Freitag, 24. September 2010

Auch Griechen schließen mal die Küche
















Die 400 Kilometer zwischen Hamburg und Plettenberg bei schönstem Sonnenschein hielten nicht eine einzige böse Überraschung bereit, keinen einzigen Stau, nicht einmal etwas, was man als zähfließenden Verkehr hätte bezeichnen können. Wenn der so schön fließt, dann soll man ihn nicht unterbrechen, weshalb ich auf den üblichen Stop-and-go-Burger verzichtet habe. Hunger und Durst kann ich über längere Zeit ignorieren, zumal der Inhalt des Kühlschrankes vom Herrn xs4all deutlich besseres versprach als Cola, und feste Nahrung lässt sich ja immer irgendwo auftreiben.
Überraschend fand ich später die Aussage, der Grieche nebenan hätte eigentlich immer geöffnet, der Pizzaservice liefert bis in die Nacht usw. usf., denn in Hamburg liefert der Pizzamann Donnerstags allenfalls bis 22 Uhr und wenn man nicht gerade auf dem Kiez oder in der Nähe eines der anderen, für nächtliche Vergnügungen bekannten, Stadtteile wohnt, kann es in der Woche durchaus ein Problem sein, ab 22 Uhr etwas zu beißen zu bekommen. Sollte ein Kaff eine Kleinstadt wie Plettenberg sich tatsächlich als fortschrittlicher herausstellen als die Millionenmetropole Hamburg?

Natürlich nicht. Wir hatten nachher das enorme Glück dass uns der benachbarte Pizzabäcker, zehn Minuten vor seinem Feierabend, noch zwei Fladen in einen Ofen schob, der mit seiner neckischen Tapete den Anschein eines echten Steinofens vorgaukeln wollte. Die Pizza entpuppte sich dann auch als wenig preisverdächtig, aber der Hunger treibts halt rein.

Dafür gibt es eine preisverdächtige Neuerung im Hause xs4all, man bekommt jetzt frisch gemahlenen Bohnenkaffee zum Frühstück, statt der üblichen Instantzuckerlösung mit Aroma. So werden wir uns gleich frisch gestärkt auf den Weg nach Köln begeben können, ohne Stop-and-go-Burger, denn die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln ist dort sicherlich gewährleistet. 

Schreibmusik: Tricky - Murder Weapon

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