Mittwoch, 4. Oktober 2023

Altmetall statt Dudelsack und Scones

 









Wochenendveranstaltungen sollte man nicht unbedingt am letzten Tag besuchen und schon gar nicht erst zwei Stunden vor dem Ende, wenn die Tische und Bänke schon abgeräumt werden. Trotzdem müssen wir für die British Days auf Gut Basthorst noch den vollen Eintritt berappen, aber wenn man den Weg schon auf sich genommen hat...

Der Pappenheimer steuert schnurstracks auf das teure Altmetall zu und ignoriert dabei geflissentlich die noch geöffneten Verpflegungsstationen, weshalb ich es wieder einmal verpasse Scones mit Clotted Cream zu probieren. Mit Lemon Curd, verdammt!

Da die traditionell urbritischen Darbietungen wie Polo, Rugby, Gummistiefelweitwurf, Damensattelreiten oder Hunderennen alle schon durch sind, bleiben als Motiv für diesen Tag nur noch Jaguar, Rolls Raus, Morgan und/oder deren stolze Besitzer. 

Leider habe ich mich früh auf das lange Tele festgelegt und so ist die Kühlerportraitfotografie nur sehr eingeschränkt möglich, also konzentriere ich mich auf Emily und Schwabensterne, die ja eigentlich mit Britannien nichts am Hut haben, aber das hat auch der 56er Buick Roadmaster aus den alten Kolonien nicht.

Vereinzelt sind noch ein paar Kiltträger auf dem Gelände zu sehen, die sehen zwar aus als könnten sie mit Dudelsäcken umgehen, aber so etwas wie ein Schlusskonzert ist scheinbar nicht geplant und statt Scones gibt es für uns zum Abschluss nur ein Kaltgetränk im Pferdestall. Der wurde zum Restaurant umgebaut, daher klingt das erst mal ungemütlicher als es ist.

Die British Days in Klein Flottbek waren irgendwie britischer als die im freiherrschaftlichen Garten, aber das kann natürlich auch an der besseren Zeitplanung gelegen haben. Die hätte wenigstens noch Scones mit Clotted Cream möglich gemacht.


Fotos dazu: British Days Gut Basthorst 2023 - Nikon D7200

Musik dazu: Eels - Hombre Lobo

 









 

Mittwoch, 27. September 2023

Willkommen im Zombie Zoo

 








Erschossen, erschlagen, vergiftet, verbrannt, erstickt, ertrunken, in die Luft gesprengt oder schlicht aus zu großer Höhe abgestürzt, was die Anzahl der möglichen Todesarten angeht ist Minecraft wahrscheinlich führend in der Computerspielwelt. Neuen Spaß versprechen Pulverschnee (erfrieren) und fallende Stalaktiten in den Tropfsteinhöhlen, weshalb ich nach einmaliger Erfahrung keine Tropfsteinhöhlen mehr aufsuche wenn es sich vermeiden lässt.

Nicht ganz neu und dennoch anders sind einige Bauwerke, wie zum Beispiel der Wüstentempel, der dank der Repurposed Structures Mod jetzt auch in anderen Biomen auftauchen kann und statt der bekannten Sprengfalle neue fiese Überraschungen bereit hält. Im Falle des Tafelbergtempels ist das eine Sprengfalle mit Tageslichtsensor, an die man aber erst herankommt wenn man sich durch Horden von Wüstenzombies gekämpft hat, deren Spawner in den beiden Türmen des Tempels verborgen sind.

Zwei Spawner direkt nebeneinander, das schreit geradezu nach einer XP-Farm. Während Frau K. mir das lästige Pack vom Hals hält gelingt es mir, beide Spawner freizulegen und mit Fackeln zu sichern. Anschließend wird der halbe Tempel abgerissen, die Farm mit Mauern und Zäunen abgesperrt, die Fackeln entfernt, et voilà, fertig ist der Zombie Zoo.

In der Mitte kann man sich jetzt risikolos aufhalten und fröhlich Wüstenzombies schlachten, massig Erfahrungspunkte kassieren und ohne Ende Gammelfleisch ernten. Fehlen nur noch ein paar Priester, bei denen man das Zeug gegen Smaragde tauschen kann. Das wird dann wohl unser nächstes Projekt.

 Screenshots dazu: Minecraft Forge 1.19.2

Musik dazu: Meute - Puls


 


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Die Sound-Funktion ist auf 200 Zeichen begrenzt

Sonntag, 24. September 2023

Im Stil einer Spitzenmannschaft

 









 

Während des Spiels tauchen meine Gedanken kurz ab in die Vergangenheit, wie das hier alles anfing. Auf Erdwällen im Matsch gestanden, gegenüber die Bruchbude von Haupttribüne mit dem Kuchenblock, quasi dem Vorläufer der Loge, auf dem Platz Spieler mit Kippenschachtel in den Stutzen, die ein mehr oder weniger erfolgreiches Ackermatch bestritten haben, vor vielleicht 3000 Zuschauern.

Dann schweift der Blick über vier bildschöne Tribünen, sieht die Fackeln leuchten in der Süd, die Rauchschaden über den Platz ziehen, hört den lautstarken Support von 30.000 Menschen, von denen 27.000 eine Mannschaft anfeuern, die zumindest streckenweise Traumfußball zelebriert. Zweitligatraumfußball, aber definitiv Traumfußball, und man möchte fast platzen, so sehr schießen die Glückshormone durch den Körper.

Aber egal ob Erdwall oder Tribüne, ob 3.000 oder 30.000, die schönsten Momente im Fußball ändern sich nie, etwa wenn ein Mensch hinter dir schreit "der wird doch wohl reingehen", genau in dem Moment in dem Marcel Hartel abzieht und das Ding zum 2:1 in die Maschen jagt, oder wenn man selber kurz vor Schluss "ein 3:1 würd ich noch mitnehmen wollen" in den Bart murmelt und sich dann freut wie blöd, dass ausgerechnet Carlo den macht, der ja bisher nicht sooo viele Möglichkeiten hatte und sich dann noch mehr freut, dass sich seine Kollegen ebenfalls für ihn freuen und schon wieder möchte man fast platzen..

Ach Millerntor, es war oft schön, oft auch schön schrecklich, manchmal deprimierend, manchmal magisch und manchmal, so wie heute gegen Schalke, einfach nur unfassbar geil. Ich will Zehnjahresverträge für alle, damit dieser Traum niemals endet, wohl wissend, dass der dann in der ersten Liga enden kann, wenn das so weitergeht. Ein im Brustton der Überzeugung geäußertes "die steigen auf", aufgeschnappt auf der Treppe nach dem Spiel, hörte sich für mich nicht mehr nach Plan sondern nach Feststellung an. Schalke wird er nicht gemeint haben.

Momentan sind wir jedenfalls eine Spitzenmannschaft in der zweiten Liga, daran hab ich mich inzwischen schon fast gewöhnt, die frühere Nervosität vor Spielen ist seit Monaten einer gespannten Vorfreude gewichen, ganz egal wie der Gegner heißt. Schalke? Und tschüß...

Was sonst noch gut war:

Marcel Hartel wieder Mann des Tages, beim zweiten Treffer war er dann auch schon Fußballgott. Bevor er besser wird als Lionel Messi sollten wir den Vertrag verlängern.

Geil Goldglitzerpiratenchoreo.

Was nicht ganz so gut war:

Wenn wir eine Erstligamannschaft werden wollen müssen wir lernen dusselige Gegentore zu vermeiden. Erst den Ball und dann den Gegner laufen lassen, weil sich gerade keiner zuständig fühlt, selten doof. Ich hasse es einfach, wenn man da sitzt und das Elend kommen sieht.

Was so richtig schlecht war:

Schalker Spacken in der Nordkurve braucht kein Mensch. Über Zäune klettern und sich mit Ordnern prügeln kannte ich bisher nur von den absoluten Vollhonks aus Rotzstock und Dräsdn, ihr seid da also in wirklich guter Gesellschaft. Glückwunsch.


Fotos dazu: Gegengerade Millerntor, FC St.Pauli - FC Schalke 04, Endstand 3:1

Tore dazu: Hartel (21./57.), Boukhalfa (92.) / Polter (29.)

Links dazu: Feuerwerk von Anfang bis Ende - Freibeuter der Liga bleiben auf Kurs - In der Ruhe liegt die Kraft

Musik dazu: Tinariwen - Amatssou / Ipek Yolu - Tropical Anatolia

 
















Montag, 18. September 2023

Sonntags nur Traumtore

 










Gute Güte, was war das für ein Spiel! Es macht ja generell schon ziemlich viel Spaß unseren Jungs beim Kicken zuzusehen, aber wie viel Spaß das erst machen kann wenn die dabei auch noch Tore schießen, das hatte ich schon fast vergessen. 

Dabei waren die Voraussetzungen eigentlich denkbar ungünstig, Jackson verletzt und Manos krank, meine beiden unverzichtbaren Lieblinge nicht auf dem Platz. Oh Hiob, eine Mannschaft, die zwar jeden Gegner ausspielen kann, aber das Tor nicht trifft. Das geht bestimmt auf die Psyche, kennt man doch, erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Der Geist einer missratenen Hinrunde schwebt schon wieder über dem Millerntor.

Allerdings schwebt der nur knappe vier Minuten, dann packt Connor den Huf aus und haut das Ding einfach mal aus 20 Metern in den Winkel. Tor! Tor! Traumtor! TordesMonatsTor! Hat der Ball das eigentlich überlebt oder war der hinterher im Arsch? Endlich wieder ein Tor und dann gleich so ein geiles Ding, Fußball kann so schön sein..

Kaum haben wir uns beruhigt gibt's einen Freistoß in aussichtsreicher Position, genauer gesagt in einer den-könnte-Eric-direkt-reinsemmeln-Position. Große Fresse die ich hab verkünde ich das kommende 2:0 meinen Nachbarn, aus dieser Distanz hat er schließlich schon mal getroffen, er muss das also einfach nur wiederholen und was soll ich sagen I TRUST IN MR. SMITH. Tor! Tor! Traumtor! 

Das Spiel ist keine zehn Minuten alt und wir führen zweinull, was ist hier los? Unfassbar, würde Hürzilla sagen. In Folge darf der Kieler Hühnerhaufen zwar ein Abseitstor schießen, bleibt sonst aber ziemlich blass für einen Tabellenvierten, was allerdings mehr über die Tabelle aussagt als über Kiel. Wir haben Spiel und Gegner weitgehend im Griff, wie eigentlich alle Spiele bisher. Neu ist nur der Torhunger, das 3:0 durch Dapo (Tor!Tor!Traumtor!) gehört vielleicht nicht in die engere Auswahl für Traumtore, aber ich mag das, wenn jemand den Ball so humorlos in die Maschen piekt, einfach weil er's kann. 

Ein 4:0 durch Marcel "Lunge" Hartel wäre natürlich ein fantastisches Halbzeitergebnis gewesen, hätte er nicht im Abseits gestanden. Der Anschlusstreffer durch Lewis "Raute im Herzen" Holtby nur 5 Minuten nach Wiederanpfiff ist ein kleiner Fleck auf der weißen Weste, kann die Boys in Brown aber nicht erschüttern. In der 70. Minute macht Lars Ritzka seine erste Zweitligabude zum 4:1 und selbstverständlich macht auch er es nicht unter einem Tor! Traumtor! Distanzhammerday!

Weil Marcel Hartel seinen Fauxpas mit der Abseitsstellung wieder wettmachen will und weil das heute aus der zweiten Reihe wohl am besten klappt, reiht auch er sich ein in die Reihe der sonntäglichen Traumtorschützen. Strafraumgefummel wird gewaltig überschätzt, einfach mal draufhalten ist die Devise.

Und Sonntags nur Traumtore.


Was sonst noch gut war:

Marcel Hartel ist erstaunlich. Noch erstaunlicher ist, dass hier noch keine zehn Bundesligisten geifernd an der Tür kratzen und das darf gerne so bleiben.

Lars Ritzka. Tore schießende Eigengewächse sind mir die liebsten.

Nikola! Bin immer mehr davon überzeugt, dass wir einen ganz hervorragenden Keeper haben.

Das ganze Stadion Choreos sind schön und Fahne wedeln ist super, doof ist halt nur dass man selber wenig davon sieht, also besser bei Groeni gucken.

Was sonst noch schlecht war:

Mit dem Bus nach Hause cruisen weil die U3 gerade nur in eine Richtung fährt. Kann man machen, dauert dann halt zwei Stunden inkl. 42 Minuten Wartezeit.

Lewis "Raute im Herzen" Holtby, 20 Minuten auf dem Platz und dann rotgefährdet wieder auswechseln lassen. Hat wohl immer noch keinen Bock auf Fußball.


Fotos dazu: Gegengerade Millerntor FC St.Pauli - KSV Holstein Kiel, Endergebnis 5:1

Tore dazu: Metcalfe (4.) Smith (7.) Afolayan (38.) Ritzka (70.) Hartel (94.) / Holtby (50.)

Links dazu: Zwischen Stille und 100dB von Stefan Groenveld, Theater der Traumtore vom Millernton

Musik dazu: Bombino - Sahel














Dienstag, 12. September 2023

Ein Alptraum in Blau

 









 

Wenn ich in den letzten Wochen etwas gelernt habe, dann dies: Der Beschiss lauert vielleicht an jeder Straßenecke, noch viel mehr lauert er aber im sogenannten Fachhandel, denn heutzutage ist es scheinbar ausreichend, wenn man den Unterschied zwischen Kartoffel und Ananas kennt, um einen Fachhandel für Obst und Gemüse zu eröffnen. So etwas wie Waren- oder gar Sortenkunde ist dafür augenscheinlich nicht nötig.

Rechtzeitig vor Beginn der Zwetschgensaison geht meine einzigartige und wunderbare Fachhändlerin in Rente und übergibt ihr seit 40 Jahren existierendes und florierendes Geschäft an ihre Nachfolger. Ein Drama in mehreren Akten, denn die Nachfolger haben momentan überhaupt keine Zwetschgen im Angebot, wissen auch nicht wann oder ob sie überhaupt welche bekommen und schon gar nichts von irgendwelchen Sorten. Wenn die Existenzgründung so anfängt seh ich schwarz.

Folglich geht die Suche nach einem zuverlässigen Fachhändler wieder los, der außer bei Kartoffeln und Ananas auch auf dem Gebiet des deutschen Kernobstes die nötige Expertise besitzt und das ist, zumindest im Norden dieser Republik, ein Ding der Unmöglichkeit.

Fachhändler*in Nummer 1 erklärt mir, die Zeit für Bühler wäre längst vorbei. Auf meinen Einwand, ich würde schon seit 40 Jahren im August Bühler Zwetschgen kaufen, weil die Dinger halt im August reif sind, kommt nur ein schnippisches "wir bekommen jedenfalls keine mehr" und das ist immerhin eine Aussage, mit der ich etwas anfangen kann. Hier muss ich in Zukunft nicht mehr nachfragen und das erspart Zeit.

Fachhändler Nummer 2 berichtet strahlend, sie hätten NUR Bühler im Angebot und wühlt dabei demonstrativ mit beiden Händen in der Zwetschgenauslegeware herum, die auf den ersten Blick weder von der Farbe noch von der Größe auch nur die kleinste Ähnlichkeit mit Bühlern hat. Dabei fällt mir ein, dass der vor drei Jahren schon mit beiden Händen in seinen Fakezwetschgen gewühlt hat und ich damals schon keinen Bock auf eine falsche Sorte Corona-Obst hatte.  

Fachhändler Nummer 3 ist im Netz eine große Nummer bei den Bewertungen, hat zwei Filialen in teuren Einkaufszentren mit entsprechendem Publikumsverkehr aber NOCH keine Bühler wobei das nächste Woche schon anders aussehen könnte, schließlich hätte die Saison gerade erst begonnen. Leider klingt das in der nächsten und auch in der übernächsten Woche ähnlich, Cheffes im Hintergrund genölter Kommentar "wir haben sehr aromatische Sorten im Angebot" klingt für mich wie "such woanders." Ja, mach ich.

Fachhändler Nummer 4 entpuppt sich als Hauptfiliale der Nachfolger, muss seinen Großhändler fragen ob Bühler eine Sorte wäre und ob er diese besorgen könnte. Die Antwort ist zwar äußerst unbefriedigend für mich, aber immerhin hat der Fachhändler etwas dazugelernt. Better luck next year?

Fachhändler Nummer 5 muss ich kurz in einem Kund*innengespräch unterbrechen. Er fragt, freundlich lächelnd, ob das denn keine Bühler wären in seiner Auslage, worauf ihm die Kundin detailliert den Unterschied in Aussehen, Geschmack etc erörtert und ich wünschte, diese Kundin würde irgendwo ein Fachgeschäft eröffnen. Endlich jemand mit Ahnung, aber leider ohne Obstladen.

Fachhändler Nummer 6, 7 und 8 befinden sich auf dem Wochenmarkt, mit eigenen Erzeugnissen aus dem Alten Land. Damit kann ich leider nichts anfangen und ja, die muss ich nicht probieren, ich weiß dass die schmecken, aber für meine Zwecke halt nicht geeignet sind. Ich wünschte es wäre anders, das würde viel erleichtern.

Fachhändler Nummer 9 ist der letzte auf dem Markt und hat tatsächlich Bühler, jedenfalls steht das auf dem Schild, auch wenn die nicht so aussehen und nach Wochen verzweifelter Suche bin ich so blöde und fall darauf rein. Ich hätte nicht gleich auf 4 Kilo hereinfallen müssen, aber so lernt halt jeder ein wenig dazu, zum Beispiel wem man trauen kann. Vielleicht ja dem Internet?

Seit Jahren weigere ich mich standhaft, Bücher im Internet zu bestellen und soll jetzt Obst online kaufen? Das wäre sogar möglich, nur müsste ich zehn Kilo abnehmen um den Mindestbestellwert zu erreichen, oder ein paar sündhaft teure exotische Früchte dazulegen, was dem ohnehin nicht unerheblichen CO2-Fußabdruck noch einen gigantischen Boost hinzufügen würde.

Eine weitere Recherche zeigt das ganze Drama: Bühler sterben langsam aus, die Sorte ist nicht so gefragt. Der Trend geht mehr zu großen, in Bodennähe wachsenden Früchten, die einfacher und billiger geerntet werden können, meist in Ländern mit billigeren Arbeitskräften und der scheiß Trend kann mich mal am Arsch lecken weil ich kein ungarisches Trockenobst kaufen werde.

Eher baller mir ein paar Kühlboxen in den Kofferraum und fahr nächstes Jahr persönlich nach Baden-Württemberg.   

Foto dazu: Keine Bühler

Musik dazu: Nightmares on Wax - Smoker's Delight / Carboot Soul




Sonntag, 27. August 2023

Vielleicht würde ein Bier helfen

 










Bier! Dieses (meist) wohlschmeckende Getränk aus Hopfen, Malz und Wasser, im Amateursport (Kneipenliga) auch als Zielwasser bekannt, könnte vielleicht helfen. Nur so ein kleiner Schwips, der eventuell für etwas mehr Unbeschwertheit und Unberechenbarkeit im Strafraum sorgt. Immerhin war Bier über lange Jahre DAS Getränk im Dartsport und die müssen weit kleinere Ziele treffen als ein Fußballtor.

Das Torschussverhältnis von 28:5 am Ende des Spiels zeigt die deutliche Überlegenheit des magischen FC, das Endergebnis von (wieder einmal) 0:0 zeigt aber auch das momentane Unvermögen vor der Kiste und daran ist nicht immer nur der gerade gut aufgelegte gegnerische Torwart schuld.   

Stimmen in meinem Umfeld verlangen schon wieder nach einem neuen Stürmer und höchstwahrscheinlich hätte ein Burgstaller auch zwei bis drei von den 28 versenkt, ich seh nur weit und breit keinen auf dem Markt von der Qualität. Abgesehen davon haben wir schon ganz viele Leute für diesen Job sagt der Trainer.

Einen Albers als klassischen Wandspieler, einen Afolayan der mehr aus der Tiefe kommt und einen Johannes Eggestein, der eine unfassbare Abschlussqualität in der Box hat. Sagt der Trainer. Wohl deshalb durfte er die letzten vier Minuten Nachspielzeit absolvieren, konnte das in der kurzen Zeit aber leider nicht unter Beweis stellen.

Bei der Mannschaft möchte ich mich für einen schönen Fußballnachmittag bedanken, es war durchaus spannend, teilweise wirklich schön anzusehen und definitiv eines der besseren torlosen Unentschieden, genau wie das Spiel in Fürth eines der besseren torlosen Unentschieden war oder das 0:0 gegen Düsseldorf - aber ich nehme gegen Braunschweig auch gerne ein schlechter hingewürgtes 1:0 in der allerletzten Sekunde mit, weil auch die besseren torlosen Unentschieden nerven, wenn man sie zu oft sehen muss.   


Was sonst noch gut war:

Dass es nicht nach einem dusseligen Konter 0:1 ausgegangen ist, was durchaus im Bereich des Möglichen lag und mich derbe angekotzt hätte. ACHTUNDZWANZIGZUFÜNF!

Für Aktionen gegen Polizeigewalt ist der Sonntag einfach ideal, weil man direkt um 13:12 Uhr damit starten kann.

Was eher so mittelprächtig war:

Das Stadion war mal ein Hexenkessel. Gut, nicht unbedingt immer an einem Sonntagmittag, aber heute war's echt gruselig. 

Fotos dazu: Gegengerade Millerntor, FC St.Pauli - 1.FC Magdeburg, Endstand 0:0

Links dazu: Das Runde muss ins EckigeBitte gib mir nur ein Tor

Musik dazu: Dizzy Gillespie - Afro 

 









 


 

Sonntag, 20. August 2023

Wo der Landwirt schafft

 








Abenteuer machen hungrig und da ich der einzige bin der über genügend Zeit verfügt, darf ich die Versorgung der Truppe komplett übernehmen. Jede Woche ein neues Feld anlegen, Hühner- und Pferdestall bauen, Schafe und Kühe füttern, Weizen und Gemüse ernten, inzwischen ist aus dem kahlen Tal ein kleines ökologisches Paradies geworden.

Denn selbstverständlich ist hier alles bio und öko, die Felder werden nur mit 1A Knochenmehl gedüngt, gewonnen von ausgesuchten Skelettbogenschützen und Eiswanderern, alles mit Zombiezertifikat. Die Viecher haben nicht nur genügend Auslauf sondern erreichen auch ein exorbitant hohes Lebensalter, weil ich von Hühnern eigentlich gar nichts und von Schafen höchstens mal etwas Wolle brauche, einzig die Kühe müssen zwecks Lederbeschaffung ab und zu dran glauben.

Ganz besonders freue ich mich über Maja, Willi und ihre zahlreichen Kinder und Enkel, die mich mit lecker Wildblütenhonig versorgen und nebenbei die Weizenfelder bestäuben. Was nicht ganz so gut klappt ist die Ansiedlung von Fröschen im Gartenteich. Von ursprünglich fast vierzig Fröschen sind gerade mal zwei noch übrig und das auch nur, weil ich sie am Gartenzaun angeleint habe. Was hoch und weit springen kann macht das halt auch und ist dann schnell wieder weg.

Schnell wieder weg wollte ich hier eigentlich auch, aber wenn man eine Basis hat die einem alles bietet was man braucht, dann muss man erst mal etwas besseres finden.

Screenshots dazu: Minecraft Forge 1.19.2

Musik dazu: We Invented Paris - Rocket Spaceship Thing