde ich mich nur ein wenig genauer umsehen, was ich tunlichst vermeide.

Den großen Indienschwindel haben sie natürlich nicht, vor einer Stunde den letzten verkauft. Das ist wirklich ärgerlich, aber wenn man schon mal da ist, nunja. Man soll den lokalen Handel doch unterstützen, gerade in diesen Zeiten und Long John Silver in der Gesamtausgabe kann nicht so verkehrt sein, Piratengeschichten gehen immer. 

Etwas von Moebius, da wäre ich auch nicht abgeneigt und Der schwarze Incal gilt ja als Meisterwerk und Lanfeust von Troy hatte ich mal zwei Bände in den Händen vor Jahren, das sollte man aber in der richtigen Reihenfolge lesen, genau wie Aldebaran und Antares und wenn auf einem Buchrücken steht: Schwarzer Humor. Intelligente Geschichte. Derbe Satire, dann triggert mich das dreimal heftig und ich muss das haben, zumal es der Komplett-Sammelband der gesammelten Chroniken von Wormwood ist und somit keine Folgekosten nach sich zieht.    

Da ich für weitaus mehr als 50 Euro eingekauft habe, hätte ich vielleicht nach dem Batman Multifunktionstool fragen sollen, das gibt es bei Onlinebestellungen nämlich dazu. Ein Batman Multifunktionstool! 1966 wäre ich damit der King gewesen.


Musik dazu: Andreas Vollenweider - Caverna Magica



Samstag, 4. Januar 2020

Naschmarkt


















Ja, der befindet sich eigentlich in Wien, ich weiß das wohl. Gott sei Dank kann man in der Fabrik bei der samstäglichen Marktzeit auch wunderbar naschen, äußerst schmackhafte Empanadas mit Hühnchen und Erdnusssauce von Eppendorfs Empanadero zum Beispiel, oder Käsemakkaroni mit diversen vegetarischen Toppings (Grünkohl oder Jalapenos, geht evtl. auch beides) vom Nachbarstand. Als Nachtisch sollte man wenigstens eins der leckeren Tortenstücke bei den reizenden Damen von FoodLove probieren, die so eine ganze Torte für lächerliche 25 Euro verkaufen, falls man sie tatsächlich irgendwo bei Instagram findet aber ich hab die Telefonnummer also alles gut.

Eine ganze Menge der offerierten Spezialitäten ist heute vegan oder zumindest vegetarisch und weil Vegetarier durch ihren Fleischverzicht scheinbar zu viel Geld in der Tasche haben, wird das gleich mit drei Euro Eintritt bestraft. Dafür geht der Spaß heute bis 18 Uhr, denn es ist ein Superfood Special. Dieses angeblich supergesunde Zeugs mit Chia- und sonstigen Samen, die vor ein paar Jahren noch kein Schwein kannte, ist dabei natürlich ebenso vertreten wie der Klassiker aus Hanf, der leider nicht so wirkt wie Hanf wirken sollte und von daher für mich ungefähr so interessant ist wie Kaktusfeigenkernöl, was das teuerste Öl der Welt ist, jedenfalls solange noch Autos fahren können oder irgend jemand Kerne in Safranblüten entdeckt.

Hier und da darf man auch etwas probieren, was mich bei dem Menschen mit den Ingwerdrinks vielleicht gereizt hätte, wäre unter den drei angebotenen Geschmacksrichtungen auch eine mit Ingwer gewesen, statt nur Orangesanddornhimbeer oder was das noch alles war. Super Konfitüre wäre ebenfalls etwas gewesen, doch die beste vegane Spezialität überhaupt zählt wohl nicht zu den Superfoods, durch den hohen Zuckergehalt vielleicht. Nur erlaubt bei Torten.  

Leider hat der ganze Superfoodschmonzes einen gewaltigen Nachteil, ich bekomme keinen Wildblütenkäse weil die Biokäsefrau fehlt und heute auch keinen Serrano von Serrano-Toni, dabei sind das die einzig wahren Superfoods, für die ich extra nach Altona fahre.

Die Empanada und die Schokoladenkirschtorte trösten da nur halb.


Fotos dazu: Fabrik Altona - Nikon D7200
Musik dazu: Paul Simon - Graceland




 

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Schokolorangen

















Dass Orangen und Schokolade eine ganz fantastische Kombination sind wusste ich nicht erst seit meinem Besuch in der Gelateria Pinocchio, vor etlichen Jahren schon kam ich in den Genuss von schokolierten Orangenspalten der Confiserie Heindl aus Wien, eine Offenbarung. Leider waren die in ganz Hamburg nicht aufzutreiben, aber heutzutage gibt es ja dieses Internet, da könnte man sich gerade zur Weihnachtszeit mal so etwas gönnen.

Auf meiner Suche bin ich allerdings zuerst auf ein belgisches Konkurrenzprodukt gestoßen, das rein optisch noch einiges mehr versprach und damit zusätzlich als Fotomotiv dienen könnte, wozu hat man sonst ein Makroobjektiv.

Dummerweise ist das Zeug wirklich endgeil und so eine 200 Gramm Probierpackung ist schneller weggefressen als fotografiert, daher musste ich noch einmal zuschlagen. Das Kilo im Goldballotin für geschmeidige 52 Euro. Die spinnen die Belgier.

Aber Schokolade können sie.


Fotos dazu: Leonidas Schokolorangen / Nikon D7200, Tokina 100mm Makro
Musik dazu: Thorbjørn Risager & The Black Tornado - Too Many Roads







Sonntag, 22. September 2019

Lifestylequatsch für Kaffeejunkies

















Aus keinem Tankstellenkühlregal sind sie wegzudenken, die kalten "Kaffeespezialitäten" aus dem Pappbecher von so sympathischen Firmen wie Nestlé oder Mövenpick, die mehr aus Milch, Zucker und Aroma bestehen als aus Kaffee. Da ich von so sympathischen Firmen nichts kaufe muss ich das also selber machen, am besten natürlich gleich mit kalt angesetzem Kaffee.   

Seit ich mir einen Vollautomaten angeschafft habe ist das Zeug hier zur unangefochtenen Droge Nummer 1 geworden. Kaffee und Espresso geht also klar, blieb nur noch zu klären, wie ich am bequemsten an größere Mengen Cold Brew komme, weil das Zeug hier leider auch rasend schnell verdunstet und die bisherige Methode mit Haushaltsdose und Kaffeefilter auf Dauer zu umständlich scheint.

Da kalter Kaffee schon seit einiger Zeit ein großer Hype ist, haben schlaue Leute natürlich direkt diverse Hilfsmittel erfunden, von denen ich mich für ein 1.5 Liter Brew Jar entschieden habe. Kaltes Wasser rein, den Edelstahlfilter mit grobem Kaffeepulver füllen, 18 bis 24 Stunden im Kühlschrank stehen lassen, zack, fertig ist der Kaffee. So haben die sich das gedacht und ich mir eigentlich auch.

Doch leider passen in den Filter gerade mal 150 Gramm Kaffee, auf eineinhalb Liter sind mir das mindestens 100 zu wenig. Für Leute die ihren Cold Brew pur trinken möglicherweise ausreichend, aber für meine eiskalten Eiskaffees oder die Tonicmische deutlich zu wenig Wumms und vor allem zu wenig Aroma, trotz erstklassiger Bohnen.

Immerhin habe ich durch die vielen Experimente inzwischen eine Sorte gefunden, die dermaßen schokoladig ist, dass man sich die Kugel Eis im Drink fast sparen kann.

Foto dazu: Brewjar Cold Brew Jar
Musik dazu: Thees Uhlmann - Junkies und Scientologen


Dienstag, 20. August 2019

Mehr Kaffee kann nie verkehrt sein
























Vor einigen Jahren noch erschien mir ein Kaffeevollautomat eine der unsinnigsten Anschaffungen überhaupt zu sein, zumal die sündhaft teure Kiste in der Firma keine wirklich überzeugenden Ergebnisse zu liefern vermochte. Das mag allerdings auch ein wenig an den verwendeten Bohnen liegen, die nicht viel teurer sein können als die im Erasco Bohneneintopf. Dafür ist die Jura aus Edelstahl, sagt "Hallo" wenn man sie einschaltet. "Bitte" wenn der Kaffee fertig ist und kann vollautomatisch Latte fabrizieren wenn die Milch nicht sauer geworden ist. Außerdem hat sie eine nicht entnehmbare Brühgruppe, in die natürlich seit Jahren niemand hineingesehen hat, was ziemlich fatal sein könnte unter gesundheitlichen Aspekten.

Andererseits kann man auch nicht großkotzig mit einem Barista Barista Antifascista Shirt rumlaufen und zu Hause den Kaffee aus einer Padmaschine ziehen, das passt nicht zusammen.

Wenn der Arbeitgeber dann plötzlich Spendierhosen trägt (aus Gründen) und Gutscheine verteilt an ein paar Nächteumdieohrenschläger, man sonst eigentlich alles hat was man braucht, außer vielleicht einem fetten NAS, bestellt man sich halt doch mal so ein Ding. Aus der Billigklasse natürlich, weil der Gutschein für ein richtig fettes NAS dann doch nicht gereicht hätte.

Durch das Teil bin ich zwar immer noch weit mehr Antifascista als auch nur annähernd Barista, aber geschmacklich ist das auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung, man kann endlich einen leckeren Espresso ziehen und die Schaumlanze ballert auch ganz gut, am ersten Cappu hab ich mir jedenfalls die Zunge verbrannt.

Jetzt könnte ich natürlich diese ganzen tollen Sorten ausprobieren, von Wildkatzen ausgekackten und im Elefantenarsch gerösteten Kaffeebohnen mit Noten von Schokolade, Brummbeere und Durian, aber bislang tut es die Espressomischung ganz gut, die ich auch für meinen Cold Brew nehme. Bei meinem dramatisch gesteigerten Kaffeekonsum wird es allerdings nicht allzu lange dauern, bis ich irgendwann über so einen Blödsinn stolpere.

Natürlich werde ich das dann auch kaufen, solange es fair gehandelt ist.


Foto dazu: DeLonghi Magnifica Esam / Nikon D7200
Musik dazu: Thin Lizzy - Live and Dangerous