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Sonntag, 7. März 2021

Flieger grüß mir die Sonne


 

 

 

 

 

 

 

 

Möwenlandeplatz Kaiserkai / Hafencity

 

Sonntag, 5. Mai 2019

Müde Ziegen und anderes Getier

















Wildparks sind ein beliebtes Ausflugsziel mit Kindern, da wird einfach unglaublich viel geboten für die Kleinen. Rutschen, Sandkästen, Schaukeln und Klettergerüste gibt es zwar auch auf jedem mittelprächtigen Spielplatz, aber wo findet man schon Trecker, die pro eingeworfenem Euro eine ganze Minute Fahrspaß bieten? Oder Wasserkanonen, mit denen man Bälle durch ein Drahtlabyrinh schießen kann, solange das Kleingeld reicht? Nur im Wildpark Lüneburger Heide! 

Der Fairness halber muss ich eingestehen, dass Trecker und Wasserkanonen die einzigen kostenpflichtigen Zusatzangebote sind, abgesehen von den obligatorischen Futterpäckchen. Deren Inhalt kann man zur Not immer noch durch eine Futterrutsche in das Gehege von Büffeln und Hirschen kippen, wenn die eigenhändige Fütterung der harmloseren Streichelzoobewohner nicht klappt. 

Die bekommen das krümelige Zeug den ganzen Tag unter die Nase gehalten und reagieren entsprechend begeistert, was eine ziemliche Pleite gewesen wäre, hätte nicht ein älterer Herr seine Tüte mit Erdnüssen unter den Kindern verteilt. Was höchstwahrscheinlich verboten ist, auf müde Ziegen aber eine Wirkung hat wie Adrenalin und die Fütterung doch noch zu einem Erlebnis werden lässt.


Dafür geh ich schließlich in einen Wildpark, um Fotos von den Kindern zu machen, wie sie Ziegen füttern oder Trecker fahren. Für Fotos von Tieren ist so ein Park eher nicht geeignet, die befinden sich entweder hinter Gittern und Zäunen oder ziehen es in den großen Gehegen vor, sich hinter Bäumen zu verpissen, wofür ich mit der Zeit ein gewisses Verständnis entwickel. Mamaaa ich kann den Tiger nicht sehen. Da hinten rechts Leonie, siehst du den Schwanz? Naaahain. Da guck, eben hat er sich bewegt. Wow. Fast wie in Afrika und fast ebenso weit weg.

Der Bär immerhin ist sehr fotogen, wie er an der Kante auf und ab läuft und auf und ab und auf und ab und irgendwie wirkt das auf mich doch etwas manisch, aber wer will's ihm verdenken? Dafür genießt das Chamäleon wahrscheinlich eine stressmindernde Einfarbbeleuchtung, wirkt dadurch allerdings ähnlich müde wie die Ziegen.

Sechs Stunden dauert der Marsch, bergauf, bergab, bergauf und jetzt weiß ich auch, dass es Berge gibt in der Lüneburger Heide. Naja, zumindest Hügel, aber immerhin mit Panoramablick über die nächste Futterbude. Die Latscherei hier ist jedenfalls nicht weniger anstrengend als im näher gelegenen Wildpark Schwarze Berge. 

Der hat allerdings einen ganz entscheidenden Nachteil: keine Trecker! Und weil Trecker für den Stöpsel gerade das allergeilste sind, werden wir hier bestimmt nochmal aufkreuzen. Mit mehr Kleingeld.


Fotos dazu: Wildpark Lüneburger Heide / Nikon D7200
Musik dazu:  Nils Petter Molvær - Khmer / Hamada
 





Dienstag, 30. April 2019

Dann tanzt mal schön..















Linkszweidreisambarumbafoxtrott, konnte ich auch mal, etwa so grazil und elegant wie ein Pelikan.
Macht man das eigentlich heute noch, in den Mai tanzen?
Und zählt Pogo? 


Fotos dazu: Wildpark Lüneburger Heide / Nikon D7200
Musik dazu: Annie Lennox - Nostalgia



Sonntag, 24. März 2019

Sturmfrisuren

















Ob Pferde wohl auch an so etwas denken wie "Hü, geiles Wetter heute, viel geiler als der Regen gestern"? Über was man so grübelt, wenn man leicht angeschickert auf der Terrasse in der Sonne sitzt, wahrscheinlich haben sie gar keine Erinnerung mehr an gestern, als sie sich den ganzen Tag dicht gedrängt um den Futterspender versammelten.

Egal ist denen das Wetter jedenfalls auch nicht, bei Sonnenschein wetzen sie schon gerne mal im Galopp die Koppel entlang oder versammeln sich gemeinsam am Zaun, um den Kollegen auf der Nachbarweide beim Toben zuzusehen. Die Prinzessin wäre entzückt, schon aus diesem Grund eignet sich das Häuschen auch für einen Familienurlaub, gleich zwei Reiterhöfe in der Nachbarschaft und jede Menge Vierbeiner direkt vor der Haustür.

Die haben allerdings ebenso viel Respekt vor dem Elektrozaun wie ich vor großen Tieren, daher beschränkt sich die Interaktion meist auf gegenseitiges Beäugen aus einem angenehmen Sicherheitsabstand.

Mehr muss auch nicht, obwohl ich dem einen oder anderen schon gerne die Wuschelfrisur gekrault hätte, aber das letzte wollte unbedingt meine Lederjacke fressen, das recht vorerst an Erfahrungen.

Fotos dazu: Rømøponys / Nikon D7200
Musik dazu: Sharon Van Etten - Remind Me Tomorrow






 

Samstag, 7. Juli 2018

Gans macht Yoga
















Open Air Yoga am Kuhmühlenteich, Eintritt frei. Die YoGans macht schon mal ein paar Übungen vor, der Rest guckt doof aus der Wäsche. Wenn er guckt.


Fotos dazu: YoGans / Nikon D7200, 150mm
Musik dazu: Florence + the Machine - High As Hope






Samstag, 9. Juni 2018

Zu heiß für fast alles..

















..außer Badespaß. Und selbst gemachtem Eiskaffee mit selbst "gebrühtem" Cold Brew Kaffee und Vanilleeis. Und meinem neuen Power Turbo Silence Extreme Miefquirl, der es immerhin schafft die Temperatur unterm Dach um ein paar Grad zu senken.

Ansonsten gilt weiterhin in Hamburg: echt heißer Scheiß, dieser Sommer Frühling.



Foto dazu: Tiger im Safaripark Hodenhagen / Nikon D7200 (Busfensterfoto)
Musik dazu: Mungo Jerry - In the Summertime (ernsthaft)

Dienstag, 6. März 2018

Unter Rindern
















Die Speicherkarte bringt es an den Tag, seit mehr als fünf Monaten habe ich die Kamera nicht angefasst, sieht man von den Enkelkinderfotos an Heiligabend ab, aber das zählt nicht. Das heißt, seit Mallorca gab es hier fünf Monate durchgehend Scheißwetter - und wenn nicht, war ich anderweitig beschäftigt, meistens mit Arbeit. Davon gibt es mittlerweile derart viel, dass es an fußballfreien Wochenenden oft nur noch für die Couch reicht und nicht mehr für irgendwelche Exkursionen mit der Kamera.

Immerhin habe ich es geschafft während der Nachtschichtwoche eine gute Stunde durch die verschneiten Wege im NSG Höltigbaum zu schlendern, bei knackigen -12° Celsius am Spätnachmittag. Auch wenn man angesichts der (leider nicht mehr schneebedeckten) dürren Bäume kaum von einer Winterlandschaft sprechen kann, aber mit viel Glück erwischt man ja ein zotteliges schottisches Hochlandrind im norddeutschen Flachlandschnee. Mit dampfendem Odem in der winterkalten Luft, latürnich.

Natürlich nicht, weil man für solche Fotos wahrscheinlich tagelang dort herumlungern müsste, ich hab nur 'ne Stunde und komme gerade zur Fütterungszeit, alles im Stall. Große zottelige Schotten gibt es auch keine mehr, nur reichlich Galloways und eines dieser schnuckeligen Hochlandkälber, deren Lockenköpfe ich immer sofort knuddeln würde, wenn ich nur sicher wüsste dass die nix dagegen haben.

Die Ausbeute war dann auch eher so naja, außer niedlichen Kuhbabys nur etwas Schnee von links und rechts und von vorne und von hinten, was man halt in einer Stunde hinbekommt, wenn außer Schnee und blauem Himmel nicht viel geboten wird.

Wobei das eigentlich nicht stimmt, denn trotz der lausigen Temperaturen sind hier eine ganze Menge Leute unterwegs und jeder, wirklich jeder, grüßt mit einem freundlichen Moin zurück. So kann man gleich viel besser in den Tag starten. Oder in die Nacht, je nachdem..


Fotos dazu: Naturschutzgebiet Höltigbaum / Haus der Wilden Weiden - Nikon D7200
Bier dazu: Ratsherrn Cherry Pie, Kirsch-Dubbel, 7.5%
Musik dazu: Wovenhand - Refractory Obdurate










 

Sonntag, 4. Februar 2018

Kunterbuntes Hottehü














"Liebes Publikum. Machen sie gerne viele Fotos und Videos von unserer Show und laden sie die im Internet oder bei Youtube hoch. Nur auf Blitzgeräte bitten wir zu verzichten."
Na ja, und auf Spiegelreflexkameras oder Kameras mit Wechselobjektiv, jedenfalls alle Geräte mit denen man aus Reihe 10 bei diesem Licht vielleicht noch halbwegs brauchbare Ergebnisse hätte erzielen können. 

An diesem Abend ist mir das allerdings ziemlich egal, denn neben mir sitzt die Prinzessin mit leuchtenden Augen und kriegt sich überhaupt nicht mehr ein vor Begeisterung. Die Hände stets bereit und schon leicht erhoben, damit sie sofort in den sehr häufigen Zwischenbeifall des restlichen Publikums einfallen kann. Klatschklatschklatschklatsch. Zweieinhalb Stunden geht das so, die Lütte muss bald Blasen an den Fingern haben.

Die Geschichte der "Gefährten des Lichts" ist schnell erzählt. Blondes, langhaariges und (vermutlich) hübsches Mädchen sucht ein leuchtendes Herz damit die Welt nicht untergeht und reist nach Indien zu den Indern, nach Amerika zu den Indianern, nach China zu den Chinesen und alle können ganz toll reiten. Was mir von den Indern gar nicht so bekannt war, aber die Indianer reiten schon beeindruckend, auch wenn es keine echten sind. Manchmal legt das blonde Mädchen sich schlafen und verpasst dabei die schönsten Pferdedressuren, aber so eine Weltreise ist halt anstrengend.
In Spanien wird ihr dann das Amulett geklaut (was mir in Spanien auch schon passiert ist, allerdings mit Bargeld, shit happens) und in Brasilien bekommt sie es dann wieder, oder irgendwo zwischendurch, das hab ich vergessen.

Ist auch nicht so wichtig, denn der Schluss ist eh das Beste an der ganzen Dramödie. Natürlich gibt es ein Happy End und das langhaarige blonde Mädchen findet sein goldenes Herz. Bei einem orientalischen Reiter. Einem Wüstensohn. Mit Turban! Und fortan lebten sie glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage, die Welt war vor der Dunkelheit gerettet und wenn hier im Publikum tatsächlich irgendwelche Schlumpfnazis sitzen sollten, explodiert denen bestimmt gerade der Kopf und keiner weiß warum ich gerade lachen muss wie verrückt. 

Am Ende dürfen alle Pferde nochmal auf das Geläuf und Streicheleinheiten kassieren, ob sie wollen oder nicht. Dass die Begeisterung für diese Vierbeiner überwiegend im weiblichen Teil der Bevölkerung vorhanden ist kann man nicht übersehen, mindestens 80% der Besucher sind Frauen. Der Rest wahrscheinlich zum großen Teil so wie ich, einfach nur Begleitpersonal, der Streichelzoo ist jedenfalls fest in weiblicher Hand.


Mir sind die Viecher ja immer noch unheimlich, viel zu groß und viel zu große Zähne, mit denen sie sogar Lederjacken anknabbern wenn man ihnen zu nahe kommt. Für Mädels hingegen geht es bei Pferden wohl hauptsächlich darum, möglichst viele zu streicheln. Dafür hätte man allerdings einen der gedeckten Tische am Rand der Arena belegen müssen an denen man Bier bestellen konnte, das mach ich beim nächsten Mal besser, hab ich der Prinzessin versprochen.

Möglicherweise ist das Märchen im nächsten Jahr ja ähnlich amüsant.


Fotos dazu: Samsung Galaxy S5
Bier dazu: McGargles - Granny Mary's Red Ale, 4.4%
Musik dazu: Frank Zappa - Halloween 77: Live at the Palladium, NYC, Box Set Disc 5








  



Montag, 27. November 2017

Hundgepäck
















Gehen Hundtaschen bei Flugreisen eigentlich als Hundgepäck durch?


Foto dazu: Gesehen in Valldemossa/Mallorca
Bier dazu: Firestone Walker Revolving Hop Series 006, Luponic Distortion, 5.9%/59 IBU
Musik dazu: Grace Jones - Nightclubbing (Remastered Deluxe Edition)

Freitag, 25. August 2017

Sonnenanbeter und anderes Geflügel
















Wildlife in gepflegten niederländischen Vorgärten. Okay, das zweite ist wohl mehr Zuchtlife, aber solche Gockel sieht man auch nicht jeden Tag... 

Fotos dazu: Kormoran/Gockel in Giethoorn/NL, Nikon D7200
Bier dazu: Grimbergen Dubbel, Abteibier, 6.5%
Musik dazu: Grace Jones - Hurricane 


 

Sonntag, 18. Juni 2017

Old Schmetterling




Gesehen auf der Nachtparade, Street Arts Melting Pot, Auftakt der Altonale 2017. Erst konnte ich mich nicht recht aufraffen, jetzt hab ich so viel Aufnahmen im Kasten das die Auswahl schwer fällt - und morgen ist auch noch ein Tag. Mit Straßenparade. Ich liebe Straßenparaden, ganz besonders die mit Kostümgedöns.

Aber nicht wenn die um Sonntags um 13 Uhr starten.

Foto dazu: Nikon D90
Bier dazu: Ratsherrn Lazy in Red, IPA 6.7%
Musik dazu: Bokanté - Strange Circles

Donnerstag, 16. März 2017

Meins!
















Waschbären können ziemlich schlecht gucken und auch nicht besonders gut riechen. Dafür haben sie einen ausgezeichneten Tastsinn und können ganz fantastisch klettern, was sie auch sofort unter Beweis stellen, hält man ihnen etwas leckeres Futter vor die Nase. Das darf aber leider nur die Tierpflegerin, die uns nebenbei diese ganzen wissenswerten Dinge über Waschbären und Marderhunde verrät, während sich die putzigen Viecher auf die Leckereien stürzen. Wäre kein Zaun zwischen Waschbären und der begeisterten Kinderhorde davor, die Belagerungssituation wäre eine völlig andere.

Wahrscheinlich ist das Waschbärengehege im Wildpark Schwarze Berge nur deshalb kein Streichelzoo, weil die Massen nicht zu bändigen wären. Hängebauchschweine und Ziegen sind sicher robuster, aber die will auch nicht gleich jeder auf den Arm nehmen.

Läge das Gehege an einem etwas sonnigeren Platz könnte man vielleicht sogar richtig gute Waschbärenfotos machen und nicht nur ein paar Schnappschüsse. Aber wenn man mit Kindern unterwegs ist liegen die Prioritäten eh woanders.


Fotos dazu: Wildpark Schwarze Berge, Nikon D90
Bier dazu: Ratsherrn Nightfall, Chocolate Stout, 4.8%
Musik dazu: Ryan Bingham - Roadhouse Sun / Tomorrowland




Montag, 28. November 2016

Im Auenwald
















Nicht zu verwechseln mit dem Auenland, obwohl es durchaus ein paar Ecken gibt in die Hobbits reinpassen würden. Das hier ist ein Tideauenwald und zwar einer der letzten Europas, das Naturschutzgebiet Heuckenlock an der Elbe. Nicht weit gelegen von der Bunthäuser Spitze, die weit weniger spektakulär ist als man sich das vielleicht vorstellen mag, obwohl sich doch hier der Fluss in Norder- und Süderelbe teilt und damit Europas größte Flussinsel schafft. Noch so ein Superlativ, heißa! Viel Gestrüpp mit links und rechts Wasser, ein winziger Leuchtturm und ein paar Bänke, die an einem sonnigen Tag erstaunlich viele Besucher zu einem Picknick an diesen abgelegenen Ort einladen.

Im Heuckenlock wird schnell klar, warum in allen Artikeln und Publikationen immer nur ein Foto davon zu sehen ist. Der Blick von der Brücke auf den Priel ist eines der wenigen lohnenswerten Motive, der Rest ist Urwald und Gestrüpp ohne Ende. Vor nicht allzu langer Zeit soll es hier noch einen abgelegenen Strand gegeben haben, aber der war wohl nur von Wassersportlern zu erreichen, den Rundweg kann man jedenfalls nirgendwo verlassen.

Wäre ohnehin strengstens verboten, weil es auch noch das artenreichste Naturschutzgebiet im Hamburger Raum ist. Auf jeden Fall ist es das erste in dem ich Libellen finde, in geradezu sagenhafter Größe. Wahre Monster, man müsste einen Libellenkenner aus dem DFN Forum dabei haben. Dem Verhalten nach würde ich auf Patrouillibellen tippen, denn sie fliegen wie blöde hin und her und hin und her, nonstop, keine Pausen eingeplant. Keine setzt sich irgendwo kurz in die Nähe um sich ablichten zu lassen. Warum sollten sie auch, sie haben 100 Hektar Auenwald zur freien Verfügung.

Damit ist das Thema Libellenfotografie für mich endgültig abgehakt. Ich war in Hamburgs artenreichstem Naturschutzgebiet und alles was ich bekam war ein lädierter Marienkäfer und ein Schleimscheißer.

Auenwaldfotos: Bunthäuser Spitze (2,3) Heuckenlock (1,4-9)
Auenwaldbier: Ratsherrn Kaventsmann, Baltic Porter, 6.6%
Auenwaldmusik: Dear Jerry - Celebrating the Music of Jerry Garcia













  

Mittwoch, 28. September 2016

Klappern gehört zum Handwerk















So an die zwanzig Storchennester muss es in Silves geben, wenn nicht mehr. Mit etwas Glück kann man ganze Schwärme am Himmel sehen, auf dem gemeinsamen Heimflug im Abendlicht, was allerdings in natura deutlich beeindruckender ist als auf Fotos. Fünfzig kleine Vögel vor blauem Hintergrund? Oder nur zwanzig (dafür etwas größere) Vögel vor blauem Hintergrund? Oder einfach zurücklehnen und das Schauspiel genießen? Letzteres.

Einer ließ sich dann noch herab. Und so guckt er irgendwie auch.


Klapperfoto: Nikon D90, Storks Nest Bar, Silves
Klapperfotogetränk: Gordons & Tonic
Klapperfotomusik:  Nick Cave & Warren Ellis - Hell or High Water (OST)

Mittwoch, 1. Juni 2016

Die besten Kneipen der Welt
















erkennt man immer am Wirt, der Rest ist nur die Zugabe. In diesem Falle gehört Bakis Sportsbar in Avsallar garantiert dazu, denn Baki ist Weltklasse.

Der magische FC führt 1:0 gegen Bochum, als mir die lange Tafel mit den Longdrinks und Cocktails ins Auge fällt, 5, 6, 7 Euro, eigentlich ein Lacher, wenn man das Taschengeld sonst eh nur für Trinkgelder braucht. Der Treffer muss begossen werden. Ein anständiger Gin Tonic wäre nett, das Zeug im Hotel ist ungenießbar. "Baki, was hast'n für Gin im Tonic?"
"Gordons und Finlays" kommt es zurück. Gordons wär gut, ich bestelle einen.

Zwei Minuten später: "Hab kein Gordons mehr, ist leer. Bin gleich wieder da."  Schwingt sich aufs Mopped und määääääääää, fünf Minuten später gibt es eiskalten Gin Tonic, amtliche Mischung, man schmeckt den Gordons gut raus. Dinge wie "Braucht ihr W-LAN? Passwort is Baki"* sind so selbstverständlich, wie die unausgesprochenen Wünsche seiner Gäste zu erkennen.

"Jungs, wollt ihr Eis?" Öööh, ja, gute Idee eigentlich. "Mit Erdbeeren?" Auja, das is mal ne Maßnahme. Viele Erdbeeren! "Und Sahne?" Klar, kann nicht schaden. Kurz darauf: "Hab keine Erdbeeren, bin gleich wieder da." Määääääääää....
..und was für eine Portion, da schämt sich jede italienische Eisdiele in Grund und Boden.

Wenn man etwas Glück hat bekommt man auch das zahme Rebhuhn zu sehen, das Vaddern als Küken aus den Bergen mitgebracht hat und das ihm seitdem nicht von der Seite weicht. Man darf aber nicht sagen "oh ein Rebhuhn, wie lecker", sonst ist es schnell wieder weg.

In vielerlei Dingen kann Baki ganz sicher weiterhelfen, oder kennt jemanden der weiterhelfen kann. Die ganze Familie ist sehr geschäftig in Avsallar, ob Immobilien, Autoverleih, Ausflüge oder zungenverbrennendes Osmanisches Gulasch, so ziemlich alles im Portfolio und ganz bestimmt nicht nur das Gulasch direkt am Tresen buchbar, zur Not kommt der Experte mit dem Mopped vorbei...määäääää.

* ganz so einfach war es doch nicht mit dem Passwort, man könnte es aber erraten, wäre es nötig


Kneipenfotos: Bakis Sportsbar, Avsallar, Türkei
Kneipengetränk: Bombay Sapphire, Schweppes Tonic
Kneipenmusik: Little Feat -  Live from Neon Park