Freitag, 5. April 2013

Einmal kreischen 5 Euro















Mit ungefähr zehn habe ich das erste Mal in einer Achterbahn gesessen, das Schleudertrauma gab es für eine lächerliche Mark und man konnte im Wagen sitzen bleiben, für die Verlängerung wurde jeweils 50 Pfennig kassiert.  Äußerst geschickt von den Schaustellern, denn so wurden wir im Handumdrehen unser gesamtes Taschengeld in der Achterbahn los. Nach diesem Abenteuer waren Kettenkarussell und Zuckerwatte erst einmal abgemeldet, und das trotz ohne Looping und ähnlichem Schnickschnack.
Richtig gute Achterbahnen benötigen nämlich keinen Looping, der ist nach wenigen Sekundenbruchteilen schon vorbei, ohne groß Eindruck zu hinterlassen. Fiese Steigungen, enge Kurven und rasante Talfahrten machen deutlich mehr Spaß und bieten das längere Vergnügen. Die „Wilde Maus“ hat mich jedenfalls schwer an mein erstes Achterbahnerlebnis erinnert,und wenn der Pappenheimer und ich nicht die sperrigen Kameraausrüstungen auf dem Buckel gehabt hätten, die eine oder andere Fahrt wäre sicher drin gewesen.

Was ich aber damals wie heute nicht begriffen habe ist der Sinn hinter dem ohrenbetäubenden und kilometerweit zu hörenden Gekreische der (vorwiegend weiblichen, meist jugendlichen) Achterbahnpassagiere. Früher bin ich von einer Art frühpubertärem Balzverhalten ausgegangen, das besonders Eindruck bei den jungen Männern hinterlassen sollte, die hinterher das Mitreiseangebot der Schausteller angenommen haben.

Aber wenn ich mir die Fotos so ansehe die am Ostersonntag entstanden sind, dann mögen die vielleicht einfach nur Insekten.

Keine Kreischmusik: Paul Weller - Catch-Flame! - Live At The Alexandra Palace
 















 
 

Kommentare:

  1. Auf dem Dom bin ich davon ab mit den Fahrgeschäften zu fahren. Der Breakdancer und die Loopingbahn hatten früher (als wenn ich so alt wäre) ihren Reiz. Ich invenstiere dann lieber mein Geld in Freizeitparks. Ich kann was und wie viel ich will und komm so auch in den genuss von vernünftigen Coastern. Der Dom ist mal ganz nett zum schlendern und zum entdecken von kulinarischen Besonderheiten. Stichwort: Puddingtasche ;)

    P.S. Das mit den Balzverhalten unterschreib ich so.

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    1. Pommes mit Erdnusssauce! Frittierter Blumenkohl! Puddingtaschen lieber nicht *g*
      Freizeitparks sind unterm Strich sicher günstiger, laufend in irgend einer Schlange stehen zu müssen ist aber auch extrem nervig. Und geh mal mit Familie in so nen Park, das ist (mit Benzingeld für die Anreise) ein teurer Spaß, da kann ich die Gören lieber auf dem Dom ins Karussell stecken. Ich muss in die Dinger nicht mehr einsteigen.

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  2. A.S. - Das mit dem Balzverhalten sehe ich noch heute so: scheint also was dran zu sein und alleine bin ich mit dieser Meinung ja offensichtlich auch nocht *g*
    Klasse Fotos Zaphod. Besonders 1,6 + 12 gefallen mir. Der weise Herr in 13 gibt wohl den beruhigenden Wegweiser *lol*
    Das Alpenhotel scheint eine Geisterbahn zu sein - ein Abbild der Wirklichkeit wenn ich an Bayern denke^^
    Auf Foto 7 handelt es sich aber nicht um eine hanseatische Spezialität (Zuckerschnitzel?)

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    1. Weter Herr, es handelt sich beileibe nicht um ein Zuckerschnitzel, sondern um einen meiner drei Reibekuchen, welchen ich selbstlos dem Herrn Zaphod geopfert hatte, woraufhin dieser selbigen in schmählicher Weise mit Unmengen Zucker bestreute.
      Erwähnenswert ist vielleicht noch, daß dort ein Reibekuchenbudenfotografierverbot herrschte. Zum Ausgleich haben wir/ich dann einen äußerst dekorativen Hamburg-Salzstreuer mitgehen lassen der nun Zaphods Küchentisch schmückt. *fg*

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    2. Na da muss ich ja direkt hin und zeigen was ich von solchen Geboten halte :)

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    3. Erwähnenswert finde ich es hauptsächlich, dass man in andern Landesteilen "Reibekuchen" (eigentlich heißen die Dinger Kartoffelpuffer *g*) mit SALZ isst. Apfelmus hätt ich noch verstanden, Lachs und Krabbensalat hab ich schon gesehen, aber SALZ?
      Der Streuer ist aber schick :))

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  3. Ah das ist Balzverhalten, ich hatte mich auch schon immer gefragt was das Rumgeschreie soll :)
    Ansonsten ist der Tarif mit 5€ doch recht human, bei der Cranger Kirmes fangen die Fahrpreise bei 8 an.

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    1. Jetzt wo Du es sagst bin ich mir gar nicht mehr so sicher, können auch 6 oder 8 sein, so genau hab ich nicht drauf geachtet. Egal, teuer auf jeden Fall.

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  4. Hehe... das mit dem Drinsitzenbleiben haben wir früher auch immer bis zum Exzess betrieben. Zehn Fahrten hintereinander waren überhaupt kein Thema. :-)

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    1. Mit 5 DM Taschengeld hab ich es selten auf 10 gebracht, ging aber komplett für Achterbahn drauf :-).

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  5. männer, pffffft ^^ ohne zu kreischen macht das keinen spaß, versuch es einfach selber mal :p
    außerdem kann man an deinen (tollen) fotos durchaus erkennen, das auch die herren der schöpfung den achterbahn-urschrei genießen ;)

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