Donnerstag, 15. August 2013

Teufel und Beelzebub















Fenchel ist mir in unguter Erinnerung, Junior bekam damals immer Fencheltee bei irgendwelchen Erkältungen, gruseliges Zeugs. Anis bekomme ich seit ungefähr zehn Jahren nicht mehr wirklich runter, nur weil der Grieche beim damaligen Gelage keine Lust mehr hatte seine Lokalrunden einzuschenken, und kurzerhand ein paar Flaschen Ouzo auf den Tisch stellte. Und Kümmel ist seit je her ein ekelhaftes Zeug, wenn in einer Laugenbrezel auch nur ein Kümmelkorn eingebacken ist, ich beiße garantiert genau drauf, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Davon abgesehen hielt ich Tee schon immer für ein Scheißgesöff. Aber wenn man 48 Stunden lang unterwegs aufs stille Örtchen ist, in 30 Minuten Abstand, dann muss man seine Grenzen überwinden. Das nennt man dann wohl den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, die letzte Urlaubswoche habe ich mir deutlich anders vorgestellt.

Leider hat es nicht gereicht mich bis heute auf die Beine zu bekommen. Ausgerechnet heute, wo ich mit dem Herrn Ärmel auf fotografische Exkursion in Hamburg hätte gehen können, bei allerschönstem Wetter, blauer Himmel, Sonne, nicht zu warm, beinahe perfekt alles. Ich hätte echt kotzen können, wäre noch was drin gewesen im Magen.

Dass ich überhaupt in der Lage bin, das hier zu schreiben, liegt einzig und allein an einem anderen Hausmittel, dass ich leider viel zu spät beachtet habe. Es entkrampft spürbar, belastet weder Magen noch Darm und eigentlich, finde ich, riecht und schmeckt es auch ganz gut. Es ist nur leider völlig kontraproduktiv, wenn man sich seit drei Tagen nur von Zwieback und Ekeltee ernährt.

Was für ein Glück, dass meine übervorsorgliche Krankenschwester mich mit zwei Familienpackungen eingedeckt hat, mit einem ganzen Kilo Zwieback werd ich schon nicht verhungern.

Welche Fotos ich heute hätte machen können, kann man bestimmt demnächst hier sehen. Derweil tröste ich mich, inspiriert von Inchs großartigem Greyhoundtrip, mit linksökologischer Cowboymusik von Donna the Buffalo - Tonight, Tomorrow and Yesterday.  Eine Scheibe die sich schon lohnen würde, wäre da nur Why You Wanna Leave Me drauf.

Kommentare:

  1. Hui, haben wir Dich so geschafft, dass es Dir sofort auf den Magen geschlagen ist?
    Gute Besserung und komm schnell wieder auf die Beine :)

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  2. wie sieht es aus mit sonntag nachmittag grillen im garten? bist du bis dahin wieder fleischtauglich oder bringst du zwieback mit? *g*
    den besserungswünschen schließen wir uns selbstverständlich an ;)

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  3. Von mir auch:
    Gute Besserung !
    Dr. Pappenheimer rät übrigens: viel trinken ! *fg*
    Bis näxtes WE dann. Da biste wieder fit, gell ! ;-)

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  4. Die Stimme zur Begrüssung mit Schrecken vernehmend und bestürzt gute Besserung wünschend, habe ich mich dann auf einen 7 (sieben!) Stunden langen Fussweg gemacht. Ich habe dich vermisst, denn ich habe kein einziges Motiv mit Wasser gefunden. Schiffe, Fische, alles kein Problem... Naja ich geh dann mal in den Lightroom zum Entwickeln.
    Seinerzeit hab das ich verdasselt, diesmal deine Viren - beim nächstenmal wird ganz bestimmt eine tolle Sache!

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    1. Beim dritten Anlauf muss es klappen. Zur Not auch mit Wasser von oben.

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    2. Wasser von oben? Du scherzt wohl: wie soll man das denn fotografieren *fg*

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    3. Du wirst Dich wundern, das frag ich mich tatsächlich von Zeit zu Zeit. Ich war bisher nur zu faul das Fenster zu öffnen bei Regen *g*

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  5. Oh Oh, ich las schon beim Herrn Ärmel von Deinem Unbehagen. Heute ist Dienstag, Das Kilo Zwieback sicher alle. Und. Wie geht es Dir?
    Ps.: Hätte ich gewusst, dass Dich mein Reisebericht so aufmuntert, hätte ich schnelle Fotos sortiert und täglich gebloggt. EHRLICH!"

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    1. Geht gut, Danke. Bin zwar noch krankgeschrieben, fühl mich aber nicht so, dadurch kann ich die Reiseberichte inzwischen auch genießen. Zwieback ist auch vorbei, ich darf schon Weißbrot.

      Auf auf, weiterschreiben. Mehr Bilder! *g*

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