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Freitag, 6. März 2015

Verschollen auf dem Sofa
















Der Astronaut und Wissenschaftler John Crichton experimentiert mit neuen Antriebstechniken und wird dabei durch ein Wurmloch in einen entfernten Teil des Universums gesaugt. Scheiß Technik. Als wäre das nicht schon blöde genug, landet er mitten in einer Auseinandersetzung zwischen entflohenen Sträflingen und einer faschistoiden Macht die sich "Peacekeeper" nennt. Weil die ihn wahrscheinlich ähnlich genau untersuchen würden, wie es die Amis mit E.T. vorhatten, verzieht er sich zusammen mit den anderen Knastis in einem lebenden biomechanischen Raumschiff namens "Moya" in die unerforschten Gebiete dieser Gegend, die natürlich für alle (meistens unangenehme) Überraschungen bereithalten.
Seine neuen Freunde sind ein baumlanger luxanischer Krieger, der Menschen mit seiner Zunge problemlos K.O. schlagen kann, im Ernstfall aber lieber ein schießendes Schwert benutzt, eine blauhäutige Priesterin, die biologisch eigentlich der Pflanzenwelt zuzuordnen ist und daher bei starkem Lichteinfall stundenlange Orgasmen bekommt, ein fliegendes Furzkissen namens Rygel XVI, ehemals Herrscher über x-Milliarden Hynerianer und der pilzköpfige Pilot Moyas, der über Nervenstränge mit ihr verbunden ist und den Rest des Raumschiffs mit seinen Krakenarmen bedient. Mal ehrlich, dagegen spackt so etwas wie die Enterprise doch völlig ab.
Der Knaller allerdings ist die ebenfalls unfreiwillig auf Moya gestrandete Lederbraut, eine Peacekeeperkampfpilotin, die nach dem Ablegen der meisten Verhaltensauffälligkeiten langsam beginnt das Herz unseres Helden zu erobern. Yo baby yo baby yo! Lovestory! Episch! Meins!

Da können die Amis noch so viel Kirks durch das All trekken lassen, die gottverdammt verfrellteste Sci-Fi Serie aller Zeiten kommt Aus:Tralien. Leider waren nicht alle meiner Ansicht, weshalb nur drei der vier Staffeln für das deutschsprachige Publikum synchronisiert wurden und die dämlichen Amisender nach der vierten Staffel ebenfalls keine Lust mehr hatten auf Sex & Drugs im Weltall, wodurch das ganze Vergnügen mit einem üblen Cliffhanger endete. Immerhin war der weltweite Protest erfolgreich und Farscape - Verschollen im All konnte durch eine (aus unabhängigen Geldquellen finanzierte) Miniserie beendet werden. War ich wohl doch nicht der einzige Fan.

Der bin ich eigentlich auch erst jetzt so richtig, denn als das vor 15 Jahren in der Glotze lief konnte ich nur einige Folgen sehen. In chronologischer Reihenfolge und ohne Lücken ist das eine derart grandiose Zeitverschwendung, dass ich zu fast nichts anderem mehr komme gerade, zum Frell noch einmal. Fantastische Geschichten, noch fantastischere Orte, ekelhaft fiese und übermächtige Gegner, reichlich trockener Humor, außerirdischer Sex, abgefahrene Drogen und Aliens, die dank Jim Hensons Puppenspieltechnik endlich mal aussehen wie Aliens und nicht wie Menschen mit merkwürdigen Nasen- oder Schädelformen. Wenn mich die Erinnerung nicht trügt wurden in einer Folge sogar Puppen aus dem Henson-Klassiker Der dunkle Kristall verwurstet. Das ist natürlich lange nicht so perfekt wie moderne Computertrickserei, hat aber mindestens soviel Charme wie das Bügeleisen der Orion.

Und für hoffnungslose Romantiker wie mich, quasi als Dreingabe, die beste Sci-Fi Romanze seit Cliff Allister McLane und Tamara Jagellovsk. Nur sehr viel länger und sehr viel komplizierter, wie es halt so ist wenn man sich in eine außerirdische Amazone verguckt. Kommt im Romanzenranking gleich hinter Chuck, weshalb ich die nächsten Tage auch noch verschollen bin, nur auf dem Sofa. Er muss sie doch einfach nur mal in den Arm nehmen jetzt, verdammte Hacke, die wartet doch nur darauf...

Romanzenpausenmusik: Todd Snider - Viva Satellite

Mittwoch, 6. August 2014

Drachenzeit
















Die Zeit ist reif, die letzte Folge der vierten Staffel Game of Thrones ist raus. Bei nächster Gelegenheit werde ich einen fast zehnstündigen Fernsehmarathon einlegen und das in einem Schwung durchsehen, es ist wieder Zeit für Drachen.

Ich liebe Drachen. Furchterregende fliegende feuerspuckende fantastische Fabelwesen. Manche sogar hochintelligent, fies wie Smaug oder edel wie Draco. Schon als Kind fand ich fantastische Abenteuer ganz besonders spannend wenn Drachen darin vorkamen, was wäre Jim Knopf ohne Frau Mahlzahn und wie toll war das, als das einzahnige alte Monster sich am Ende in den goldenen Drachen der Weisheit verwandelte. Siggis Kampf gegen den Drachen war das einzig interessante an der Nibelungensage, ohne den hätte ich die olle Schwarte nie angefasst. Auch Ivanhoe oder Prinz Eisenherz hätten durch Drachen ganz entscheidend gewonnen, nur wäre das Fernsehen damals an einer adäquaten Umsetzung gescheitert, das konnte ja nicht einmal Hollywood, das erst 1981 in Der Drachentöter den ersten Drachen schuf den man sich ansehen konnte.

Aber was Drachen angeht hat ja jeder andere Vorstellungen. Während Ritter Schorsch (heilig) es in Hamburg St.Georg mit einem durchaus stattlichen Exemplar aufnehmen muss, sieht der seines Namensvettern in der Wehrkirche Effeltrich mehr aus wie Dackel mit Rüstung.

War wohl auch realistischer, aber wer will schon Realismus in fantastischen Geschichten.

Fantastische Lieblingsband: Donna The Buffalo - Rockin' In The Weary Land
 


Freitag, 3. Januar 2014

Kammerflimmern
















Spätestens im Herbst beginnt bei mir die Filmsaison, da sitz ich in der Kammer und lass es flimmern. Intensive Nutzung des Heimkinos bei dauerhaftem Schlechtwetter, manchmal schaffe ich es sogar in den Tempel des teuren Popcorns. Und weil das Wetter immer noch Sch..... ist und ich gerade nichts besseres zu tun habe gibt es jetzt eine kleine Zusammenfassung des Gesehenen. Zur Warnung oder Empfehlung, wie man's nimmt.


Der Hobbit 2: Smaugs Einöde (Kino, 3D)

Handlung bzw. Inhalt: Sie wahandern, sie wahandern, von einem Ort zum ahandern. Durch den Wald (mit bösen Orks) durch das Tal (mit bösen Orks) und über Gipfel (mit.. genau, bösen Orks). Am Ende landen sie in einer Schatzhöhle mit bösem Drachen, ohne Orks.

Sieht schick aus, wie Neuseeland halt so aussieht. Der Drache ist auch ziemlich cool, Legolas surft wieder auf allen möglichen Gerätschaften herum und durchlöchert Orks mit seinem Schnellfeuerbogen und die im Kinderbuch nicht vorhandene Romanze zwischen Zwerg und Elbenfrau hat sich der Regisseur ausgedacht, um die Handlung etwas zu strecken. Ist ja eh freigegeben ab 12, dann kann man auch mal schmusen.

Fazit: Der Zauber ist verflogen, die Verfilmung vom Herrn der Ringe war eine großartige Idee, der Hobbit fängt an mich zu langweilen. Geeignet für Menschen die von Orks noch nicht die Nase voll haben, Auswanderer und Neuseelandreisende.

Flashback (DVD)

Handlung: FBI Greenhorn (Kiefer Sutherland) soll radikalen Althippie (Dennis Hopper) in irgend einen Knast überführen, was natürlich misslingt, denn der Althippie ist einfach zu clever. Oldschool Roadmovie (auf Deutsch: jede Menge Musik für alte Knacker dabei). Seit Jahren gesucht, jetzt endlich auf DVD erhältlich. Sofortsofortkauf.

Fazit: Was hab ich damals gelacht. Wenn ich nur noch wüsste worüber. Was muss ich damals bekifft gewesen sein. Die erste Hälfte ist heute wenigstens noch amüsant, doch irgendwann wird das mit den Klischees zu peinlich und die Geschichte noch unwahrscheinlicher als der Hobbit. Hopper und der Soundtrack reißen das leider auch nicht raus. Geeignet für Menschen die wissen wollen wie der zweite Teil von Easy Rider ausgesehen hätte, wäre Hopper nicht aus dem Sattel geschossen worden.

Paulette (BluRay)

Handlung: Ältere Dame mit massiven Geldsorgen stellt fest, dass man mit dem Handel von Haschisch ganz anständig Geld verdienen kann. Ganz besonders wenn man backen kann, was ältere Damen gerüchtweise wirklich gut draufhaben sollen. Also im Prinzip die französische Keksversion von Grasgeflüster, nur dass die ältere Dame hier eine rassistische alte Schachtel ist, deren ungeliebter gehasster schwarzer Schwiegersohn zu allem Überfluss auch noch beim Drogendezernat arbeitet.

Fazit: England - Frankreich 1:0. Gegen Brenda Blethyns zauberhafte englische Lady muss Paulette (Bernadette Lafont) einfach verlieren. Rassistische alte Schachteln sind nun mal keine Sympathieträger, auch nicht wenn sie tolle Haschkekse backen, die Wandlung kommt etwas zu spät. Trotzdem gönnt man ihr am Ende natürlich das Happy End, denn wo wären wir ohne gute Keksbäcker. Geeignet für Liebhaber französischer Komödien und Sammler von Kifferfilmen.

Ich - Einfach Unverbesserlich 2 (BluRay, 3D)

Handlung: Ex-Superschurke Gru arbeitet jetzt als Agent für die Anti Verbrecher Liga, seine drei Adoptivtöchter haben mit alterstypischen Problemen zu kämpfen und dann wäre da noch diese hübsche Geheimagentin...aber eigentlich ist das alles unwichtig. Hauptsache: Minions!

Fazit:  Die einzigen Superverbrecherfilme die für kleine Kinder und Erwachsene gleich gut geeignet sind. Der zweite Teil so gut wie der erste, nur ohne den näselnden Jan Delay, dafür mit fiesen violetten Fressmaschinen und gefährlichen Hühnern. Und: Minions! Geeignet für Menschen, die mindestens einmal im Monat einen Kurzfilm der Minions bei juhutube ansehen und immer noch darüber lachen können.

Iron Man 3 (BluRay, 3D)

Handlung: Der Eisenmann (Robert Downey) hat es diesmal mit einem fiesen Terroristen (Ben Kingsley) zu tun, dessen menschliche Bomben im Umkreis von weißnichgenau Metern nahezu vollständig alles menschliche Fleisch in Asche verwandeln. Außerdem jagt er die schicke Eisenmannvilla in die Luft und tötet dabei fast die süße Pepper Potts, deswegen gibbet zu Recht was aufs Maul.

Fazit: Ohne Robert Downey wäre ich nie auf die Idee gekommen mir Iron Man anzusehen, denn alle Superhelden außer Batman sind doof. Doch der Typ ist einfach göttlich, die idealste Idealbesetzung die man sich überhaupt vorstellen kann - und er darf Gwyneth Paltrow küssen. Hammer, oder?
In der Besetzung Downey/Paltrow können die von mir aus noch zehn weitere Teile drehen, die Qualität hat bisher jedenfalls nicht nachgelassen. Kingsley zeigt mal wieder was er für ein Schauspieler ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Geeignet für alle Batmangutfinder und Supermandooffinder.

Die Croods (BluRay, 3D)

Handlung: Steinzeitfamilie mit erzkonservativem Höhlenmenschenpapa muss den Naturgewalten weichen und wandert aus. Die Flucht wird erschwert durch die pubertäre Tochter, die schwerhörige alte Schwiegermutter und allerlei buntes Urzeitgetier mit großen Zähnen. Glücklicherweise hat sich die pubertäre Tochter gerade einen jungen Mann mit kreativen Einfällen angelacht, der sich in der Wildnis etwas besser auskennt.

Fazit: Was hab ich gelacht. Diesmal kann ich mich sogar erinnern worüber. Definitiv der unterhaltsamste und lustigste Animationsfilm im letzten Jahr und der erste, bei dem man sich laufend irgendwelche fliegenden Gegenstände aus dem Gesicht wischen muss. Geeignet für Eltern und Kinder ab 6, weil selbst die bösen Viecher zu bunt oder zu doof zum fürchten sind. 

Star Trek Into Darkness (BluRay, 3D)

Handlung: Kirk baut mal wieder Scheixxe und wird natürlich degradiert. Spock auch, der den Blödsinn mitgemacht hat, weil es darum ging eine Welt zu retten (nicht unsere), ist aber halt per dusseligem Dekret (Oberste Direktive) verboten. Danach sterben alle anderen Guten durch einen Anschlag eines Superschurken und dann müssen die beiden doch wieder zusammen die Welt (diesmal unsere) retten, ist ja sonst keiner mehr da der es machen kann. Weil der Superschurke scheinbar unverwundbar ist will man gleich massig Torpedos auf sein Appartement abfeuern, das blöderweise auf dem Klingonenplaneten Kronos liegt. Scotty hat moralische Bedenken und verzichtet vorerst auf die Teilnahme.

Fazit: Film des Jahres, echt mal. Auf jeden Fall im Bereich SciFi. Chris Pine und Zachary Pinto als Kirk und Spock waren schon im ersten Film das perfekte Paar und Benedict Cumberbatch als Oberbösewicht ist der Hammer. Intelligent erzählte Geschichte, reichlich spannende Wendungen, grandiose Action. 127 Minuten, und nicht eine zu lang. Geeignet für Trekkies und alle anderen Menschen, die schon mal von unendlichen Weiten geträumt haben, weil dieser Planet so piefig ist.

Musikflimmern: Honey Is Cool - Focky Focky No Pay


Dienstag, 10. September 2013

Intrigen, Sex, Verrat und blutige Morde















Irgendwann im letzten Frühjahr bekomme ich einen Anruf vom Gnorx aus Köln. Ein Wortschwall ergießt sich über mich. Eine sehr aufgeregte Stimme erzählt mir etwas von Lieblingsbüchern, die gerade verfilmt werden. Oder verfilmt wurden, zum Teil jedenfalls schon, denn es ist eine ganze Serie. Zehn Bände hätte er schon gelesen, aber es ginge weiter, der Autor schreibt noch. Das beste was er je im Bereich Fantasy gelesen hat, ein gewaltiges Epos und eigentlich nicht verfilmbar, macht man nicht eine ebenso gewaltige Serie daraus, aber scheinbar hat das gerade jemand vor. Und der Autor schreibt an den Drehbüchern mit, deswegen kann das eigentlich nur gut werden. Jedenfalls ist das alles der schiere Wahnsinn und ich würde mich doch mit dunklen Kanälen im Netz auskennen, ob ich mal gucken könnte, das müsste er uuuunbedingt sehen.

Aha. Nun ist der Mann ein Bücherwurm vor dem Herrn, die ziemlich umfangreiche Bibliothek des Hauses ist ihm mit Sicherheit um ein vielfaches wichtiger als seine Glotze, deswegen überrascht mich das ein wenig, aber wenn Lieblingsbücher verfilmt werden kann man schon ein wenig aus dem Häuschen geraten.
Das Lied von Eis und Feuer finde ich jedoch nicht auf den einschlägigen Seiten, ist vielleicht ja noch in der Planung, aber ich frag mal rum bei Gelegenheit. Bei verfilmten Lieblingsbüchern wäre ich ohnehin sehr skeptisch, das kann eigentlich nur in die Hose gehen. Meine Lieblingsbücher waren im Kino immer Vollschrott, gekürzt und verstümmelt, und bei den beschränkten Möglichkeiten des Fernsehens kann, gerade bei aufwändigem Stoff, bestenfalls eine mittelprächtige Serie entstehen. Die Artussage als kleines Fernsehspiel muss ich nicht haben.

Kurz darauf fällt mir der Versandhandel als Quelle ein und siehe da, die erste Staffel gibt es sogar schon auf Silberlingen. Man hat sich gar nicht erst die Mühe gemacht den deutschen Buchtitel für die Serie zu verwenden, aber sucht man nach Game of Thrones ist die Beschaffung kein Problem mehr.

Nach inzwischen drei Staffeln kann ich nur sagen, das Fernsehen ist auch nicht mehr das, was es mal war. Dank des cleveren Geschäftsmodells amerikanischer Anbieter wie HBO sind heute qualitativ hochwertige Serien für Erwachsene tatsächlich kein Traum mehr. Angesichts der Tatsache, dass mit der dritten Staffel gerade mal zweieinhalb von inzwischen elf Büchern verfilmt wurden hoffe ich nur, dass sich das nicht in ein paar Jahren zum Alptraum entwickelt. Vor ein paar Wochen erst beklagte sich ein Freund auf meinem Anrufbeantworter, wieso ich ihm diese Serie empfehlen konnte. Das mache ja süchtig, etwas spannenderes habe er selten gesehen. Und natürlich die obligatorische Frage, wo gibt es die dritte Staffel, es ist egal was es kostet. Soviel zum Geschäftsmodell.

Dabei sind durchaus nicht alle zufrieden, wobei mir die wenigen negativen Rezensionen bei Amazon eher ein Grinsen abringen. Da fragen sich einige der Rezensenten, wieso man denn nur den Hauptdarsteller der Geschichte schon am Ende der ersten Staffel hat sterben lassen, ein Ding der Unmöglichkeit so etwas. Anderen fließt immer noch nicht genug Blut, die hätten gerne mehr Schlachtgetümmel, klirrende Schwerter, rollende Köpfe und nicht so viel Text. Zu wenig Äkktschn und viel zu viel Text, die sabbeln ja nur.

Ich frage mich dabei immer, warum ich zehn Minuten lang einem Haufen Leute dabei zusehen soll, wie sie sich die Schwerter in den Leib stechen und die Gliedmaßen abschlagen. Das sind zehn Minuten weniger Zeit für die Geschichte und am Ende ist ohnehin nur wichtig, wer lebend vom Schlachtfeld zurückkehrt. Denn in den nächsten Staffeln, davon bin ich überzeugt, werden noch sehr viel mehr Hauptdarsteller sterben, die wenigsten auf dem Schlachtfeld und keiner wenn man es erwartet. Manchen wünscht man einen möglichst qualvollen Tod, bei anderen hofft man, sie würden diese grausame Geschichte irgendwie überleben und nicht immer endet es so, wie man es sich wünscht. Das Leben ist hart auf dem Kontinent Westeros und der Tod macht keine Unterschiede. Der nimmt auch keine Rücksicht auf Kinder (und Hauptdarsteller), was diesem Plot, trotz all der fantastischen Gestalten und Figuren, einen rücksichtslosen Realismus verleiht. Neben den blutigen Schwertern so ziemlich das Härteste was ich je gesehen habe, auf so einige Szenen ist man nicht wirklich vorbereitet, wenn man die Bücher nicht gelesen hat. Wie oft mir während dieser inzwischen dreißig Folgen die Gesichtszüge entglitten sind vermag ich nicht zu sagen.

Man merkt dieser Serie in jeder Minute an, dass hier nicht ein paar professionelle Drehbuchautoren den Auftrag bekommen haben, eine Fantasyserie mit mittelalterlichen Rittern, Untoten, Drachen und ein wenig Sex und Blut zu konzipieren. Das ist eine Buchverfilmung ziemlich epischen Ausmaßes, eine fein gewebte Geschichte mit unglaublich spannenden Handlungssträngen, die alle unweigerlich auf ein furioses Finale zulaufen, das ich mir momentan nicht einmal im Ansatz vorstellen kann - und mit einem derart hohen Suchtfaktor, dass ich geneigt bin dem Rat meines Freundes Gnorx zu folgen und die Bücher zu lesen, die Spannung ist ansonsten kaum auszuhalten. Immerhin hat er mir neulich gesteckt, dass im zehnten Band tatsächlich noch einer der wenigen anständigen Charaktere lebt.
Einer?

Ich hoffe der verarscht mich nur (und wehe einer spoilert hier).

Immer noch Scheißsechstagewochenextrementspannungsmusik am laufen tun haben: Global Underground 6 - John Digweed in Sydney/Global Underground 12 - Dave Seaman in Buenos Aires

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Pharisäer und Pistolen














Nicht immer haben die Regenwaldbewohner groben Unfug im Kopf, ab und zu bekommt man aus der Gegend sogar hilfreiche Anregungen, wenn auch die Umsetzung manchmal arg zu wünschen übrig lässt. Schließlich wird für einen echten Pharisäer echter Rum benötigt und kein österreichischer Brennspiritus mit Rumaroma.
Bei dieser Witterung ein geradezu ideales Getränk um sich wieder aufzuwärmen, ebenfalls gut geeignet für (fast) bettlägerige Patienten, gemütlichen Kerzenschein und Videoabende. Kam gerade noch rechtzeitig für die fünfte und letzte Staffel der besten Serie aller Zeiten, für die Amazon zwar den unverschämten Preis von 38 Euro verlangt, aber nach einem Jahr Wartezeit auf das Erscheinen der letzten 13 Folgen kann ich unmöglich noch ein weiteres Jahr warten, bis der Preis in vernünftige Regionen fällt. Zumal man ja nie sicher weiß, wann oder ob er das überhaupt macht.

Leider musste ich feststellen, dass 13 Folgen einer Lieblingsserie gerade mal ausreichen um damit drei Abende zu verbringen, weil "einer geht noch" und "jetzt muss ich unbedingt wissen wie das weitergeht" trotz des schwächeren Gesamteindrucks der fünften Staffel immer noch die ersten Gedanken nach jeder gesehenen Folge sind. Wenn man 91 Folgen mit fast 64 Stunden Laufzeit auf das endgültige Happy End warten muss, dann legt man am Ende halt doch ein wenig zu.

Aber schließlich hab ich mir das Gesamtpaket geleistet, um jederzeit wieder von vorne anfangen zu können. 91 Folgen und fast 64 Stunden zwischen Romantik, Albernheiten und Auftragsmorden. Ich glaub, ich fang jetzt gleich mal an damit. Nur noch die Sahne schlagen für den Pharisäer...


Freitag, 23. November 2012

Hailights der Unterhaltung















Ein Grund warum ich ungern in Videotheken gehe ist die schier unerschöpfliche Auswahl an Schrottfilmen. Nahezu 95% der dort im Regal stehenden Filme sind in meinen Augen übelste Machwerke, die das Material auf dem sie gepresst sind nicht wert sind, kein normaler Mensch kann sich so etwas freiwillig antun. Alles Lückenbüßer, die dort wahrscheinlich nur stehen weil sie billig sind und den Anschaffungspreis schon durch die drei verzweifelten Kunden wieder einspielen, die vergeblich den neuen Blockbuster gesucht haben, der natürlich verliehen ist. Ich frag daher meistens gleich das Personal nach den gewünschten Scheiben, das erspart die stundenlange Suche zwischen grauenhaftem Coverdesign, albernen Filmtiteln, Regisseuren und Schauspielern die (zu recht) kein Schwein kennt, und bei deren Anblick man nach zwei Minuten schon vergessen hat, wonach man eigentlich sucht.

Diese Verzweiflungstaten kosten immerhin nur wenige Euro und man soll den Mist am nächsten Tag zurückgeben, aber es muss Leute geben die so etwas tatsächlich kaufen. Der Kram steht nämlich auch zuhauf in den Regalen der Discounter. Ich hab mich gefragt, was jemanden bewegen könnte, ganze 18 Euro für eine Hai Box in Hai Definition auszugeben. Nur wegen Hai mal drei? Für drei Filme, gegen die King Kong versus Godzilla wahrscheinlich allerfeinster Autorenfilm ist? Oder wenigstens noch irgendwie lustig, wegen der japanischen Spielzeugpanzer.

Das Original von Spielberg gibt es grad mal für die Hälfte, wenn es unbedingt ein Hai sein muss. Natürlich ist der steinalt, der Hai war aus Pappe und voll übertrieben groß, und der Unterhaltungswert ist nach gefühlten tausend Wiederholungen auf sämtlichen Sendern stark gesunken. Aber hey, Drehbuch! Schauspieler! Ein Klassiker der, wenn er denn im Fernsehen läuft, es bestimmt noch auf 20:15 in der ARD schafft, während die Hailights nachts um eins bei RTL2 laufen. Wahrscheinlich, weil der Anschaffungspreis sich schon durch 30 Sekunden Werbung der Ruf-mich-an-Hotline amortisiert. Und wer da auf seine Traumfrau wartet, der erträgt wahrscheinlich zwischendurch auch voll übertrieben größere Fische als den vom Spielberg.

Voll übertrieben gute Platte, die neue Dave Matthews Band - Away From The World

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Freiwillige Selbstkontrolle















Kann sich von euch noch jemand an den ersten Kinobesuch erinnern? An den ersten großen Film, den man als Kind mit seinen Eltern im Kino sah? Bei mir ist das definitiv zu lange her, ich hab nicht einmal eine leise Ahnung wie alt ich da gewesen bin, aber höchstwahrscheinlich war es ein Disney, damals ziemlich konkurrenzlos.
Erinnern kann ich mich an Pongo und Perdita, den man später umbenannt hat in 101 Dalmatiner. Da wollte eine hässliche Pelzmantel tragende Tante doch tatsächlich die ganzen kleinen Hunde umbringen und ihnen das Fell abziehen. Hat sie zwar nicht geschafft, aber allein der Gedanke war gruselig. Der entstand 1961, zeitlich käme das hin, auch mit der Altersfreigabe, wenn es damals schon eine gab. Hunden das Fell abziehen wollen geht erst ab 6, find ich jedenfalls.
Möglicherweise war es auch Bambi, ein Film über ein Rehkitz, in dem laufend Rehe von Jägern erschossen werden, unter anderem auch Bambis Mami. Voll traurig ey. Hab ich wohl nicht mehr auf dem Schirm gehabt, sonst hätte ich bei meinem Kind vielleicht einen anderen gewählt. Der hat sich neulich tatsächlich über die Brutalität in dem Film beschwert, das hat ihn wohl damals mehr mitgenommen als ich geahnt habe. Auch erst ab 6, sagt das Kind jedenfalls.
Der guckt sich momentan durch die ganzen Disneyklassiker, um einen möglichst schönen, lustigen, bunten und harmlosen ersten Film für seine Tochter zu suchen. Ohne tote Rehe und abgezogene Felle. Und ich such mit.

Denn auf welchen Film auch immer die Wahl fällt, es ist davon auszugehen, dass der nicht im Kino läuft. Folglich wird mein Wohnzimmer an irgend einem grauen Winternachmittag zum Kinosaal umfunktioniert, für ein Kind, dass gerade mal ein paar Folgen Pippi Langstrumpf oder Ferien auf Saltkrokan auf dem Computermonitor kennt, dürfte das beeindruckend genug sein. Für das ganz große Kino ist später noch Zeit, wenn wir die Kindertheater erst einmal alle durch haben.

Mit der Entscheidungsfindung zieht sich das sowieso gewaltig hin, obwohl ich mich zwischenzeitlich an den Tests beteiligt habe, denn den FSK Einstufungen trau ich nicht über den Weg, das ist mir in dem Alter viel zu allgemein gehalten.

Klarer Favorit ist momentan Sammys Abenteuer, der ohne die fabelhaften 3D Effekte wahrscheinlich furchtbar langweilig wäre, aber die großen Aquarien bei Hagenbeck fand sie schon spannend, sehr viel mehr passiert da auch nicht. Wenn es tatsächlich mal dramatisch wird ist es auch schnell wieder vorbei, dafür gibt es Korallen, Quallen und viele bunte Fische, die im Wohnzimmer herumschwimmen.  
Rapunzel neu verföhnt fand ich persönlich sehr viel lustiger, leider hat die böse Hexe in Aussehen und Verhalten zu viel Ähnlichkeit mit einer real existierenden bösen Hexe, der geht gar nicht.

Es gibt allerdings eine Hexe an die ich mich gerne erinnere, denn die fand ich als Kind schon lustig, die Madame Mim. Die Hexe und der Zauberer ist einer der wenigen Filme, die mich an die raren Kinobesuche als Kind erinnern, meistens irgendwann vor Weihnachten. Zu meiner Zeit hieß der noch Merlin und Mim, und eigentlich geht es da um ein Schwert im Stein. Unbewusst hat der damals vielleicht sogar mein Interesse an der Artus-Sage geweckt. Soweit ich mich erinnere haben die sich nur gegenseitig in irgendwelche lustigen Viecher verzaubert, es wurden weder Rehe gejagt noch Hunde gehäutet.

Aber zur Sicherheit werd ich den trotzdem vorher gucken müssen. Ganz freiwillige Selbstkontrolle ma sagen. 

FSK Musik heute: Ryan Bingham & The Dead Horses - Junky Star nee wat freu ich mich auf das Konzert im November :D

Freitag, 13. April 2012

Ich bin dann mal weg...
















Mein letztes Buch habe ich durch, alle Filme auf der Liste gesehen, und eine neue Serie gar nicht erst angefangen, die Planung war ganz ausgerichtet auf den 12.April, denn an diesem Tag erschien endlich die vierte und vorletzte Staffel der sensationellsten Serie aller Zeiten, Chuck ist wieder da. 24 mal 45 Minuten Romantik, Spannung, Action und ausgemachter Blödsinn, die hier im TV Programm nicht stattfinden, weil man den ausgemachten Blödsinn zwar gut am Sonntag Nachmittag senden könnte, die Morde unter Auftragskillern und Agenten aber erst wenn die Kinder im Bett sind, oder die Verantwortung an die häusliche FSK abgewälzt werden kann.
Eigentlich bin ich ganz dankbar, dass ich das nicht mit dämlichen Werbeunterbrechungen sehen muss, wäre nur die Wartezeit nicht immer so lang. Im deutschsprachigen Ausland ist die Serie glücklicherweise so erfolgreich, dass hoffentlich auch die letzte Staffel noch synchronisiert wird. Da die wohl erst irgendwann im nächsten Jahr erscheinen wird, werde ich das strategisch vorbereiten, und mir vorher noch einmal alle vier Staffeln ansehen, um einen nahtlosen Übergang in die letzte zu bekommen.
Und jetzt geh ich mit einer chilligen Zigarette und einem kühlen Mineralwasser auf die Couch, für mindestens zwei Folgen.

Dafür werd ich sogar Thea Gilmore - Songs From The Gutter unterbrechen.

Dienstag, 19. April 2011

Serienjunkie? Ich doch nicht.

















Menschen, die an einem Sonntag um 22:30 Uhr unbedingt auf die Couch müssen, weil um diese Zeit Folge 137 dieser tollen Serie oder irgend ein Film läuft, fand ich immer etwas merkwürdig. Meine Freizeit von irgendwelchen Programmhighlights abhängig zu machen würde mir nicht im Traum einfallen. Nicht einmal vom Münsteraner Tatort.

Schon überhaupt nicht für Serien, mit Serien bin ich durch. Gewesen. Eigentlich.
Gab es tatsächlich mal eine die mir gefiel, dann wurde die nach der zweiten Staffel abgesetzt, auf die Synchronsisation der nächsten Staffel gewartet, auf einen anderen Programmplatz geschoben, am besten noch auf einem anderen Sender gezeigt. Bis ich das mitbekommen habe, waren meistens schon fünf Folgen vorbei, mindestens. Oft hab ich ganze Staffeln verpasst, wie vor Jahren bei Ausgerechnet Alaska.

Dazu die Serien, die scheinbar nie ein Ende gefunden haben, es ist einfach ermüdend Richard Kimble gefühlte 500  Folgen auf der Flucht zu sehen, ebenso wie die ewig verschwindenden Invasoren von der Wega, die nie einen Beweis ihrer Existenz hinterlassen haben, oder die an Angelschnüren hängenden Mondfighter, die immer alle an Angelschnüren hängenden UFOs abgeschossen haben, bis auf einen, damit noch ein paar Aliens am Boden gejagt werden konnten. Langweilig ohne Ende.
Die letzte Enterprise hingegen, mit dem ungeliebten Captain Archer, die fand ich richtig gut. Nur konnte man die kaum verfolgen, so wie die auf den Programmplätzen herumgeschoben wurde. Heute hier, morgen dort, übermorgen verraten wir vielleicht wann es die nächste Staffel gibt. Natürlich war nach 4 Staffeln das Ende gekommen, dabei hatte die Geschichte noch viel Potenzial.

Serien waren entweder Schrott oder sie wurden abgesetzt, also habe ich erst Serien gestrichen, dann irgendwann das ganze Programm. Wie Herr Springsteen es in einem Song mal so richtig ausdrückte, 57 Channels and nothing on. TV ist unnötig.

Bis die Serienjunkies im Freundeskreis auf einmal anfingen, mich mit ihren Lieblingsserien zu versorgen, wenigstens mal reinsehen müsste ich da, das wär bestimmt was für mich. Verpassen kann man auch nichts mehr, denn die Serienjunkies haben natürlich alles komplett auf DVD.
Weeds lag bestimmt ein halbes Jahr hier herum, ich kannte 30 wenig überzeugende Minuten, hat mich lange nicht interessiert. Aber ich mag Mary-Louise Parker seit Grüne Tomaten einfach zu gerne, das gab den Ausschlag. Drei Staffeln sind ausreichend, mehr brauche ich nicht und mit dem Ende kann ich mich anfreunden. Die Geschichte nimmt hingegen eine Wendung, mit der ich mich nicht anfreunden kann.

Californication, sehr guter Tipp, hätte ich dem Duchovny nicht zugetraut. Allerdings weiß ich auch hier nicht, ob ich mehr als drei Staffeln haben muss, so langsam könnten sie ein Ende finden. Besser wird die nicht mehr, nur länger.

Das sind dann schon aber die Perlen der Serienindustrie, geradezu furchtbar fand ich den Rest, Saurier die durch Dimensionslöcher kriechen, blutleere Vampire, und am schlimmsten diese ganzen CIS-CSI-FDP-NSA-CIA Filmchen mit den coolen Oberkommissaren und ihren coolen Ermittlerteams, zu denen unbedingt immer ein verhaltensauffälliger Computernerd gehört, der alles hacken kann was geht.

Moment. NSA,CIA, Computernerd?
Da gab es eine Ausnahme, die fand ich gut.
Chuck.

Chuck finde ich wirklich grandios, daher ist es sehr wahrscheinlich, dass Chuck irgendwann abgesetzt wird. Momentan ist es schon sehr wahrscheinlich, dass die dritte Staffel nicht mehr synchronisiert wird. Die ersten beiden werden jedenfalls schon für jeweils 10 Euro bei Saturn verscherbelt, nachdem sie vor ein paar Jahren zu unmöglichen Zeiten auf irgendwelchen Kanälen liefen, deren Namen ich nicht einmal kannte.

Die Geschichte ist natürlich völliger Humbug, aber wenigstens unterhaltsamer Humbug. Wenn die Zeit für einen richtigen Film nicht reichte, dann lief mal eine Folge Chuck. Bis ich mich, gegen Ende der ersten Staffel etwa, dermaßen in die Charaktere verliebt hab, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu gucken. Jeden Tag eine Folge zum Feierabend, bei Cliffhangern natürlich zwei, sonst war an Schlaf nicht zu denken. Und jetzt kann ich nur hoffen, dass meine 20 Euro dazu beitragen, die dritte und vierte Staffel hier auf den Markt zu schmeißen. Zur Not fang ich im Originalton noch einmal von vorne an, um mich an die Stimmen zu gewöhnen.

Verdammt, wieso hab ich bloß wieder angefangen Serien zu gucken. Sollte ich mir schleunigst abgewöhnen.

Nicht abgewöhnen werde ich mir Tori Amos - Little Earthquakes

Montag, 14. Februar 2011

Jahr100 Konserve
















"Wahnsinn" konnte man von den Lippen des Seebären in der letzten Reihe ablesen. Während sein Vordermann mit dem Rest des Seemanns-Chors Hannover um die Wette strahlte, hielt einer seiner Sangesbrüder die unglaublichen Szenen vor der Bühne mit der Digitalkamera fest. 20.000 begeistert mitsingende Menschen erreicht so ein Shantychor im Normalfall wohl nicht, aber das Jahr100 Konzert zum Geburtstag des FC St.Pauli war auch eher Ausnahme- als Normalfall.

Die Jungs waren einer der ganz großen Höhepunkte auf diesem Konzert, neben Bands wie Slime, Kettcar, Bela B, Fettes Brot oder Panteón Rococó, was nicht zuletzt auf das eingeübte Liedgut zurückzuführen war.  Mit dem Zeckenlied hat wohl niemand unter den 20.000 gerechnet, es gab tatsächlich so eine Schrecksekunde, in der sich jeder gefragt hat...w..t..f...? Ja, die singen das tatsächlich. Um so frenetischer war der Jubel, tausende Stimmen sind eingefallen, absolute Gänsehautmomente.

Davon gibt es seit Ende Januar eine Zusammenfassung der schönsten Momente auf DVD, geradezu Pflichtkauf für jeden, der an dem Tag dabei war. Denn das schöne an so einer Konserve ist ja, dass man keine Band mehr verpasst,  nur weil man eine Stunde am Bierstand anstehen muss.
Beim Auftritt von Bela B waren wir dann auch kurzfristig zum Durstlöschen im Jolly Roger, so das ich erst jetzt den hammermäßigen Auftritt von Marcel "The Animal" Eger am Schlagzeug sehen konnte.

Gelungen ist auch die Bonus DVD, ganz besonders das Jahr100 Menü, gekocht von Ole Plogstedt (Rote Gourmet Fraktion) und Helmut Schulte, bei dem der Lange allerdings nichts weiter macht als Kartoffeln schälen und Wein trinken, was aber letztlich zum Gelingen des Menüs beigetragen haben wird. Labschaos werde ich ganz sicher mal nachkochen.

Bevor jetzt wieder die Betriebsfremden mit dem K-Wort kommen:
Die Einnahmen des Konzertes gingen vollständig an karitative Einrichtungen im Stadtteil, die Bands haben alle ohne Gage gespielt und der Erlös der DVD geht an Fanräume e.V.
Schon deshalb versteht es sich natürlich von selbst, dass man die kauft und nicht kopiert. Ist jeden Cent wert.


Ich schwelge derweil in Erinnerungen mit Kettcar - Du und wieviel von deinen Freunden