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Freitag, 18. September 2015

Leere Zimmer, hohle Birnen
















Das Gästezimmer erinnert mich an Kai Diekmann, so ungefähr muss es in seinem Kopf aussehen. Nicht viel drin außer etwas Restmüll, der unbedingt raus muss.

Zumindest beim Zimmer besteht baldige Aussicht auf Besserung.Sollte von der Tapete noch etwas übrig bleiben, kann ich bis Mittwoch vielleicht sogar noch eine Grußkarte schreiben. FCK BLD benötigt ja nicht so viel Platz.

Fettes Dankeschön an meine "Renovierhelden" für die Hilfe

Bier: BrauKunstKeller Amarsi IPA, 7.1%
Mucke: Public Image Ltd. - What the World Needs Now...

Freitag, 6. Dezember 2013

Vandalen erobern die Stadt















Man mag es kaum glauben, aber es laufen tatsächlich Menschen in der Stadt herum, die aus purem Spaß an Vandalismus und Sachbeschädigung Wände, Autos oder gar das Eigentum der Hamburger Hochbahn zerstören. Gott sei Dank nicht mit Schwertern wie die alten Vandalen, nur mit Farbe aus Spraydosen, aber was das den Steuerzahler schon gekostet hat, darüber mag man gar nicht nachdenken. Abgesehen davon sind da auch noch die Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn, die sich viel Arbeit und Mühe machen all diese Graffitis wieder abzuwaschen. Bei so viel Sachbeschädigung kann man dann auch kein Mitleid mehr aufbringen, wenn einer dieser Vandalen bei seinem schändlichen Vorhaben an einer Hochspannungsleitung verbrutzelt, was schleicht der auch auf den Schienen herum.

Ich sollte aufhören beim Frühstück dämliche Boulevardzeitungen zu lesen, vor allem sollte ich aufhören die dämlichen Leserbriefe der dämlichen Leser dieses dämlichen Blattes zu lesen. Man kann das Frühstück dabei gar nicht so schnell schlucken wie man es wieder auskotzen möchte.

Zur Magenberuhigung gibt es daher heute ein paar vandalistische Sachbeschädigungen in Farbe und für die Ohren meine momentane Lieblingsgruppe mit der heute aus dem Briefkasten gefischten gebrauchten CD für schlanke 1.75 Euro: Schäl Sick Brass Band - Majnoun





Sonntag, 28. November 2010

Hexen hexen

















Isch will nen Roten soll Winfried Schäfer damals beim Karlsuher SC gesagt haben, als er Sergej Kirjakow verpflichtete. Rothaarige Menschen gelten ja allgemein als sehr temperamentvoll, nicht nur auf dem Fußballplatz. Dass sich das durchaus auch auf die Bühne übertragen lässt bewies Melissa Auf der Maur im Knust, wo sie ein zwar recht kurzes, aber eindrucksvoll fettes Brett hinlegte.
Wobei sich das letzte Adjektiv bei der extrem schlanken Dame natürlich nur auf die Musik beziehen kann.

Dass ich von den Songs nicht einmal die Hälfte kannte empfand ich dabei überhaupt nicht als störend, das neue Album musste ich sofort mitnehmen und jetzt, wo ich es gerade höre, würde ich es als noch eine ganze Ecke stärker einschätzen als ihre erste Platte, trotz Followed The Waves, was selbstverständlich gespielt wurde.
Da ich jemanden im Südwestfälischen Regenwald kenne, der gerne dabei gewesen wäre, aber leider verhindert war: es hätte Dir gefallen. Sehr sogar, bin ich sicher. Du hättest Dich wahrscheinlich sogar verliebt, ich war auch knapp davor.
Die Band stand jedenfalls eindeutig im Schatten der charismatischen Kanadierin, die nicht nur optisch ziemlich beeindruckend ist, sondern auch noch ungeheuer sympathisch rüberkam. Wieder mal eine Gelegenheit, bei der ich gerne meine Spiegelreflex dabei gehabt hätte, vielleicht sollte ich beim nächsten mal einfach versuchen das Ding mitzunehmen. Wenigstens macht die Ixus halbwegs anständige Filmchen, da die Setlist auf der Bühne gut sichtbar war hab ich Followed The Waves und Lead Horse komplett aufnehmen können, sogar der Ton ist annehmbar. Nur synchron ist er leider nicht mehr, wenn ich das dämliche Format der Kamera in DivX umwandeln will.

Der Popkasper der Hamburger Morgenpost empfahl das Konzert nicht wegen Melissa Auf der Maur, die er als knallhartes China-Püppchen (incl. Deppenbindestrich) mit dünner Stimme betitelte, ihm hatte es das Vorprogramm angetan. Der Sänger und Songwriter Troy von Balthazar, einst Kopf der L.A. Indierocker Chokebore, stellt sein neues Album vor. Na Wahnsinn, ich kenn zwar nichts von Chokebore, aber Songwriter machen mich grundsätzlich neugierig.
Mit Gitarre, Tapeloops, allerhand Effektgeräten und Cassettenrecorder sang Troy dann wenig aufregende Songs, u.a. über seinen Penis. Die Begeisterung des Publikums hielt sich in Grenzen, eine Zugabe wurde glücklichwerweise nicht gefordert. Ich fand die halbe Stunde auch anstrengend genug, das merkwürdig linkische Gehampel des Herrn von Balthazar erinnerte mich vielleicht auch zu sehr an Bernd Begemann, mit dem ich ähnlich wenig anfangen kann. Chokebore ist damit jedenfalls schon auf der Negativliste gelandet, ich glaub um die muss ich mich nicht mehr kümmern.
Melissa dagegen guck ich mir gerne nochmal an. Vielleicht nächstes mal mit dem Herrn aus dem Regenwald, wenn es sich ergibt.

Schreibmusik: Melissa Auf der Maur - Out Of Our Minds



























Dienstag, 16. November 2010

Helden der Straße
















Der neue deutsche Weltmeister verkörpert bestimmte anarchistische Werte der heutigen Jugend, das schreibt angeblich Le Figaro. Vettel, das ist ein besonderer Ausdruck von Freiheit.
Irgendwie beschleicht mich bei diesem Blödsinn das Gefühl, der Übersetzer hatte nicht seinen besten Tag. Da meine Französischkenntnisse nicht die allerbesten, eher gesagt überhaupt nicht vorhanden sind, könnte ich das nur per Babelfish verifizieren, aber das würde wohl ungefähr auf ähnlichen Stuss hinauslaufen.

Anarchistische Werte? Hab ich was verpasst? Sponsert Red Bull jetzt den schwarzen Block? Wohnt Vettel jetzt nicht mehr in der Schweiz, sondern wie weiland Volker Ippig in der Hafenstraße? Dabei dachte ich immer, die Franzosen, die kennen sich aus mit der Anarchie.

Entweder hab ich mich in den Franzosen getäuscht, oder in Sebastian Vettel. Wahrscheinlicher ist aber, dass Corny Littmann neulich Recht hatte, als er Sportjournalisten als die dümmsten ihrer Zunft bezeichnete.

Scheibmusik: Incredible String Band - Changing Horses