Freitag, 5. November 2010

Gefährliche Ecken
















Dass es durchaus mal negative Folgen für die Gesundheit haben kann, wenn man sich zu häufig auf dem Kiez herumtreibt, das ist ja nicht erst seit Jürgen Rolands St.Pauli Report bekannt.
Die Reeperbahn und ihre zahlreichen Seitenstraßen und Hinterhöfe, die Bars und Stripschuppen, selbst die Bahnhöfe werden fast wöchentlich erwähnt, wenn es mal wieder Tote oder Verletzte gegeben hat.

Dabei kommt es eher selten vor, dass jemand vom Barhocker geschossen wird, der sich nicht vorher in irgend einer Weise unbeliebt gemacht hat. Die Gefahren lauern heute in ganz anderen Läden, in denen man den süßesten Verlockungen ausgesetzt wird, und das schon am helllichten Tag. Die Damen in diesen Etablissements reizen auch nicht mit verführerischem Lächeln, hohen Stiefeln und knappen Miniröcken, eher mit gigantischen Kalorienbomben aus eigener Herstellung. Alle versehen mit einem extrem hohen Suchtpotenzial, da ist das Messer im Bauch doch ein kleineres Problem, hier drohen auf lange Sicht schwerwiegendere Folgen, im wahrsten Sinne des Wortes.

Empfänglich bin ich dabei nur für die Spitzenklasse der Backkunst, aber der kann man hier kaum noch ausweichen, ob es die Natas aus dem Transmontana sind, oder der beste American Cheesecake diesseits des Atlantik bei Stepha in der Paul-Roosen-Straße.

Durch meine täglichen Besuche auf der Rückseite der Reeperbahn (siehe Blogroll) bin ich jetzt auf einen dritten Gefahrenpunkt hingewiesen worden, das Cafe Latte in der Wohlwillstraße, in dem es unglaublich gute Brownies geben sollte, was ich nach meinem heutigen Besuch bestätigen kann. Un-glaub-lich. Wem es nach einer treffenden Beschreibung dieses Backwerks gelüstet, der möge im Blog vom Herrn Wagner nachlesen, ich könnte da sonst nur schamlos abschreiben. 

Unglaublich nett war auch die Dame, die mir gleich den größten der Brownies einpackte, mit dem entzückenden  Satz  "Sie sehen aus, als könnten Sie das vertragen." Sie lachte dabei aber so charmant, dass ich ihr nicht wirklich böse sein konnte.

Hab ich ein Glück, dass ich da nicht wohne. Es ist einfach zu gefährlich auf dem Kiez.

Schreibmusik: The Mick Fleetwood Blues Band - Blue Again

Kommentare:

  1. Verdammt, jetzt muss ich sofort dahin und mir wieder einen holen … Danke auch!

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  2. Tja, diese schlimmen Süchte, warum sollte es Ihnen da besser gehen als mir? Obwohl, es geht Ihnen besser als mir! Sie können da mal eben zu Fuß hingehen.

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