Donnerstag, 11. September 2014

Was man so tut, wenn man nichts tut
















Mehr als 30° im Schatten fördern nicht gerade die Bewegungslust, gleich einen Tag nach der Anreise laufen wir durch die Gassen eines alten Dorfes und sehen Mittelaltermimen bei ihrem (exzellenten) Schauspiel zu, danach bin ich hinüber. Auszeit. Völlig. Portugal ist pure Erholung von allem Stress und vor allem vom Alltag. Fast kein Internet, keine Blogs lesen, nichts schreiben, keine Nachrichten, bis auf die wichtigen über die Trainerentlassung beim magischen FC, - danach ist Schluss. 

Leben genießen auf die portugiesische Art, ausschlafen, viel chillen, morgens ein leckeres Frühstück im Café Central mit frisch gepresstem Orangensaft, Galão und Tosta Mista, der nicht Tosta Mista heißt, weil auch noch Tomaten drauf sind. Den Störchen beim Nestputz zusehen, ein wenig in der Gegend herumschlendern bzw. sich fahren lassen, mit offenen Fenstern, weil es sonst nicht auszuhalten ist.

Aushalten kann man es unter dem grünen Dach des Tipis, bei Schokoladenkuchen und Rotwein-Butter-Eis. Aushalten kann man es auch im Minifreizeitpark um die Ecke, wo man unter großen Sonnensegeln eiskaltes Bier bekommt, den Kindern bei den ersten mutigen Sprüngen vom Beckenrand oder beim füttern der Ziegen im Ministreichelzoo zusehen kann, der noch weitaus mehr nette Motive bieten würde, wären die wirklich interessanten Tiere nicht hinter engmaschigen Gittern verborgen.

Die heimische Tierwelt ist auf dem nahen Reiterhof vertreten, der gleichzeitig als Hundepension dient. Dürfte erfolgreich sein, denn die Portugiesen haben viele Hunde, in jeder abgelegenen Hütte kläfft es, meist mehrstimmig. Preis der ländlichen Abgeschiedenheit, irgendwer muss aufpassen.

Auf dem Rückweg kann man dann den Chilis beim wachsen und der Sonne beim sinken zusehen, es wird Zeit für den ersten Gin Tonic des Abends und die erste chillige Zigarette. Was man halt so tut, wenn man nichts tut.

Dummerweise ist es damit schlagartig vorbei, kaum bin ich wieder in Deutschland. Stress pur. Hierhin, dahin und wieder zurück. Daher gibt es mehr vom Leben genießen auf portugiesische Art erst wieder nach dem nächsten Ausflug, wenn ich Zeit genug habe mehr als 30 Fotos zu entwickeln.

Tut gut, die letzten Scheiben einer Legende: Johnny Winter - Roots / Step Back












Kommentare:

  1. ho? welcome back und schon wieder weg? bist du eigentlich jemals zuhause? :p

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    1. Wenn er heute spätnachmittag hier eingetrudelt ist, kann er sich zumindest wie zuhause fühlen. ;-)

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    2. Wenn es hier nicht so arschkalt wäre im Regenwald würde ich mich längst wie zu Hause fühlen, mal sehen ob es nach dem Besuch der Schnapsdestille wärmer wird.

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  2. Da unten wachsen die Chillis am Straßenrand? Hast du dir nicht gleich die Taschen voll gestopft? *g*

    Gruß, N.

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    1. PS: Rotwein-Butter-Eis hört sich ziemlich eklig an, auch wenn es nicht übel aussieht, aber Butter im Eis? *grusel*

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    2. Rotwein-Butter-Eis ist so ziemlich das genialste Eis überhaupt, ganz besonders in Verbindung mit Schokokuchen oder Grüne Feigen Tarte. Und die Chilis wachsen zwar mehr oder weniger am Straßenrand, gehören allerdings zum Garten eines Restaurants.

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  3. Nr. 12 is der Hammer, hab ich das auch?

    Und Rotwein-Butter Eis ist das ekligste überhaupt, kann man echt nich essen den kram und schon geich gar nicht in verbindung mit schoko kuchen :-p

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    1. Sollte in der Dropbox sein alles, 31 Aufnahmen bis jetzt.

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