Donnerstag, 5. Mai 2011

Stadtansichten: Francop-Neuenfelde-Cranz















Gleich drei Hamburger Stadtteile kümmern sich um die wichtige Vitaminversorgung der Bevölkerung, denn alle drei sind Teil des größten zusammenhängenden Obstanbaugebietes Mitteleuropas, bekannt als Altes Land, was allerdings nicht auf das Alter des Landes hinweist, Wikipedia erklärt das besser als ich.

Bei schönem Wetter fallen dort am Wochenende tausende von Großstadtbewohnern ein, alle 30 Minuten spuckt die Fähre aus Blankenese ganze Horden von Wanderern und Radfahrern auf den Anleger am Estesperrwerk. Besonders beliebt sind die Strecken auf den Deichen natürlich zur Obstblüte, mit freier Sicht auf alte Höfe und blühende Felder. Für die Verpflegung wird vor Ort hervorragend gesorgt, mit frischem Fisch, in zahlreichen Restaurants. Von der Maischolle bis zum Klappei mit Krabben und Bratkartoffeln, endlich mal wieder anständige Hausmannskost und nicht hinterher abwaschen müssen. Halleluja.

Leider werden diese Stadtteile seit Jahren bedroht, durch Hafenerweiterung, Airbus und Umgehungsstraßen verschwinden immer mehr Anbauflächen, was die Obstbauern natürlich auf die Palme treibt. Verzeihung, auf den Apfelbaum natürlich. Wahlweise Kirsche, Birne und was da noch alles wächst und gedeiht. Dummerweise muss man zugestehen, dass die Nachbarn aus Finkenwerder schon seit Jahrzehnten an furchtbarem Durchgangsverkehr leiden und eine Umgehung des Elends unumgänglich ist. Aber bitte nicht hier, sondern dort.  

Hier und dort kann man auch heimische Produkte erstehen, Schinken, Spargel, Kartoffeln, was der Hof so hergibt. Natürlich auch Obst, in jedweder Form, gerne auch verflüssigt, mit oder ohne Prozente. Sortenreiner Apfelsaft vom Obsthof, quasi der Single Malt unter den Säften, wer davon einmal gekostet hat wird das gepanschte Zeug aus dem Supermarkt nicht mehr anrühren. Schwör!  

Und die Erdbeeren haben so geschmeckt wie sie aussehen, ich hätte mehr mitnehmen sollen.

Nicht mehr mitnehmen könnte ich von dem Herrn, der mich gerade beschallt, denn von dem besitze ich bereits alles. Sonny Landreth - Outward Bound / Levee Town





































































































Kommentare:

  1. hmm, sieht nett aus..

    hilft nix, ich muss mal ausserhalb der reisezeit kommen. hat der chefkoch halt pech gehabt :-)

    AntwortenLöschen
  2. Frühling und Sommer ist natürlich schicker, dazu ist im Winter die Fähre außer Betrieb (keine Bange, man kann auch mit dem Auto hinfahren). Aber Bewegung auf dem Wasser liegt Dir ja leider nicht, dabei könnte ich gerade auf diesem Gebiet einiges organisieren.

    AntwortenLöschen
  3. Ein weiteres Nachforschen zu den Stadtteilen wäre auch hilfreich gewesen. Airbus ist nicht alles... Nachdenken. Auch wenn die Stadtteile alles zur Stadtteilentwicklung getan haben! Und die lustigen Politiker. Nachdenken. Ist nicht böse gemeint.

    AntwortenLöschen
  4. Hilfreich für wen? Airbus wurde nicht alleine genannt, das sollte auch keinesfalls ein Beitrag zur verfehlten Stadtentwicklungspolitik lustiger Politiker werden, denn darüber könnte man beinahe zu jedem Stadtteil in Hamburg etwas schreiben. Seitenweise. Ist aber wie gesagt nicht meine Intention, ich rege mich schon oft genug auf. Immer wenn ich nachdenke und das ist nicht einmal so selten ;).

    AntwortenLöschen