Samstag, 13. August 2011

Kein Fisch, kein Fleisch
















Seit einer Woche freu ich mich wie Bolle auf eine große Portion Fisch, in Hamburgs bester Fischbratküche, auf der Veddel. Da dieses beliebte Restaurant, außer durch seinen guten Fisch, durch extrem eingeschränkte Öffnungszeiten bekannt ist, bleibt fast nur der Urlaub übrig.
Und dann quält man sich 90 Minuten durch Staus und Baustellen in der Stadt, nur um mit knurrendem Magen vor verschlossenen Türen zu stehen. Den ganzen August wegen Urlaub geschlossen, was mir wahrscheinlich auch ein Blick auf die Webseite verraten hätte, wäre ich nur auf den Gedanken gekommen da einmal nachzusehen. Verdammt!
Wenn sich der Appetit einmal derart aufgebaut hat, den Fokus nur auf Fischfilet und Kartoffelsalat gerichtet, dann ist es sehr schwer mich für etwas anderes zu begeistern. Mir fällt dann auch nie gleichwertiger Ersatz ein, wie gelähmt von einem Gedanken. Kein Fisch! Verdammt!
Als wir dann wieder auf der Autobahn sind und es etwas zügiger voran geht, fällt meiner Begleitung der Koreaner ein. Das war schließlich auch sehr lecker. Bulgogi wäre tatsächlich ein würdiger Ersatz gewesen, die Eiffestraße nur einen Steinwurf von der Veddel entfernt, aber das war vor 20 Minuten, in der anderen Richtung. In der Richtung, in der es sich gerade auf der Autobahn staut. Dabei wäre eine Riesenportion Bulgogi genau richtig für das Loch in meinem Bauch, auf das Frühstück habe ich schließlich absichtlich verzichtet. Kein Fleisch! Verdammt!
Getröstet habe ich mich mit Garnelen, beim Stammchinesen um die Ecke, den man in 10 Minuten erreichen kann. Ohne Staus und Baustellen, dafür mit Vorspeise.
Völlig überfressen laufe ich eine Stunde später zum Fußballgucken im Cordi Vereinshaus auf, nur um zu sehen, dass die Kollegen sich gerade unglaublich lecker aussehende Pfannkuchen (Obacht, Herr L.) mit Brombeeren, Schlagsahne und Vanilleeis bestellt haben. Für lächerliche 4.50 Euro, aber eine Portion, für die ich einfach noch nicht bereit war.
Ich hab dann wieder dieses dämliche Spiel gespielt, das ich immer verliere. Wenn St.Pauli den Führungstreffer erzielt, dann bestelle ich mir das, egal ob ich es aufessen kann. Das hätte auch klappen können, wenn die Jungs sich etwas mehr ins Zeug gelegt hätten. Als Kruse zehn Minuten vor Schluss den Siegtreffer erzielte, hätte ich das vielleicht sogar schon ratzekahl aufessen können. Dummerweise war die Küche da schon zu. Verdammt! Kein Nachtisch!

Trotzdem ein fast perfekter Tag, dank des magischen FC. Ich hoffe die Pfannkuchen stehen auch noch auf der Karte, wenn wir in Braunschweig spielen.

Dazu der perfekte Soundtrack mit Dido - No Angel

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