Freitag, 5. Februar 2016

Das Blumenkohlmassaker und andere Gemüsepleiten
















Man sollte sich gesünder ernähren, was heißt man, ICH sollte mich gesünder ernähren. Während der Woche ist das so gut wie ausgeschlossen, aber am Wochenende ist Gemüse angesagt. Gemüse ist lecker und gesund gleichzeitig, außerdem habe ich ewig keinen Blumenkohl gegessen. Mit viel Semmelbröselbutter drauf hmmmm, dafür könnte ich sogar auf das Schnitzel verzichten. Natürlich nehme ich den Bio-Blumenkohl, der einzige, der in Plastikfolie eingewickelt ist. Macht Sinn, dadurch wird er nicht von den (wahrscheinlich mit Pestiziden belasteten) Nachbarblumenköhlen kontaminiert. Und das bisschen Plastik mehr oder weniger...

Ausgepackt sieht er leider nicht mehr ganz so gut aus, die drei schwarzen Flecken am Rande entpuppen sich nach der vollständigen Entblätterung als ganz viele schwarze Flecken mit kleinen Löchern in der Mitte - und nach den ersten radikalen Schnitten stelle ich fest, das schwarze Gedöns setzt sich im inneren des Kohls weiträumig fort. Zwar sind mit bloßem Auge keine lebenden (krabbelnden) Organismen zu erkennen, doch irgend etwas hat hier mal fleißig gegraben. Schwarze Pest statt Pestizide ist irgendwie auch keine Lösung, zumal dadurch am Ende so wenig Blumenkohl übrig ist, dass sich dafür kein Aufwand mehr lohnt. Für einen halben Strunk mit zwei Röschen mach ich kein Wasser heiß.

Also doch nur Schnitzel mit Bratkartoffeln, wäre da nicht die Gemüsenotration aus dem Tiefkühler. SÜSSKARTOFFELN mit gelben Karotten in Rosmarinbutter, da konnte ich nicht widerstehen. Das Zeug von Frosta ist meist nicht übel und Vitamine sind da sicher auch noch ein paar drin. Bestimmt mehr als Süßkartoffeln schätze ich, denn die machen nur 26% des Inhalts aus und verlieren sich fast in der Übermacht von 62% gelben Karotten. Der Name ist, gelinde gesagt, irritierend. Jedenfalls fühle ich mich ausreichend verarscht, als die fünf oder sechs frittierten Süßkartoffelscheiben zwischen dem ganzen Rest in die Pfanne purzeln.

Geschmeckt hat es trotzdem, aber gesunde Ernährung ist gar nicht so einfach wie man manchmal denkt.

Massakerbier: Hopfen Royal,6.9%, Brau-Manufactur Allgäu
Massakermusik: Steven Wilson - Transience / 4 1/2



Kommentare:

  1. ich weiss was du meinst, ich tu mich auch schwer mit dem gemüsezeugs .... hab heute doch tatsächlich einen gemüse-nudelauflauf aus resten zusammengebastelt.

    kleiner tipp fürs näxte mal:
    Blumenkohlgemetzel trotzdem kochen, karotten-susskartoffel-gedöns dazu und ein paar löffel sahne, prise muskat, schuss weisswein und einmal den zauber, äääh pürierstab reingehalten, zack schon hat man eine schmackhafte gemüsecremesuppe :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hm, kein Muskat da. Weißwein auch nicht. Sahne ganz vielleicht. Außerdem ist Suppe was für vorweg oder zwischendurch, wie Spargelschaumsüppchen z.B. *g*
      Suppe überaltert hier sogar in der Dose *g*

      Löschen
  2. meine letzte kürbiscremesuppe hast du aber ganz schön weggezogen :p
    und wieso hast du keinen muskat, du arbeitest doch an der quelle ^^

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich hab auch keine Nelken und keinen Zimt, keinen Indonesischen Langpfeffer, keinen Tasmanischen Bergpfeffer, keine Kapern und keinen Kümmel. Fällt alles in die Kategorien
      "brauch ich nicht" oder "mag ich nicht" - Muskat in die letztere.

      Löschen