Sonntag, 31. Juli 2011

Mit Robbengarantie















Die Niederländer trauen sich was, die geben hier tatsächlich eine Robbengarantie. Allerdings zählt die nicht für Arjen, sonst hätte garantiert schon ein Vertreter von Bayern München auf der Matte gestanden.

Nein, es geht nicht um Fußball, es geht um Seehunde. Die sollten wir auf jeden Fall zu Gesicht bekommen, auf einer dreistündigen Bootsfahrt durch das Wattenmeer. Dazu spannende Geschichten vom Kapitän der Silverwind. Ersatzweise der Stortebeker, die ich schon vom Coolnessfaktor des Namens präferiert hätte.
So enterten wir kein Piratenschiff, sondern eine Touristenschaukel mit Restauration. Bar, Bier vom Fass, Kaffee, Kuchen, Snacks. Und frittiertes Gedöns mit dem Namen Bitterbollen, knusprige Kugeln mit fragwürdigem Inhalt. Die Prinzessin war nach einem Versuch so clever, lieber das mitgebrachte Salamibrötchen zu verzehren. War auch nicht ganz so heiß.

Die lustigen Geschichten des Kapitäns gab es leider nur in der Landessprache zu hören, aber so weit weg von Plattdeutsch ist das nicht, ein paar Dinge bekam ich halbwegs übersetzt, blöderweise selten die Pointe.  Nach 90 Minuten dann erste Aufregung an Deck, jemand schien einen Seehund gesehen zu haben. Bis dahin waren Möwen, die Fähre von Schiermonnikoog und eine Gruppe Plattbodenschiffsausflügler auf einer Sandbank die einzigen Motive (außer der Prinzessin natürlich, aber dieses Modell steht anderen nicht zur Verfügung), jetzt wurden Kameras und Ferngläser gezückt, was auch  nötig war. Denn die waren fern, die Robben. Ferner als Arjen in der Arroganz-Arena. So hab ich mich wieder mit Möwen beschäftigt, was ich auch in Hamburg schon einmal mache, wenn der Rest nicht viel verspricht.

Unsere holländischen Tischnachbarn, die völlig unbeeindruckt sitzen blieben, versprachen uns für die Rückfahrt weit bessere Aussichten. Mehr Wasser unter dem Kiel, weniger Entfernung zur Sandbank. Was dann wirklich noch zutraf, andernfalls hätte ich mich durch die Robbengarantie auch ziemlich verarscht gefühlt. 













Kommentare:

  1. das mit den garantien ist so ne sache..

    noch ne schöne zeit

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  2. Bitterbollen:

    Bitterballen oder Bitterbollen sind eine in den Niederlanden und Flandern sehr beliebte Spezialität.
    Es handelt sich um panierte, mit einem Ragout aus Rind- oder Kalbfleischmasse gefüllte und frittierte Fleischkroketten, die einen Durchmesser von rund drei Zentimetern aufweisen.
    Als Paniermasse wird grobes Paniermehl verwendet. Sie müssen außen sehr knusprig und innen sehr heiß sein. Auch kann man sie mit einem Stück festem Schnittkäse wie zum Beispiel Gouda füllen.
    Dazu kann Senf oder Mayo gegeben werden.

    Die ganz Hartgesottenen, habe ich mir sagen lassen, wagen sich auch an Frikandell ran... ;-)

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  3. Cisne, wenn ICH für etwas garantiere, dann kann man sich dessen ziemlich sicher sein. Aber das mache ich natürlich niemals leichtfertig *g*.

    Kiki, genau das hat mir auch Tante Wikipedia gesagt, als ich danach fragte. Ich habe sie nur vorher schon gegessen und das war nicht mal so übel wie es sich anhört.
    Ich liebe holländisches Fastfood :)

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  4. Hach, in Holland gibts meine geliebten Lakritzkaugummis. Würdest du bitte davon eine Tonne für mich ordern? :D
    Ich muss bald auch dahin, jawohl.

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  5. Ich esse nix, von dem ich nicht weiß, was drin/dran ist! Könnten ja aufgerollte Hühnerfüße sein *schüttel*
    Oder "Separatorenfleisch" wie bei Frikandell ;-)

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  6. Sera, die Bestellung kommt leider etwas spät. Da ich selber Lakritze zutiefst verabscheue, könnte ich Dir noch nicht einmal mit 100 Gramm aushelfen.

    Kiki, Du solltest selber schlachten und wursten, wahlweise Vegetarierin werden, Gemüse und Kräuter anbauen und dergleichen mehr. Auf gar keinen Fall solltest Du Restaurants oder gar Imbissbuden besuchen, schon überhaupt nicht in fernen (oder auch nahen) Ländern, denn in 90% aller Fälle weißt Du nicht was drin/dran ist.
    Meine Frikandell war jedenfalls ganz ausgezeichnet :p.

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  7. Mach ich man auch nicht, hehe...

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  8. Ich werde bei nächster Gelegenheit mal den Inhalt Deines Kühlschranks auf verdächtige Speisen untersuchen müssen :).

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