Samstag, 14. August 2010

Für Familien nicht geeignet
















Beim abendlichen Bummel über den Hamburger Dom, der eigentlich nur dem unbändigen Appetit meiner Holden auf Fischbrötchen zu verdanken war, haben wir kurz überschlagen, was dieses Vergnügen wohl mit zwei halbwüchsigen Kindern kosten würde. Meine erste Achterbahnfahrt vor etwa 40 Jahren kostete damals 50 Pfennig, heute werden 5.50 Euro aufgerufen, dafür gibt es allerdings jede Menge Loopings. Zählt man nur die interessanten Fahrgeschäfte, also jene Karussells, die einen bleibenden Eindruck durch quer in der Speiseröhre hängende Pommes hinterlassen könnten, kommt man schon locker auf über 100 Euro, selbst wenn Mami und Papi sich mit der Zuschauerrolle begnügen. Nicht eingerechnet sind Getränke und Speisen, die selbst bei bescheidenen Ansprüchen noch mal mit 25 bis 30 Euro zu Buche schlagen würden.
Das dürfte selbst Familien schwer fallen, die nicht auf staatliche Zuschüsse angewiesen sind.   
Mittwochs ist immerhin Familientag mit ermäßigten Preisen, vielleicht waren auch nur deshalb so wenige Familien zu sehen heute Abend.
Wer auf Hartz4 angewiesen ist, kann sich ja das abendliche Feuerwerk ansehen, das wenigstens ist kostenlos für alle. Das gemeine Volk hat eher kein Geld übrig für das große Volksfest, vielleicht sollte man sich langsam einen anderen Ausdruck einfallen lassen.

Kommentare:

  1. Ich spare mir auf Kirmesplätzen grundsätzlich Speisen und Getränke. Und ich lege mir vorher ein Budget fest. Dann einmal quer drüber zum Preise checken und auf dem Rückweg das festgelegte Budget verprassen. Heute käme ich dabei mit 20 € locker aus, als Kind haben 5 bis 10 Mark gereicht. Und auch damals haben mir meine Eltern vorgerechnet, dass ich für das Geld, dass mir eine Fahrt auf der Raupe beschert, zu hause 10 Äpfel in Schoko- oder Zuckerplörre tunken könnte. Ich mochte das Zeug eh nicht wirklich. Adrenalin war schon immer meine süßeste Versuchung.

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  2. Liebesäpfel hatte ich auch nicht gemeint, hab eh nie verstanden was daran so toll sein soll, aber ne Worscht und ein bis zwei Bier dazu, respektive Cola für die Gören kostet mehr als der Zuckerkram. Mich reizt auch der Rest heute nicht mehr wirklich, aber wenn ich 40 Jahre oder mehr zurückdenke, damals hätte ich gerne diese Auswahl gehabt an Adrenalin fördernden Geräten, da wären 20 Euro sehr knapp geworden.

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  3. Also, kann ich als Mutter nur bestätigen, ist nicht mehr zu finanzieren, wenn man sich nicht ständig gegenseitig auf die Finger kloppt. Es bringt aber so einfach nicht mehr den Spaß den es mal gemacht hat.

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