Samstag, 29. November 2014

Stadtansichten: St.Georg (2)


















Es gibt schönere Ecken in St.Georg hat jemand über den ersten Teil geschrieben, gemeint ist dann fast immer die Lange Reihe und der nordwestliche Teil bis zur Alster. Hier prägen noch Altbauten und zum Teil historische Häuser aus dem 17. Jahrhundert das Stadtbild. Restaurants und Cafés in der schwulen Hauptstraße Hamburgs laden zum Verweilen ein, wofür ich dummerweise noch nie genug Zeit fand, denn im Cafe Gnosa soll es die weltbeste Schoko-Orangentorte geben und das muss ich unbedingt irgendwann testen.

Die gastronomische Vielfalt ist ohnehin bemerkenswert, es gibt neumodische Burgerbuden, die höchstwahrscheinlich um Klassen bessere Burger fabrizieren als McDonalds und Konsorten, für die Fleischverächter vegane Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten, portugiesische Restaurants, alte Kneipen und portugiesische Restaurants in alten Kneipen. Hier startet am CSD die bunteste Parade der Stadt, was bei diesem Hintergrund ein Fest für Fotografen sein könnte, hätte man auch nur ein klein wenig mehr Platz um sich da mit der Kamera zu bewegen.

Wie überall in Hamburg ist auch diese Ecke massiv von der Gentrifizierung bedroht. Alte Buchhandlungen müssen aufgeben weil die Mieten um das dreifache steigen und auch das Wort Brandsanierung ist hier in den letzten zwanzig Jahren öfter gefallen, weil seltsamerweise immer dieselben Häuser betroffen waren wenn es gekokelt hat. Es ist inzwischen schick und teuer geworden hier zu wohnen, aber wenn Kunst und Kunsthandwerk für die nächste Boutique Platz gemacht haben wird es nicht mehr derselbe Stadtteil sein.

Vielleicht zieht dann auch Udo Lindenberg endlich nach Berlin. Der wohnt schon ewig im Hotel Atlantic und treibt dadurch wahrscheinlich die Durchschnittsmiete in diesem Stadtteil seit Jahren in die Höhe.

Fotos: St.Georgstraße - Dreieinigkeitskirche - Lange Reihe (5-15) - Holzdamm - Atlantic - An der Alster
Musik: Nick Gravenites & Mike Bloomfield - My Labors And More
 



















Kommentare:

  1. genau diese ecken habe ich gemeint. wir sind da aber noch nie am abend gewesen, keine ahnung ob da groß was los ist, ich denk mal nicht so wie in der schanze.

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    1. Die Kneipen- und Restaurantdichte ist nicht ganz so hoch wie in der Schanze und dann gibt es wahrscheinlich auch ne Menge Läden von denen man als Hetero einfach nie gehört hat. Dazu ist die Parksituation auch nicht besser als in der Schanze oder im Karo, also fährt man da nicht hin. Sind die Anwohner wahrscheinlich auch froh drüber *g*

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  2. Ist das Hans Albers Geburtshaus auf Bild 11? Das Schild ist etwas schwer zu erkennen. Ich dachte immer der wäre kein richtiger Hamburger. Schöne Fotos
    Gruß, N.

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    1. Rechtsklick, Grafik anzeigen, Vollbild (F11) dann kann ich das sogar ohne Brille lesen :p. und selbstverständlich ist Hans Albers Hamburger, Du verwechselst den wahrscheinlich mit Freddy Quinn.

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