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Montag, 11. Mai 2020

Herbert und Hans machen Urlaub

















Dank der investigativen Vorarbeit des geschätzten Herrn Wagner auf seinem Blog war mir klar, ich muss unbedingt beizeiten Fotos machen in der Herbertstraße, jedenfalls solange der Verkehr dort vollständig zum erliegen gekommen ist. An anderen Tagen sollte man, so man denn überhaupt dieses berüchtigte Pflaster betreten möchte, tunlichst keine Kamera dabei in der Hand haben. Ansprachen in derbster Fäkalsprache dürften dann noch das geringste Problem sein, wie man hört sollen einige Damen für solche Fälle unter anderem mit gefüllten Nachttöpfen bewaffnet sein.

Dank Corona kann man sich jetzt endlich einmal in aller Ruhe umsehen und sogar an einem Fleck länger verweilen, was im Alltag sofort zu eindeutigen Angeboten führen würde und daher auf keinen Fall zu empfehlen ist, es sei denn man mag den Bräutigam auf der Junggesellensause nicht und drückt ihm schnell noch sichtbar einen Fuffi in die Hand.


Während man also in der Herbertstraße die vom Herrn Wagner versprochene meditative Ruhe genießen kann, hält Hans Albers auf seinem angestammten Platz Ausschau nach den üblichen Touristenhorden, die den hiesigen Anwohnern sicher auch an einem normalen Samstagnachmittag schon die Nerven rauben können. Das schaffen die zur Not aber auch ganz alleine.

Geschlossene Kneipen hindern auf dem Kiez natürlich niemanden daran, sein bevorzugtes Kaltgetränk im Freien zu genießen, es sind ja schließlich genug Sitzgelegenheiten vorhanden. Die gerade einmal fünf oder sechs Personen auf dem Hans-Albers-Platz halten immerhin gebührenden Abstand. Einer hält unangefochten den Abstandsrekord, er hat mit Abstand die meisten Bierchen intus und teilt das seinem Umfeld auch unverholen und lautstark mit.

Leider, oder Gott sei Dank, wer weiß das schon, auch vollkommen unverständlich, weil die alkoholbedingte Lähmung der Zunge schon recht weit fortgeschritten ist. Da er seine Homestory mal in diese und mal in jene Richtung bellt, fühlt sich niemand so recht angesprochen. Wenigstens trägt er keine Jogginghose, hat also die Kontrolle über sein Leben noch nicht ganz verloren.

Ganz normales Kiezleben halt, ohne die Touristenhorden ist hier auch nicht mehr los als auf'm Dorf.


Fotos dazu: Hamburg St.Pauli, Herbertstraße/Hans-Albers-Platz - Nikon D7200
Musik dazu: Sonny Landreth - Live in Lafayette/Blacktop Run











Montag, 3. November 2014

Leipziger Allerlei und Hamburger Ansichten
















Leipziger Lerchen sind keinesfalls irgendwelche Vögel, auch wenn man das bei dem Namen durchaus vermuten mag, sondern ein ziemlich leckeres mit Marzipan gefülltes Gebäck. Früher waren das tatsächlich mal gebackene Vögel, aber schon zu Königs Zeiten gab es in Leipzig Tierschützer die Krawall gemacht haben, wer hätte das gedacht. Für gebackene Vögel wäre ich wohl auch nicht nachts um zwei in die Küche geschlichen, wo noch zwei dieser verführerischen Törtchen lagen um meinen Fressflash zu stillen. Ich hätte auch zu Reformationsbrötchen greifen können, das ist noch so eine verwirrende Leipziger Spezialität, denn eigentlich sind auch das keine Brötchen, sondern ein ebenfalls ziemlich leckeres Gebäck mit Marmeladenklecks. Meinen Durst hätte ich mit Ritterguts Gose stillen können, einem ziemlich selten gewordenen Leipziger Bier, was mich ehrlich gesagt nach dem Genuss der ersten Flasche nicht überrascht hat. Vor dem Zeug bin ich zwar eindringlich gewarnt worden, aber ich wollte ja nicht hören.

Diese ganzen Spezialitäten (die Reformationsbrötchen schmecken auch jetzt noch) und die Warnung vor der Gose verdanke ich meinem Wochenendbesuch, der unglaublichen Inchtomania, die ich zweieinhalb Tage im Schnellverfahren kreuz und quer durch Hamburg jagen durfte, was mich konditionell ziemlich an die Grenze gebracht hat, weil die Frau einfach sehr viel fitter ist als ich, aber das habe ich eigentlich vorher schon gewusst.

Dass sie eine ganz fantastische Geschichtenerzählerin ist wusste ich ebenfalls, das kann man ja in ihrem Blog lesen. Schade nur, dass es dieses ganze Internetzeugs erst ein paar Jahre gibt, denn die Greyhoundtour durch die USA oder die Transsib in diesem Jahr sind nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs. Bei Menschen, die Kaminklettern und Gipfelspringen zu ihren Hobbys zählen, darf man sich über nix wundern. Definitiv eins der coolsten Mädels auf diesem Planeten, das hab ich zwar geahnt, aber eigentlich hätte ich es wissen müssen. Danke für Deinen Besuch liebe Inch, hat mich unglaublich gefreut Dich kennengelernt zu haben :).

Da ich auf solchen Touren lieber meinen Gästen die Knipserei überlasse und mich stattdessen auf Adana Kebab in der Schanze, Fischbrötchen auf dem Kiez oder Kumpirkartoffeln in Ottensen konzentriere, gibt es von mir nur ein paar Fotos vom Samstag und einen Sonnenuntergang am Sonntag, der leider so überraschend schnell über die Bühne ging, dass wir vom Süllberg aus nur noch die Lichter des Hafens sehen konnten.

Der Novemberanfang ist zwar so warm wie nie, aber dummerweise so schnell dunkel wie immer.













Donnerstag, 23. Januar 2014

Stadtansichten: Sankt Pauli (Teil 3)




















Der Kiez bei Nacht, das ist wahrscheinlich für 90% der Touristen alles, was sie von diesem Stadtteil zu sehen bekommen. Wenn man schon mal in Hamburg ist muss man natürlich auf die Reeperbahn und sich das weltberühmte Rotlichtviertel ansehen, aber kaum haben sie sich aus der trügerischen Sicherheit ihrer Reisebusse oder Hotels begeben, werden sie ein leichtes Opfer übler Kaschemmen, in denen sich leicht bekleidete Damen teuren Sekt ausgeben lassen. Die Opfer findet man manchmal bewusstlos in dunklen Ecken oder zornbebend auf der Davidwache wieder, einige nehmen es sportlich und besuchen danach das Millerntor.

Heute treten Touristen gerne in geballten Horden auf. Wenn irgendwo ein Menschenauflauf rücksichtslos den Weg versperrt, steht inmitten der Menge meist ein mehr oder weniger lustig gekleideter Mensch und erzählt Anekdoten. Kiezführungen sind total in Mode, am besten noch mit einer aus Funk- und Fernsehen bekannten Kiezgröße wie Olivia Jones oder Inkasso Henry. Steht zu fortgeschrittener Stunde kein lustig gekleideter und Anekdoten erzählender Mensch in der Menge, ist es wahrscheinlich eine Schlägerei mit Zuschauern. In diesem Fall einfach weiträumig umgehen.

Im Allgemeinen ist es auf dem Kiez nicht sonderlich gefährlich, wenn man sich an die Gehtmichnixanregel hält und üble Spelunken meidet. Auch Luden werden hier nur alle paar Jahre mal vom Barhocker geschossen, und dann auch nur weil sie Luden sind.
An manchen Tagen ziehen zur Unterhaltung der Anwohner bewaffnete Horden durch die Straßen, aber darüber wird man gottlob vorher informiert, dann ist Sankt Pauli ganz offiziell "Gefahrengebiet". Eine tolle Gemeinschaftsaktion unserer Polizei, unseres Bürgermeisters Olaf Barnabas Schilz und seines Innensenatogenerals Noimann von der FCK SPD, die jedem Junggesellenabschied erst den richtigen Kick verleiht. Leider hat der Tourismusverband diesen geschickten Schachzug nicht verstanden, daher ist eine Wiederholung des Events zur Zeit fraglich.

Es gibt jede Menge gute Kneipen auf dem Kiez, für jede Nase ist etwas dabei, nur halt nicht unbedingt auf der Reeperbahn. Die wahren Perlen liegen abseits, in Ecken, in die sich Touristen selten verirren. Leider sterben diese Perlen häufig ähnlich schnell wie die schlechten Stripschuppen, aber eigentlich war das hier immer so. Ein paar gute Läden und ein paar schlechte Stripschuppen werden überleben.

Der Kiez bei Nacht ist ohnehin alles, was die überwiegende Anzahl der Touristen vom Stadtteil sehen wird. Wahrscheinlich ist das auch ganz gut so.

Musikalische Spätschichtverlängerung: Kyuss - Blues For The Red Sun / Welcome to Sky Valley
Alle Kiezfotos Nikon D90 Freihand, Domfoto Canon Powershot A620
























Sonntag, 11. August 2013

Touristenkutscher















Wenn man schon mal seltenen Besuch hat, dann will man dem auch was zeigen, von der schönsten Stadt der Welt. Möglichst abseits der üblichen touristischen Trampelpfade, ein paar weniger bekannte Ecken vielleicht, in die es einen als Tourist nicht so schnell verschlägt. Versucht man dann noch die Wünsche der Gäste dabei zu berücksichtigen wird es zeitlich allerdings schnell eng. Zumal es eben nie einfach ist, mit Regenwaldbewohnern unterwegs zu sein. Man ist unter Umständen gezwungen eine U-Bahn zwischendurch zu verlassen, nur weil nicht genug Bier am Mann ist für die lange Fahrt. Da muss man schnell umdisponieren, eine günstige Station dafür wählen, eine andere Strecke in Betracht ziehen und dafür längere Strecken per Pedes in Kauf nehmen. Statt S-Bahn Reeperbahn also U-Bahn St.Pauli. Sehr sehr ungünstig, obwohl die Strecke am Hafenrand natürlich ein grandioses Panorama bietet, aber dafür muss man die ganze Reeperbahn runterlaufen.

Fehler Nummer 1: Längere Wege zu Fuß zurücklegen kostet mit Fotografen locker die dreifache Zeit. Außerdem kommt man, gerade auf dem Kiez, an zu vielen Kneipen vorbei. Genau das wollte ich vermeiden, eigentlich wollte ich mir die Reeperbahn komplett ersparen, aber des Pappenheimers sehnlichster Wunsch an diesem Wochenende war, warum auch immer, das Gruenspan. Er brabbelt die ganze Zeit etwas von Europas ältester Diskothek, stand darüber letztlich was im Kulturspiegel? Auf der Webseite des Span stand jedenfalls nichts, und wie wir vor Ort dann erfahren müssen heißt das wohl, der Laden hat zu. An einem Freitag, wtf?

Fehler Nummer 2: Ich hab mich vorher nicht ausreichend informiert. Wann geh ich schon mal ins Gruenspan?  Der Kiez wäre mir vielleicht nicht erspart geblieben, weil der Hippo sich das nach 25 Jahren mal wieder ansehen wollte, aber ich hätte gewaltig abkürzen können. Gott sei Dank sind die Jungs so erwachsen, dass sie sich für die Herbertstraße und ähnliches nicht interessieren, mit Kamera wäre das auch viel zu gefährlich. Und Gott sei Dank treibt furchtbare Schlagerbeschallung im Herz von St.Pauli die Herren schnell wieder auf die Beine, aber es zieht sich.

Mich zieht es auch, weg vom lärmenden Kiez, rein ins Viertel. Draußen bei einem Bier etwas chillen, Café Miller als Bierpausenstation zum Jolly oder so etwas. Dafür ist der Pappenheimer sofort zu begeistern, was allerdings nach zwei großen Jever im Miller schlagartig nachlässt. Der Mann wird alt, oder er verträgt das norddeutsche Männerbier einfach nicht. Völlig krombacherverweichlicht, es ist nach Mitternacht und er will lieber ein Eis, am besten wäre natürlich Zitrone und Nuss. Durchaus machbar, die Kleine Pause hat sogar recht gutes Eis. Perfekte Idee außerdem, weil Hippo und ich die Grundlage für das ganze Bier nachholen müssen, langsam hab ich Kohldampf.

Und so kommt der Hippo denn doch noch zu seinem Highlight des Tages, dem Doppelcheeseburger der Kleinen Pause. Abgesehen davon ist der Laden immer einen Besuch wert, wer mal gesehen hat, mit welcher Präzision und Geschwindigkeit die Mädels dort das Chaos beherrschen, der ist meistens schwer beeindruckt. Imbiss from Hell.
Mein Highlight des Tages: Ich hab ihn aus der Hand gegessen und mich nicht bekleckert, zum ersten Mal! 

Der nächste Tag wird natürlich deutlicher kürzer, wenn man erst um vier ins Bett kommt. Was das geplante Programm erneut stark verschlankt. Gästewunsch zuerst, also in den Hafen und Fähre fahren. Damit überhaupt noch etwas klappt beschließe ich, heute mehr oder weniger nüchtern zu bleiben und das Auto zu nehmen. Damit fällt Landungsbrücken als Startpunkt allerdings aus, denn da gibt es nie und nimmer einen Parkplatz. Den bekomme ich in Altona am Fischmarkt und wir juckeln rüber nach Finkenwerder. Da will ich mein Lieblingseis, Rosa Pampelmuse, an meiner Lieblingseisbude.

Zu weit für den Pappenheimer, der für Finkenwerder irgendwie nicht zu begeistern ist, wegen der (relativ) vielen alten Fachwerkhäuser. Alte Kameras mag er lieber. Der Weg führt also nur zum nächsten Biergarten, der hat auch Eis und ist direkt am Anleger. Statt Rosa Pampelmuse muss ich mich mit warmem Tiroler Apfelstudel und Vanilleeis begnügen, ist aber auch nicht ganz schlecht. Bei schönem Wetter und genügend Zeit wollte ich eigentlich die Fähre nach Blankenese nehmen und die Jungs zum Bismarckstein hochjagen, von dort hat man den wahrscheinlich schönsten Blick auf die Elbe überhaupt. Aber außer einer Kamera erfordert das auch den Willen, sich dafür etwas zu quälen, und wenn es darum geht schwächeln die Bergbewohner sehr schnell. Wahrscheinlich haben sie nur Angst, ausgerechnet auf unserem einzigen Berg zu verkacken.

Statt dessen Fähre zurück, Museumshafen aussteigen, Bier an den Elbterrassen, der Aida Dingsda beim Auslaufen zusehen, nächste Fähre nach Altona und dann mit der Karre in die Schanze. Gästewunsch. Akzeptiert, weil das Adana Kebap im Lokma den Versuch einfach mal wert ist. Kaum zu glauben, dass ich tatsächlich in akzeptabler Entfernung einen Parkplatz finde. Und etwas glücklich, dass der kurze Regenschauer endet als das Essen kommt.
Aber mehr Kiez und Schanze muss ich nicht haben für die nächsten Wochen, die Gästewünsche sind erschöpft.

Warum ich als Touristenkutscher meine Kamera an Orte mitnehme, an denen ich schon in Ruhe und bei wesentlich besserem Licht fotografiert habe, das muss ich noch überdenken. Daher gibt es (wahrscheinlich demnächst) weit bessere Fotos dieser (trotz aller Hindernisse) höchst unterhaltsamen Tage bei meinem Pappenheimer xs4all und beim Hippolyten.

Ich bin jetzt ersma Fußball, woll?



Freitag, 2. Dezember 2011

Wandschmuck














So ein Graffito würde ich auch gerne an unserer Hauswand sehen, die Nachbarn müsste ich dafür aber wahrscheinlich sehr lange bearbeiten, für die meisten sind Graffiti nur bunte Schmierereien, die möglichst zügig von der Hausverwaltung entfernt werden sollten. Was diese in den letzten Fällen wirklich sehr schnell erledigt hat, ich vermute fast, die Wand wurde zwischenzeitlich mit irgend einem graffitiabweisenden Zeug behandelt. Dabei wäre es sicher auf Dauer kostengünstiger, würde man diese dämliche kahle Seitenwand mal von ein paar Könnern besprühen lassen, als zweimal jährlich die Putzkolonne ausrücken zu lassen.

Ich hatte nämlich immer schon die Vermutung, wenn die Künstler am Werk waren, dann bleiben die Kunstwerke von den Amateuren verschont, den Beweis hab ich heute auf Sankt Pauli gefunden. Nachdem ich im Kartencenter die Tickets für das Spiel in Golstadt erstanden hatte, war mir irgendwie nach einem Double Cheeseburger in der Kleinen Pause. Statt meine Karre am Stadion stehen zu lassen, musste ich die paar Meter natürlich fahren, ich Idiot.
Das heißt in der Ecke natürlich dreimal um den Block eiern, bis man einen Parkplatz gefunden hat, der den Aufwand wenigstens halbwegs rechtfertigt. Immerhin, und das alleine rechtfertigt den Aufwand schon, habe ich dadurch dieses entzückende Graffito gefunden.
Leider fiel mir später nicht mehr ein, in welcher Straße das war, doch wozu gibt es Streetview. Ich habs dann auch recht schnell wiedergefunden, allerdings noch ohne den fabelhaften Wandschmuck mit Hafenskyline, dafür mit vielen bunten Tags. Oder Schmierereien, wie meine Nachbarn es nennen würden.

Seit das Haus ein Kunstwerk ist bleiben die scheinbar davon verschont. Naja, fast. Die Tür hätten sie vielleicht mit einbeziehen sollen.

Noch 'n Kunstwerk: Blaze Foley - Cold, Cold World

Mittwoch, 23. November 2011

Susi packt ihre Brüste ein














Die gestrige Jahreshauptversammlung des FC St.Pauli wäre eigentlich ein Pflichttermin gewesen, und wenn meine geschätzten Kollegen ihren Jahresurlaub nicht immer ans Ende des Jahres legen würden, dann hätten mich auch keine zehn Pferde davon abgebracht, dort meine Stimme einzubringen. So blieb mir leider nur Twitter während der Spätschicht, zur zeitnahen Information über die eingereichten Anträge, die im Vorwege schon einiges an Spannung versprachen.
Und die mich zum Teil etwas beunruhigten, denn ich halte überhaupt nichts davon den weiteren Stadionausbau zu verschieben. Auch die Diskussion über den Rückbau der ungeliebten Business Seats ist meiner Meinung nach verfrüht, auch wenn ich die unmittelbar Betroffenen durchaus verstehen kann.
Gestern wurde glücklicherweise nicht so heiß gegessen wie gekocht, beide Anträge wurden zurückgezogen, die Diskussionen hätte ich trotzdem gerne live verfolgt.
Ebenso wie die Diskussion über das von Susi Ritsch angemietete Separee im Stadion, das seit der Eröffnung mit Striptease und Stangentanz für gewaltigen Ärger in der Fanszene sorgte. Letztes Jahr wurde die Forderung einer fristlosen Kündigung noch mit dem Hinweis auf langfristige Mietverträge abgeschmettert, es gab eine Abmahnung für Ritsch, und fortan wurde nur noch in der Halbzeit und mit Bikini an der Stange geturnt. Was sich nach dem Spiel hinter verschlossenen Türen abspielte war Privatsache, die Diskussionen hat das allerdings nicht beenden können.
Folgerichtig gab es auch dieses Jahr wieder einen Antrag, etwas geschickter formuliert, und dem Präsidium muss klar gewesen sein, das Ding kommt dieses mal durch. Ab sofort also Stadionverbot für Stangentanz mit leicht bis überhaupt nicht bekleideten Damen und ähnliche Veranstaltungen, der Mietvertrag von Susis Show Bar wird nicht verlängert. Das findet selbstverständlich meine vollste Zustimmung, auch wenn ich kein Problem habe mit Stangentanz, im Stadion will ich so etwas nicht sehen. Nicht einmal, wenn ich es nicht sehe.
Ob Susi den Vertrag unter diesen Umständen überhaupt noch einmal verlängert hätte, ist ohnehin fraglich. Mir aber egal, arbeitslos werden ihre Mädels schon nicht werden, dafür hat sie ja ihren Schuppen auf dem Kiez.
Den ich vor ein paar Jahren schon auf einem Kiezrundgang abgelichtet habe, andernfalls hätte es diesen Blogeintrag wohl nicht einmal gegeben.

Beruhigend zu wissen, dass Abstimmungen beim magischen FC ganz nach Wunsch verlaufen können, auch wenn man mal verhindert ist. Nach den Erfahrungen aus dem letzten Jahr war ich skeptisch.

Beruhigend gute Musik gerade: Rod Picott - Welding Burns / The Subdudes - Behind The Levee