Mittwoch, 24. Juni 2015

Frühstücksärmelei
















Mit leerem Magen soll man nicht einkaufen gehen, dann landet nur lauter unnützes Zeug im Einkaufswagen. Mit leerem Magen sollte man auch keine Blogs lesen, jedenfalls nicht wenn es da ums Essen geht. Oder die Zubereitung desselben. Meistens sind das ganz dolle Sachen, die einem schlagartig das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen und die man unbedingt mal nachkochen oder backen sollte, weil das höchstwahrscheinlich die einzige Chance ist, jemals in den Genuss dieser Leckereien zu kommen.

Meistens mach ich das dann doch nicht, entweder weil mir die Zeit fehlt, oder das Vertrauen in meine handwerkliche Geschicklichkeit bei der Zubereitung von feinen Backwaren oder gefüllten Teigtaschen. Manchmal fehlt auch das nötige Equipment, für eigentlich ganz simple Dinge. Für Eier im Glas zum Beispiel, auf die mich der Herr Ärmel vor ein paar Monaten neugierig machte. Ein Ei schon vor der Zubereitung zu würzen reizt mich, außerdem klingt das extrem simpel. Aber dafür extra Gläser kaufen?

Der Zufall will es, dass gerade solche Gläser im Kühlregal des Discounters stehen, der uns all die schönen Sachen bringt. Gefüllt mit Pfefferbutter, wodurch man sogar einen Arbeitsgang spart, man muss das Glas nicht vorher ausbuttern, einfach Pfefferbutter futtern. Passen sogar locker zwei Eier rein in das Glas, die sich prompt um die Gewürze balgen, wodurch sich Pfeffer und Salz auf wenigen Stellen wiederfinden, dafür aber geballt.

Hm. Was tun? Man könnte das ganze verquirlen, allerdings wäre das dann Rührei im Glas. Dazu würde der Schnittlauch passen, den ich vergessen habe zu besorgen. Also Deckel druff und kochen. Mit Deckel auch auf dem Topf, falls sich das Glas als doch nicht so widerstandsfähig erweisen sollte und irgendwie explodiert. Muddern hat immer gesagt, wenn das nicht Jenaer Glas ist, dann taugt das nix und für Aldi Pfefferbutter nehmen die garantiert kein Jenaer Glas.

Eier drin kochen kann man aber. Ungefähr so gut wie in der Schale, nur dass ich die Zeiten für 1 Ei in der Schale im Kopp habe, die für 2 Eier im Glas nicht. Weshalb ich die Versuche nach zwei Neudefinitionen von "hart" jetzt aufgebe, zumal ich keine geschmackliche Verbesserung zur traditionellen Methode feststellen konnte.

Vielleicht teste ich mal Glasrührei mit Nordseekrabben an, ein Glas Pfefferbutter ist noch da. Von der hab ich die Schnauze allerdings inzwischen gestrichen voll, von daher ist die Testreihe eh gestorben *g*.

Frühstücksfoto: Canon SX 280
Frühstücksbier: Astra Arschkalt
Frühstücksmusik: Ryan Adams - Heartbreaker / Gold

Kommentare:

  1. Wer wird denn gleich aufgeben? Vielleicht sollte ich mal Eier im Glas machen /das mit den Krabben ist eine tolle Idee\. Und zwar für dich und in den orischinoll Jenaer Glasvorrichtungen. Und mit frischem Schnittlauf. Oder Dill falls da was fischiges zu den Eiern bei soll...
    Gläser mit einem Gummiring? Tststs, das wird ja garnicht richtig dicht in heissem Wasser....

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    1. "orischinoll" ???? Wattsollndatsein?

      Ohrginoahl muss das heißen. (oa lang ziehen!)

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    2. Ach ja: war nix verwässert. Am Gummi musste ich nachher schon ziemlich ziehen bis das Glas auf war.

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  2. *looool* was hast du dir versprochen von eiern im glas? neue geschmackswelten? dann versuch dich lieber an feinen backwaren, auch wenn die sch...e aussehen schmecken sie meistens trotzdem *gg*

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    1. Backwaren muss man abwiegen, mischen, kneten und ausrollen, wenn man Pech hat sogar "gehen lassen" und ähnlich schreckliche Dinge, dazu gibt es noch für jeden Arbeitsgang (Füllung, Glasur, wasweisich) ein eigenes Rezept und überhaupt....

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    2. Also bitte. Meine feinen Backwaren sehen NIE Scheiße aus. Pff

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    3. Das hat ja auch niemand behauptet, dann wäre ich sofort eingeschritten! :)

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  3. Grins. Näää, dann schon lieber den gepfählten Burger vom vorletzten Post. Geht schneller, schmeckt besser, sättigt...

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    1. Und man spart den Abwasch, ein nicht zu verachtendes Argument wenn man noch zur Minderheit der Handspüler gehört. Den habe ich mir bei den Aldigläsern allerdings auch so gespart *g*

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