Montag, 28. Juni 2010
Abgefrühstückt
Auch wenn Kirsche/Banane nicht unbedingt meine Geschmacksrichtung ist, heute konnte ich irgendwie nicht widerstehen.
Sonntag, 27. Juni 2010
Keine Rache für Wembley 66
Noch nicht einmal ausgleichende Gerechtigkeit, denn 1966 ging es um den Titel, heute nur um die Höhe der Niederlage. Wahrscheinlich haben es alle im Stadion gesehen, dass dieser Ball im Tor war, nur die Schiedsrichter waren mit Blindheit geschlagen, wie seinerzeit Bahramov. Aber bitte, liebe Engländer, macht daraus jetzt nicht die großen Schlagzeilen. Sagt einfach Wayne. Ihr wart heute deutlich schlechter, mit Ausnahme der insgesamt vielleicht 20 Minuten, in denen Ihr etwas Oberwasser hattet. Der Rest grenzte schon manchmal an eine Vorführung
1966 wurde ich in der Kneipe noch mit Limonade abgefüllt, seit ich Bier trinken darf habt Ihr irgendwie kein Glück mehr. In diesem Sinne: Prost. Auf das Viertelfinale.
Freitag, 25. Juni 2010
Fastfood Gourmets
Seit Jahren streiten sich Hamburger und Berliner, wer denn nun die Currywurst erfunden hat und wo man die beste essen kann.. Nachdem Uwe Timm in seinem Buch Die Entdeckung der Currywurst zweifelsfrei nachgewiesen hat, dass die scharfe Spezialität eine Hamburger Erfindung ist, bleibt noch die Geschmacksfrage, welche Wurst man bei einem eventuellen Wettbewerb ins Rennen schicken sollte. Vor etlichen Jahren noch war das im Norden in den meisten Fällen eine ganz normale Bratwurst, die sich alleine durch die Wahl der Sauce von der Konkurrenz abheben konnte. Da nicht jeder ein geschicktes Händchen bei der Herstellung hausgemachter Saucen beweist, habe ich meistens Imbissbuden bevorzugt, die den guten Hela Curryketchup verwenden, da kann man wenigstens nicht viel verkehrt machen.
In den letzten Jahren hat sich das etwas geändert, die Currywurst ist salonfähig geworden, seit Feinschmecker dazu übergegangen sind edle Imbissbuden zu eröffnen und sich ihre Currymischungen von Sterneköchen designen lassen. Ob man von einer feinen Kalbsbratwurst wirklich noch viel schmeckt, wenn die Schnauze brennt wie nach dem Besuch einer Garküche in Thailand, wage ich ja zu bezweifeln, vielleicht bin ich da aber auch nicht Gourmet genug.
Einige der Fastfood Fresstempel konnte ich schon testen, so richtig überzeugt haben mich bisher aber nur die Curry Pirates in Barmbek, die ich gerne in den Länderwettkampf schicken würde, sollte er denn einmal stattfinden. Auch wenn ich dort momentan den Jolly Roger (Foto) bevorzuge, eine Grillwurst aus Schwein, Rind und Kalb mit Süßkartoffelchips und einer pikanten Sauce namens Friendly Fire. Extra kreiert zum Aufstieg des FC St.Pauli in die Bundesliga, was an sich schon ein Grund ist die mal zu essen, aber ganz abgesehen davon schmeckt die einfach unglaublich gut.
Schreibmusik: Van Morrison - Enlightenment
Dienstag, 22. Juni 2010
Gummipflaumen und andere Verführer
Vor dem Bären-Treff in der Bahrenfelder Straße standen zwei Mädels und verteilten Gummis an willige Passanten. Wenn man von jungen Damen in Hamburg auf der Straße angesprochen wird, dann geht das meistens ins Geld, nicht nur auf dem Kiez, auch auf eher harmlosen Veranstaltungen wie der Altonale.
In diesem Fall schmeckten die Gummis nach Pflaume und Aprikose, womit man dann in den Laden gelockt wurde, in dem man auch noch Erdbeere/Rhabarber und ähnliche Spezialitäten probieren durfte.
Dabei handelte es sich um eigentlich harmlose Fruchtgummis, die erstaunlicherweise wirklich nach den angegebenen Früchten schmeckten, nicht wie dieses grausame Zeug aus dem Supermarkt.
Am Ende hat mich dann die Gier gepackt und es lagen zweikommafünf Kilo Fruchtgummis im Schrank, dabei fass ich das Zeugs normal nicht an. Das Kilo tropische Früchte und die Herzen mit Chili-Ingwer Füllung hab ich dann heute auch den Kollegen in der Firma gespendet. Da geht das eher weg.
Erdbeere/Rhabarber schaff ich vielleicht auch alleine.
Schreibmusik: Anders Osborne - American Patchwork
Sonntag, 20. Juni 2010
Zwischen Waffel und Falafel
Es ist eigentlich kein Wunder, dass der bunteste Stadtteil Hamburgs auch das bunteste Straßenfest der Stadt zu bieten hat. Die Altonale gibt es erst seit 12 Jahren, hat sich aber schnell zu einem der beliebtesten Straßenfeste im Norden entwickelt. Der multikulturelle Charakter wird nur einer der Gründe sein, ein anderer sicher die ausgewogene Mischung aus Kultur und Kommerz. Während Hafengeburtstag und Alstervergnügen an einem Überangebot aus Bratwurst- und Bierständen leiden riecht es hier an jeder Ecke verführerisch, oft nach allerlei exotischen Gerichten und Gewürzen, manchmal nach frischen Waffeln oder dem selbstgebackenen Kuchen einer der zahlreichen Bürgerinitiativen.
Zwischen den Getränke- und Futterversorgern gibt es hier noch viel Platz, für Schülerinitiativen gegen Kinderarbeit, Selbstverteidigungskurse für Frauen, die AIDS Hilfe oder für Ingenieure ohne Grenzen, die leider mangels Sonnenschein kein Wasser kochen konnten. Vielleicht hätte ein wenig Meditation am Stand der Falun Gong Jünger ja geholfen.
Wer unbedingt etwas mit nach Hause nehmen wollte konnte Buddha zum Sonderpreis erwerben, sich an afrikanischen Musikinstrumenten versuchen, sein Esoterikparfum selber zapfen oder an der Fabrik-Bühne Kleider aus dem Fundus des Thalia Theaters zugunsten der Hamburger Tafel ersteigern.
Das kulturelle Rahmenprogramm kann sich hier wirklich noch so nennen. Wird man inzwischen bei fast allen Straßenfesten an fast jeder Ecke mit tödlicher Disco oder Schlagermucke beschallt, hat man hier eher die Qual der Wahl. So haben wir leider Hamed Smani aus Burkina Faso verpasst, der laut Programm auch nur 30 Minuten spielen sollte, was ich natürlich erst gelesen habe als es schon vorbei war.
Eigentlich braucht man für die Altonale mindestens zwei Tage, etwas Kondition vorausgesetzt. Auf dem Weg zur NDR Bühne, wo ich mir unbedingt die Wiener Grooveheadz ansehen wollte, wurden wir gleich mehrfach aufgehalten. Erst von Martina del Prado und dem Cuadro Flamenco Los Cabales, dann von einer Zwangspause, in der ich erklären musste warum ich die Flamencotänzerin so häufig fotografiert habe, was mir selbstverständlich keinerlei Mühe bereitete.
Zufällig kam ich dadurch in den Genuss eines wahrhaft königlichen Getränkes aus dem Alten Land, das an der Elbmeile ausgeschenkt wurde. Wäre nicht das Mitführen eines 10 Liter schweren Apfelsaftsacks für den weiteren Abend extrem kontraproduktiv gewesen, ich hätte nicht gezögert.
der Büro aus Hamburg hat uns dann mit Musik aus dem Macbook vertrieben, wesentlich angenehmer für die Ohren waren dagegen Bando Sambado, die öfter mal für völlig verstopfte Kreuzungsbereiche sorgten, ein weiterer unvorhergesehener Aufenthalt, man muss hier selbst für relativ kurze Wege viel Zeit einplanen.
Persönlicher Höhepunkt des Abends waren für mich auf jeden Fall die Grooveheadz aus Wien, die perfekte Mischung aus Balkan, Funk und Rock, die haben richtig Spaß gemacht. Leider erwies sich die Nachfrage nach einer eventuell käuflich zu erwerbenden CD als Fehlschlag, die erscheint erst im September. Ist auf dem Merkzettel, sollte die ähnlich gut rüberkommen wie der Auftritt, dann werden sich garantiert einige Leute dafür begeistern können.
Mehr Bilder von der Altonale *klick*
Schreibmusik: Beck - Guero
Labels:
Feiern,
Fotosafari,
Hamburg,
Kultur,
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Lecker Futter,
Musik
Freitag, 18. Juni 2010
Ins Wasser gefallen...
..ist heute nicht nur der erhoffte Sieg gegen Serbien. Dementsprechend hat sich der größte Teil der Fans nach dem Spiel auch recht schnell vom Fanfest verabschiedet, obwohl das Wetter eigentlich noch auf den einen oder anderen Drink einlud. Die einzige Pfütze befand sich vor dem Caipistand und wurde garantiert nur von den Eisresten gebildet, anscheinend gab es Pfandgeld nur bei vollständig geleerten Bechern zurück.
Immerhin haben wir jetzt das erste Endspiel schon weit früher als erwartet.
Schreibmusik: South African Grooves mit xs4all und Dorfscheff auf Radio DBWG.
Donnerstag, 17. Juni 2010
Gefährliche Farbwahl
Wenn es nicht gerade um Fußball geht, bin ich ja ein ausgesprochener Fan der Niederlande, ich mag das Land, die Menschen und, neben Groningen und ein paar anderen Städten, ganz besonders auch Amsterdam.
Ob es zu Zeiten der Fußballweltmeisterschaft aber eine besonders gute Idee wäre dieses T-Shirt, ein Urlaubsmitbringsel lieber Freunde, in der Öffentlichkeit zu tragen? Eventuell sogar beim Public Viewing, wenn die Niederländer gerade spielen? Heldenhaft wäre es vielleicht, aber ob ich standhaft genug bin, wenn die ersten Rollkommandos aufgebrachter deutscher Hooligans auf mich zu stürmen? Barmherzigkeit darf ich dann wohl eher nicht erwarten.
Samstag gegen Japan könnte ich das mal testen, aber glücklicherweise hab ich da schon etwas anderes vor. Vielleicht warte ich damit auch besser auf den nächsten Urlaub im Käseland, da fällt man mit der Farbe nicht so auf.
Schreibmusik: Roland Tchakounte - Waka
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